Tahar Ben Jelloun (
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träumt von einem
Nordafrika, das
Europa von unten wärmt. Früher oder später wird es dazu kommen, meint er. "Man könnte sich
neue Verbindungen zwischen dem Norden und dem Süden vorstellen, der eine unterbevölkert und entwickelt, der andere überbevölkert und nicht so sehr entwickelt. Zwischen diesen beiden Seiten des Mittelmeers gibt es größere und
stimulierendere Ähnlichkeiten als zwischen dem Norden und dem Osten Europas." Zumindest wäre dann Sizilien nicht mehr die Vorhut Afrikas in Europa.
Der Titel ist dem Land der aufgehenden Sonne
gewidmet. Gianni Perelli beschreibt noch einmal die Umwälzungen, denen
China gerade unterworfen ist, erfährt, warum
eine Partei für ein Land völlig ausreicht (schade, dass Berlusconi den
Espresso nicht liest), stellt überaus zukunftsträchtige Zukunftsschmieden vor und unterhält sich mit dem Phänomen
Chen Yifei, einst gefeierter Mao-Maler, dann westlicher
Künstlerstar und jetzt Chinas aufstrebender
Modemogul, der keine Finanzierungsprobleme kennt. "Ich muss
nur ein Bild malen, dann kann ich meinen Angestellten wieder einen Monat lang ihr Gehalt zahlen."
Weitere Artikel: Die riesenhaften
SUVs sind auch im Land des Fiat 500 auf dem Vormarsch,
berichtet Davide Vecchi, und erfährt von einem Soziologieprofessor, wen SUV-Liebhaber wählen: Natürlich
Alleanza Nationale oder Forza Italia. Paolo Forcellino
wettert über die neue Führerscheinregelung, die seit Anfang Juli viele jugendliche
Rollerfahrer in die Illegalität treibt: In Neapel - natürlich in Neapel - fahren angeblich
40 Prozent ohne das entsprechende
Patentino. Italien, das Land der Heiligen, Seefahrer und der Erfinder,
schwärmt Monica Maggi, die einige der
8.000 Patente des vergangenen Jahres vorstellt: Schön finden wir die
selbstzündende Zigarette. Cesare Balbo
sympathisiert mit
Morgan Spurlock, der
Dokumentarfilmer, der sich einen Monat lang nur von Fast Food ernährt hat.