Efeu - Die Kulturrundschau

Komm, sag was Gegendertes

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03.12.2022. Die SZ wünschte sich, es gäbe heute mehr Schriftsteller mit dem ungeschützten Wagemut eines Heinrich Böll statt dem Gratismut einer salongeschützten Altlinken wie Annie Ernaux. Außerdem hofft sie, dass die Wahl von Chantal Akermans "Jeanne Dielman" als bester Film aller Zeiten eine diversere Filmgeschichtsschreibung einleitet. Toller feministischer Film, meint auch die Welt, nur leider kann man ihn in Europa nirgends im Stream sehen. Der Tagesspiegel feiert Anita Rocha da Silveiras feministische Horror-Groteske "Medusa", die von einem Brasilien der Zukunft erzählt, in dem Christenfundamentalismus herrscht.
9punkt - Die Debattenrundschau vom 03.12.2022 finden Sie hier

Film

Die Sensation - aber auch die Irritation - war perfekt, als die alle zehn Jahre von Sight & Sound nach Kritikerumfragen erstellte Liste mit den besten Filmen aller Zeit in diesem Jahr von Chantal Akermans "Jeanne Dielman" angeführt wurde: Erstmals eine Frau an der Spitze, erstmals ein Film, mit dem niemand gerechnet hat, da er für die eher gediegene Cineasterei, die üblicherweise diese Liste auszeichnet, so gar nicht steht. Seit seiner von keinen Preisen gekrönten Premiere in Cannes 1975 ist "Jeanne Dielman", der in annähernd vier Stunden wortkarg vom Alltag einer Mutter in Brüssel erzählt, "den Weg eines Kultfilms" gegangen, schreibt Hanns-Georg Rodek auf Welt+. Der Film wurde "zu einem Kristallisationspunkt der entstehenden feministischen Filmkritik". Ihn zu sehen, ist derzeit allerdings schwer: Im Stream gibt es den Film - zumindest in Europa - nicht.

Vielleicht zeichnet sich in dieser Auszeichnung nicht nur das Interesse an einer diverseren Filmgeschichtsschreibung ab, sondern auch ein Strukturwandel der Bedingungen, unter denen Cinephilie betrieben wird? Das könnte man nach Fritz Göttlers Einschätzung in der SZ denken: "Dass 'Jeanne Dielman' ein Meisterwerk und ein würdiger Spitzenreiter ist, ist unbestreitbar und kein Geheimnis, der Film wird seit Jahrzehnten gerühmt und studiert. Dass weniger Leute ihn gesehen haben als 'Vertigo' und Co., liegt daran, dass 'Jeanne Dielman' eher in Kinematheken oder Programmkinos läuft als in großen Kinosälen (oder als TV-Wiederholung) ... Viele rühmen 'Jeanne Dielman' als den großen feministischen Film des letzten halben Jahrhunderts", auch "könnte man mit ihm klären, was Feminismus eigentlich bedeutet, im Kino und generell - wie Glamour und Alltag, Einsamkeit und Lust zusammenspielen. In seiner magischen Konsequenz steht 'Jeanne Dielman' dem vorherigen Spitzenreiter 'Vertigo' in nichts nach."

"Die seit Jahren laufenden Kampagnen für mehr Gleichberechtigung und Diversität schlagen sich auch in der Geschichtsschreibung nieder", stellt Andrey Arnold in der Presse fest. "Die Zahl der von Sight & Sound befragten Menschen (1639, darunter auch der Autor dieser Zeilen) hat sich im Vergleich zur letzten Erhebung verdoppelt, bei der Kür der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurde verstärkt Wert auf Inklusion gelegt. Das macht sich auch an anderen Stellen bemerkbar. Erstmals in den Top 10: 'Beau Travail' (1999) der Französin Claire Denis (Platz sieben) und 'In the Mood for Love' (2000) vom Hongkonger Wong Kar-wai (Platz fünf). ... 2012 landeten nur zwei Regisseurinnen in der Gesamtauswahl, heuer sind es elf. Und statt eines einzigen Films von einer schwarzen Person fasst die Liste nun sieben." Auf Facebook opponiert derweil Paul Schrader gegen die Liste und ihr Ergebnis.

Lustvoll übertrieben: "Medusa"

Auch das Gegenwartskino ist feministisch und divers: Diese Woche startet Anita Rocha da Silveiras feministische Horror-Groteske "Medusa", die einen Blick auf das Brasilien der Zukunft wirft, wenn ein radikaler Christenfundamentalismus herrscht, unter dem Jagd auf Ungläubige gemacht wird. "Das Werk ist klar ein Kind der Bolsonaro-Zeit, gleichzeitig aber alles andere als bleiern geraten", schreibt ein begeisterter Simon Rayß im Tagesspiegel."Da Silveira tränkt ihre urbanen Landschaften in Neonfarben, darunter wabert Bernardo Uzedas Soundtrack, der direkt aus John Carpenters altem Synthesizer stammen könnte. Alles an 'Medusa' ist lustvoll übertrieben. Die marodierenden Rächerinnen pilgern in eine blau und pink ausgeleuchtete Kirche, singen mit Zahnpasta-Grinsen religiöse Popsongs und geben im Internet Tutorials, wie man das perfekte christliche Selfie macht. ... So überzeichnet diese schöne neue Welt des christlichen Fundamentalismus auch scheint: Die Vorbilder für die gewalttätigen Anti-Feministinnen hat sich da Silveira nicht etwa ausgedacht. Sie hat sie direkt den brasilianischen Nachrichten entnommen."

Außerdem: Auf Artechock erinnert sich Rüdiger Suchsland an Hans Magnus Enzensberger und stellt sechs Thesen zur Kritik und ihrer ökonomischen Lage auf. Dunja Bialas erinnert sich auf Artechock an Jean-Marie Straub und Danièle Huillet in München.

Besprochen werden Maria Schraders "She Said" über die Aufdeckung der Weinstein-Übergriffe (taz), Denis Côtés auf Mubi gezeigter "This Kind of Summer" (critic.de), Kurdwin Ayubs Hijab-Komödie "Sonne" (critic.de, mehr dazu hier), Thomas Stubers "Die stillen Trabanten" nach Kurzgeschichten von Clemens Meyer (ZeitOnline), der weihnachtliche Gewaltfilm "Violent Night" (Standard) und die Agentenserie "Slow Horses" (ZeitOnline).
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Literatur

Vor fünfzig Jahren ging der Literaturnobelpreis an Heinrich Böll, in diesem Jahr an Annie Ernaux - für Hilmar Klute ein Anlass, in der SZ beide aneinanderzulegen und zu fragen, welche Vorstellung von politischer Literatur beide prägen: "Böll und Ernaux, zwei Nobelpreisträger, der eine mit dem Wagemut des ungeschützten Bürgers, die andere mit dem Gratismut der heute salongeschützten Altlinken". Böll immerhin hielt damals bei seinen Interventionen - etwa bei seiner Kritik am Umgang des Staates mit Ulrike Meinhof - noch wirklich den Kopf hin, schwärmt Klute. "Wäre es für einen deutschen Schriftsteller in unseren Tagen nicht reizvoll, in diesen heißen Kessel einen Fuß zu stellen, auch auf die Gefahr hin, dass man sich verbrüht? Von dem eitlen Eifer, mit dem sich die Mitglieder des neuen Pen-Club Berlin mit ihren alten Vereinsfeinden fetzen, hätte man doch ein Gutteil in echte teilnehmende Zeitgenossenschaft außerhalb der eigenen Blase verwandeln können. Hand hoch: Wer schreibt den Essay über die teils schon vulgäre Kriminalisierung und Vorverurteilung der Klima-Aktivisten, die in der Sache, für die sie kämpfen, wissenschaftszertifiziert recht haben? Wer dichtet, andererseits, den Klimaaktivisten den Roman ihrer eigenen Hybris auf die Transparente, die Satire auf ihren Weltrettungsschmus, der in Wahrheit selbst die groteske Verzerrung einer Welt darstellt, die es sich natürlich zu retten lohnt?"

Martina Meister spricht für die Literarische Welt mit Antoine Gallimard, dessen Verlagsprogramm sich wie ein Sammelalbum der französischen Nobelpreistliteratur liest. Auch Annie Ernaux ist dabei. Als politischen Verlag versteht er sein Haus nicht: "Aus Politik darf nicht Literatur werden, sondern das Politische muss durch das Prisma der Literatur beleuchtet werden", deshalb "veröffentlichen wir konservative wie linke Autoren." Ernaux "ist seit 1974 unsere Autorin, weil wir an ihr Schreiben geglaubt haben, von Anfang an, nicht etwa, weil sie links oder eine Feministin ist." Auch Antisemitismus und ihr BDS-Engagement werde bei Gallimard diskutiert: "Unsere Linie ist klar: Solange nichts Gesetzwidriges passiert, also niemand beleidigt oder diffamiert, solange nichts Sittenwidriges getan wird, publizieren wir. ... Wir sind keine Zensoren bei Gallimard. Wir haben jüdische Autoren und Autoren mit arabischen Wurzeln. Nur Extremisten kommen bei uns nicht zu Wort."

Handke-Biograf Malte Herwig geht für die Literarische Welt mit Peter Handke kurz vor dessen 80. Geburtstag in Paris essen und zeigt dem notorisch internetfernen Schriftsteller dabei auch seinen Wikipedia-Eintrag, den dieser belustigt zur Kenntnis nimmt: Dass er von Karl Kraus beeinflusst sei, wie Wikipedia behauptet, nimmt Handke "entgeistert" zur Kenntnis, gnädiger fällt sein Urteil über den Rest aus ("lustig, stimmt fast alles"), die Passagen über das Verhältnis zu Bernhard freuen ihn sogar. Dennoch am Ende: "'Puh, was für ein langes Leben.'" Im beistehenden Text verneigt sich Mladen Gladic vor Handke als politischem Schriftsteller und Provokateur.

Weitere Artikel: Sergei Gerasimow schreibt für die NZZ weiter Kriegstagebuch aus Charkiw. Die Schriftstellerin Manja Präkels erinnert sich im taz-Gespräch an die von rechter Gewalt überschatteten "Baseballschlägerjahre" im Osten. Iso Camartin widmet sich in der NZZ Diderots Dialektik des Erzählens. Andreas Platthaus schreibt in der FAZ einen Nachruf auf die Comiczeichnerin Aline Kominsky-Crumb. Im Literarischen Leben der FAZ erinnert Dietmar Dath an Joachim Lambek, der über die Beziehung zwischen Linguistik und Mathematik nachgedacht hat. Von "Auftakt" bis "Zensur": Mara Delius liefert in der Literarischen Welt ein Schlagwortregister des Literaturjahres 2022.

Außerdem legt die NZZ-Buchredaktion ihren Lesern Bücher zum Verschenken ans Herz - wir Perlentaucher tun dies bei Eichendorff21. Die SZ bringt heute eine Literaturbeilage zum Advent, die wir in den kommenden Tagen an dieser Stelle auswerten.

Besprochen werden unter anderem Dinçer Güçyeters "Unser Deutschlandmärchen" (SZ), Simon Froehlings "Dürrst" (Freitag), Marilynne Robinsons "Jack" (Literarische Welt) und Marie Vieux-Chauvets "Töchter Haitis" (FAZ).
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Design

In der NZZ geht Philipp Maier dem - offenbar vor allem von Männern angetriebenem - Boom teurer Luxusuhren nach: "Viele mechanische Uhren zeigen zwar schlicht die Zeit an. Das Nonplusultra im Ranking von Herrenarmbanduhren sind aber Chronografen, die auf die Bezeichnung Grande Complication hören. Auf ihnen lassen sich auch die Mondphasen, ein ewiger Kalender, die Schaltjahre ablesen. Sie sind Stoppuhr und Wecker, der einen rein mechanischen Klingelton erzeugt.  Das höchste der Gefühle für Uhrenfans ist aber das Tourbillon. Ein solcher 'Wirbelwind' ist eine Vorrichtung, bei der sich das Schwing- und Hemmungssystem um die eigene Achse dreht. Die technische Raffiniertheit soll eine weniger lageabhängige Ganggenauigkeit erzielen. Solche Spielereien lassen die Herzen vieler Männer höher schlagen. Insbesondere dann, wenn alles durch eine Öffnung im Zifferblatt oder ein Saphirglas im Gehäuseboden gut sichtbar zu beobachten ist."
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Stichwörter: Uhren

Bühne

Apokalypse Miau mit Teletubbies am Volkstheater Wien. Foto: Birgit Hupfeld


Margarete Affenzeller (Standard) - und mit ihr viel junges Volk - hat sich prächtig amüsiert bei der Uraufführung von Kristof Magnussons Weltuntergangskomödie "Apokalypse Miau", die Kay Voges am im Volkstheater Wien inszeniert hat. im Setting einer Theaterpreisverleihung nehmen die beiden jede Meinungsschlacht der letzten Jahre aufs Korn: "Identifikationsangebote für alle!" sind gefragt. "Während sich die Nominierten zunehmend in die Haare kriegen ('Du musst race, class und gender mitdenken!'), nimmt auch die äußerliche Bedrohung zu. Supervulkane vernebeln den Globus, und auch ein Asteroid ist im Anmarsch - ein von Jura Soyfer bis Lars von Trier gleichbleibend faszinierender Untergangstopos. Mit dem allmählich unter Sprühfunken und Donner aus den Fugen geratenden Backstagegelage sind auch bald die guten Sitten dahin. Der Regiealtmeister fällt über die Postdramatikerin her und versucht, sie stöhnend rumzukriegen: 'Komm, sag was Gegendertes.'" Zünftig, aber nicht platt, versichert die Kritikerin. FAZ-Kritiker Martin Lhotzky wurde es dagegen ein bisschen lang.

Weitere Artikel: Im Interview mit dem Standard erklärt der Direktor der Wiener Staatsoper Bogdan Roščić, warum er nach dem Abgang von Musikdirektor Philippe Jordan keinen Musikdirektor mehr braucht. Johanna Adorján unterhält sich für die SZ mit dem Schauspieler-Ehepaar Franziska Walser und Edgar Selge, die in der Komödie "Rosige Aussichten" in der Komödie am Kurfürstendamm ein Ehepaar spielen, das sich nach 50 Jahren scheiden lässt.

Besprochen werden Jacopo Godanis Choreografie "Anthologie" im im Schauspielhaus Frankfurt (FR), die Choreografie "Hip piece" von Verena Billinger und Sebastian Schulz im Frankfurter Mousonturm (FR), Christina Tscharyiskis Inszenierung von Ferdinand Schmalz' "hildensaga" am Volkstheater München (nachtkritik), Moritz Sostmanns Inszenierung von Hauptmanns "Vor Sonnenaufgang" am Schauspiel Köln (nachtkritik), Umberto Giordanos Revolutionsoper "Andrea Chénier" in der Wiener Staatsoper mit Jonas Kaufmann in der Titelrolle (Standard), Elsa-Sophie Jachs Inszenierung von Kleists "Käthchen von Heilbronn" am Münchner Residenztheater (SZ) und Katie Mitchells Inszenierung von Tschechows "Kirschgarten" am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg als Ökokatastrophe ("Erzieherische Kommunikation muss kollabieren, wenn sie die Gutwilligkeit ihrer Adressaten für die eigene Rechthaberei missbraucht", seufzt in der SZ Till Briegleb).
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Musik

Nadine Lange ärgert sich im Tagesspiegel, dass auf den sozialen Medien derzeit alle Welt ihre Spotify-Jahresbestenlisten teilen: Statt gratis Werbung für den Streamingdienst zu machen, sollten die Leute lieber ihre Abos kündigen, schimpft sie. Louisa Zimmer vom Freitag hingegen sieht im Teilen der Jahresbestenlisten eher ein Zeichen für die anhaltende Wertschätzung von Musik. Bushido ist damit gescheitert, eine De-Indizierung seines Albums "Sonny Black" zu erwirken, melden die Agenturen.

Besprochen werden das Album "Un Verano Sin Ti" des puerto-ricanischen Rappers Bad Bunny, der zum dritten Mal in Folge der am meisten gehörte Künstler auf Spotify ist (NZZ), das neue Haftbefehl-Album "Mainpark Baby" (Standard), ein Hadyn-Konzert von András Schiff (Tsp), ein Konzert von Isolation Berlin (Tsp), neue CDs mit Advents- und Weihnachtsmusik (FAZ), die Autobiografie des Pulp-Sängers Jarvis Cocker (FAZ) und Alice Bomans Album The Space Between" (taz).

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Kunst

In der Welt beschreibt Marcus Woeller, wie der Galerist Johann König weiter im Netz an den Pranger gestellt wird: Aktiv ist dabei vor allem das anonyme Kollektiv "Soup du Jour", das auf Facebook, Instagram und Twitter unterwegs ist. König wurde von mehreren Frauen sexuelle Belästigung vorgeworfen, die allerdings nie zur Anzeige gebracht wurde. König hat die Vorwürfe bestritten. Inzwischen haben sich mehrere Künstler von König getrennt, darunter Monica Bonvicini, der von "Soup du Jour" mit einem Shitstorm gedroht wurde. "Das Kollektiv verbreitet Schuldzuweisungen, erteilt Benimmrat schläge und schreibt 'offene Briefe'. Es nutzt sein Netzwerk - dem unter anderen die Braunschweiger Kunstprofessorin Candice Breitz und die Sprecherin des Berliner Künstlerverbands, Zoë Claire Miller, nahestehen -, und weist auf 'patriarchale' Strukturen im Kulturbetrieb hin. Der Fall Bonvicini zeigt, dass sich der Einfluss erhöht hat. Jeder Abgang eines Künstlers wird in den sozialen Medien gefeiert, die, die bleiben, werden an den Pranger gestellt."

Monica Bonvicini hat inzwischen ihre viel erwartete Ausstellung in der Neuen Nationalgalerie eröffnet. SZ-Kritiker Jörg Häntzschel schaut sich um und - ist enttäuscht. "Industriematerialien, Anspielungen auf SM und Bondage, grafisch hochskalierte Sentenzen: So viele dieser Methoden und Motive sind in der Kunst der letzten zwanzig Jahre zum Klischee geworden. Längst haben Dekorateure sie gekapert, um damit Hotellobbys und Boutiquen spannender erscheinen zu lassen. Provoziert fühlt sich niemand. Das aufregendste Kunstwerk in der Ausstellung stammt denn auch von 1997: Im Video 'Hausfrau Swinging' schlägt eine in einer Ecke stehende Frau ihren von einer Kiste geschützten Kopf keuchend an die Wände. So unmöglich es wäre, dieses Video heute zu drehen, so lebendig wirkt es im Vergleich zur braven Ausstattungskunst im Rest dieser Ausstellung."

Weiteres: Swantje Karich begleitet für die Welt einen Tag lang Marion Ackermann, Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Besprochen wird außerdem Micha Ullmans Advents-Ausstellung "Körper" in der St.-Matthäus-Kirche am Kulturforum in Berlin (FR).
Archiv: Kunst