Bücherbrief
Nacktheit der Verhältnisse
Die besten Bücher des Monats
11.05.2026. Im Mai haben wir für Sie überwiegend ermunternde Lektüre zusammengestellt: David Vajda führt uns an der Seite einer exzentrischen Bohème-Familie von Berlin über die Provence nach Hollywood, Dana Grigorcea erzählt eine zarte Liebesgeschichte in der bukolischen Sommeridylle der rumänischen Karpaten, Judith Schalansky erschafft aus Marmor etwas fein Ziseliertes und Craig Brown sammelt die kuriosesten Anekdoten aus dem Leben der Queen. Ernste Töne schlagen Nicholas Potter an, der die autoritäre Linke aufs Korn nimmt, und Christoph Peters, der auf Entzug geht. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai.Willkommen zu den besten Büchern des Monats! Sie wissen ja: Wenn Sie Ihre Bücher in unserem Buchladen eichendorff21 bestellen, ist das nicht nur bequem für Sie, sondern auch hilfreich für den Perlentaucher, denn eichendorff21 ist unser Buchladen.
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Weitere Anregungen finden Sie in den Büchern der Saison vom Herbst 2025, Marie Luise Knotts Lyrikkolumne "Tagtigall", dem "Fotolot" von Peter Truschner, Angela Schaders Literaturkolumne "Vorworte", der Kolumne "Wo wir nicht sind" und in den älteren Bücherbriefen.
Literatur
David Vajda
Diamanten
Roman
Carl Hanser Verlag, 176 Seiten, 23 Euro
(bestellen)
Schön, wenn Debüts so toll besprochen werden. Aber dass ein Debütroman gleich als eine der herausragendsten Neuerscheinungen der Saison gilt, wie uns David Hugendick in der Zeit verspricht, ist eher selten. Aber auch die anderen Kritikerinnen sind überzeugt von der Geschichte um eine exzentrische Bohème-Familie, bestehend aus ex-jugoslawischem Vater und vier erwachsenen Geschwistern, die sich nach dem Tod der Mutter überall auf der Welt zusammenfinden. So landen wir in Berlin und Belgrad, Hollywood, Griechenland und in der Provence, wo die Familie trauert, trinkt, sich erinnert und über Film und Kunst sinniert. "Es gibt sie noch, die ernstzunehmende Literatur", atmet in der NZZ Zelda Biller auf, schon weil Vajda auf Aktivismus und Experimente verzichtet, und sie einfach mit Talent für Tragikomik und Dialogen überzeugt, die den Vergleich mit J.D. Salinger nicht scheuen müssen, wie Biller findet. Hugendick lobt den temporeichen Roman in der Zeit nicht nur als "kleines Kunststück", das zum Mitfühlen einlädt, sondern attestiert den Figuren auch eine derart "glühende Präsenz", dass er vergisst, dass sie "nur aus Papier" ist.
Christoph Peters
Entzug
Roman
Luchterhand Literaturverlag 2026, 400 Seiten, 24 Euro
(bestellen)
Die Kritiker zollen Christoph Peters viel aufrichtige Anerkennung. Nicht, weil er von seiner schweren Alkoholsucht und dem anschließenden Entzug erzählt, sondern weil er es in Form großer Literatur tut. Denn dieser autobiografisch geprägte Roman widersetzt sich allen Klischees von romantischem Säufertum, heiligen Trinkern und so weiter, versichert Sandra Kegel in der FAZ. Zunächst wird die Sucht behandelt, vom Rausch bis zur Panik, alles zu verlieren, die Kritikerin liest von Morgenden, an denen der Pegel schon bei über 2,3 Promille liegt oder vom Versteckspiel vor der Familie. Im zweiten, größeren Teil erzählt Peters schließlich präzise protokollarisch vom Entzug in der Klinik. Gerade, dass er auf Genauigkeit setzt, statt ein literarisches Feuerwerk zu zünden, imponiert Kegel: Hier wird Alkoholismus in seiner ganzen bitteren Banalität beschrieben, und zwar ohne Moralkeule, meint sie. Auch SZ-Kritiker Bernhard Heckler wird von der "dokumentarischen Wucht" des Buches umgeworfen, während jene Passagen, in denen Peters seine Fantasie schäumen lässt, den Dlf-Kritiker Jan Drees gar an Joseph Roths Novelle "Die Legende vom heiligen Trinker" erinnern. Für Drees ganz klar einer der "besten Romane dieses Bücherfrühlings", der nicht nur von Trostlosigkeit und Trost erzählt, sondern mit Peters' Veronika auch eine ganz besondere Heldin im Hintergrund zeigt. Und für den taz-Rezensenten Dirk Knipphals erscheint hier der trockene Alkoholiker als interessante literarische Figur unserer Zeit, ohne einen gesellschaftskritischen Anspruch zu erheben.
Dana Grigorcea
Tanzende Frau, blauer Hahn
Roman
Penguin Verlag 2026, 160 Seiten, 22 Euro
(bestellen)
Den perfekten Roman für den Sommer - oder zumindest die Vorfreude darauf, schenkt uns Dana Grigorcea. Die in Rumänien geborene Autorin entführt uns in eine bukolische Sommeridylle in den rumänischen Karpaten, wo sich nicht nur eine zarte Liebesgeschichte zwischen Roxana und Camil abspielt. Denn die beiden, die den ersten Sommer nach der rumänischen Revolution zusammen verbringen, beobachten auch die Paare um sie herum und versuchen zu ergründen, was Liebe ist. Erzählt wird auf verschiedenen Ebenen: So erinnert sich die erwachsene Roxana an den inzwischen verstorbenen Camil, zudem tritt eine Schriftstellerin auf, die die Geschichte der beiden vor Publikum erzählt. Klingt kompliziert, ist aber so elegant und raffiniert verzahnt, dass der Roman zu einem "verführerischen Kunststück" wird, wie Hubert Winkels in der SZ versichert. Spannung und eine schöne Mischung aus Melancholie und Komik attestiert Christoph Schröder im Dlf dem Roman. Und NZZ-Kritikerin Leonie C. Wagner, die Grigorcea zum Gespräch getroffen hat, spürt nach der Lektüre nur Leichtigkeit und Lebenslust.
Monika Maron
"Immer noch freundlich, aber kaum noch geduldig"
Tagebücher 1980-2021
Hoffmann und Campe Verlag 2026, 256 Seiten, 28 Euro
(bestellen)
Kaum eine Kritik, die nicht mit der Erleichterung einsetzt, dass Monika Maron davon abgesehen hat, ihre Tagebücher zu verbrennen. Denn in den Texten aus den Jahren 1980 bis 2021 lässt sich eine Menge über die streitbare Autorin erfahren, wie Angela Gutzeit im Dlf verspricht: Über ihre Anfänge als Schriftstellerin in der DDR, die sich fragt, warum sich so wenige in dem Land wehren, über ihre ersten Reisen in den Westen, deren Schilderungen für Gutzeit ein Highlight ist, über den "Papierkrieg" mit den zuständigen Ministerien. Geldnot ist ein immer wiederkehrendes Thema, aber auch die Befremdungen im Westen. Frei fühlt sie sich auf einer Reise nach New York, wo sie die "Nacktheit der Verhältnisse" begeistert. Irgendwann wurde es der DDR-Führung zu viel mit Marons offener Kritik an den herrschenden Verhältnissen, sie siedelt über in die BRD. Nach der Wende werden die Einträge spärlicher, bedauert Gutzeit. Auch Welt-Kritiker Marc Reichwein liest die Aufzeichnungen mit Gewinn, erfährt er hier doch auch einiges über die Entstehung von Marons Romanen. Aufschlüsse über die jüngere Lebensphasen Marons und ihre zunehmend schärfer werdenden politischen Einlassungen sollte man aber eher nicht erwarten, warnt er vor. Dass Maron immer wieder Selbstzweifel äußert, gefällt dem FAZ-Rezensenten Jürgen Verdofsky, während sich FAS-Kollege Tobias Rüther eher enttäuscht zeigt: Die eklatanten Lücken im Text, auch zum 9. November 1989, befremden ihn ebenso wie die Tatsache, dass Maron ein Interview, das er mit ihr führte, zurückzog.
Judith Schalansky
Marmor, Quecksilber, Nebel
Woraus die Welt gemacht ist
Suhrkamp Verlag 2026, 176 Seiten, 24 Euro
(bestellen)
Poetikvorlesungen sind ein Genre für sich, aber man muss kein Fan sein, um an diesem Buch viel Freude zu haben, versichert Nico Bleutge in der FAZ. Denn zum einen sind Judith Schalanskys Frankfurter Vorlesungen wirklich gut verschriftlicht, aber auch sonst ist das Buch ein großer Wurf, findet der Kritiker. Die Autorin nähert sich der Weltgeschichte, vor allem aber dem Schreiben über die drei Materieformen des Titels: So spürt sie etwa dem Marmor nach, in Marmorbrüchen und Bildhauerateliers, sie untersucht ihn semantisch und phänomenologisch, schließlich führt der Marmor sie von Thassos und Ovid über Marmorstatuen von Frauen bis hin zu Gisèle Pelicot. Dass Schalanskys essayistisches Schreiben selbst wie Bildhauerei funktioniert, indem die Autorin aus einem undefinierten Block etwas fein Ziseliertes, etwas Konkretes schafft, kann der NZZ-Kritiker Paul Jandl nur bewundern. Dabei wird Schalanskys Schreiben nie zum Selbstzweck - und ganz nebenbei behandelt sie noch die großen Fragen unserer Zeit wie Umweltzerstörung, KI oder männlicher Gewalt, gibt uns Nico Bleutge in der FAZ noch mit. Den Traum von Ada Lovelace, eine "poetische Wissenschaft" zu betreiben, den verwirklicht Schalansky hier auf höchst anregende Weise, findet Helmut Böttiger im Dlf Kultur. Auch die Kritiker in taz, Welt und Spiegel versprechen aufregende Lektüre.
Sachbuch
Nicholas Potter
Die neue autoritäre Linke
Eine akute Bedrohung für die demokratische Gesellschaft
dtv 2026, 256 Seiten. 14,99 Euro
(bestellen)
Gerade erst hat der Journalist Nicholas Potter im Netz angekündigt, dass er die taz verlassen wird. Hintergründe hat er bisher nicht genannt, auch weiß man nicht, ob der Weggang etwas mit seiner Kritik am Antisemitismus in radikalen Strömungen der Linken zu tun hat, um die es auch in seinem neuen Buch geht. Detailliert beschreibt er darin die Hetzkampagne gegen ihn: beleidigende Memes mit seinem Gesicht, Falschinformationen, wie die Behauptung, er würde vom israelischen Staat bezahlt, Fahndungsplakate mit seinem Gesicht bis hin zu öffentlichen Aufrufen zum Mord - wie ein "digitales Lauffeuer" verbreitete sich all das im Netz, verfasst und geteilt von Menschen, die sich selbst "als links lesen". Peter Laudenbach ist in der SZ entsetzt, aber nicht überrascht von Potters Enthüllungen: Der Journalist analysiere einen "verkürzten Antiimperialismus", den es schon seit den sechziger Jahren gebe, eine naive Weltsicht, die sich in Sympathien für die Gewalt vermeintlicher "Befreiungsbewegungen" äußert. "Akribisch" hat Potter die Vernetzungen von Aktivisten im Netz nachgezeichnet, erklärt Birgit Schmid in der NZZ. Diese machen laut Potter zum Teil auch gemeinsame Sachen mit Islamisten und lassen sich von Hamas- und Hizbollah-Propaganda radikalisieren. Auch russische Einflussnahme spiele eine wichtige Rolle, wie zum Beispiel beim mittlerweile verbotenen Portal Red Media. Für die Demokratie ist diese Entwicklung gefährlich, resümiert Schmid, denn eine progressive Linke ist wichtig für die Gesellschaft. Im Interview mit dem Tagesspiegel (unser Resümee) fragte sich Potter, wie Linkssein heute überhaupt noch geht: Jedenfalls nicht ohne Liberalismus, stellt er fest. Hingewiesen sei auch auf Richard Schuberths Buch "Vom Antisemitismus der keiner sein will" (bestellen), in dem der Wiener Dichter und Gesellschaftskritiker in 39 Essays den antisemitischen Tendenzen seit dem 7. Oktober auf den Grund geht und Marko Martin damit im Dlf Kultur beeindruckt zurücklässt.
Craig Brown
Q
Das unglaubliche Leben der Queen
C.H. Beck Verlag, 750 Seiten, 39,90 Euro
(bestellen)
Vor wenigen Wochen wäre Queen Elizabeth II. hundert Jahre alt geworden, aber es gibt viel mehr gute Gründe dieses Buch zu lesen, wie uns die Kritiker versichern. Denn auch wenn es beileibe nicht die einzige Biografie der britischen Monarchin ist, fördert der Journalist und Satiriker Craig Brown doch noch viel Unbekanntes, Kurioses zutage. Wer wusste schon, dass Anne Frank in ihrem Versteck ein Bild der Queen an die Wand geheftet hatte? Darüber hinaus ist es aber auch die Art und Weise, wie sich Brown der Queen nähert, die dieses "Monumentalwerk" so einzigartig macht, versichert Dominic Johnson in der taz: Nicht nur unterhaltsam und anekdotenreich, sondern geradezu phänomenologisch. So liest er von den vielen Begegnungen mit den unterschiedlichsten Menschen, denen die Königin geradezu "grotesk oberflächlich" entgegentrat, wie Anne-Kathrin Weber im Dlf Kultur schreibt. Dass Brown statt auf einen "kniefälligen Ton" auf bissigen Humor vor allem bei der Beschreibung der übrigen Royals setzt, gefällt Weber ebenso gut wie die Bebilderung. Ein "herrliche bizarres" Buch, das auch von der Besessenheit vieler Menschen mit der Queen zeugt, lobt der britische Autor John Banville im Guardian.
Andreas Möller
Die Unterschätzten
Warum sich unsere Zukunft auf dem Land entscheidet
Rowohlt Berlin Verlag 2026, 208 Seiten, 24 Euro
(bestellen)
Der Gegensatz zwischen städtischer und ländlicher Bevölkerung war immer schon von gegenseitigen Vorurteilen geprägt. Aber auch wenn die Probleme auf beiden Seiten liegen: die öffentlichen Diskussionen dominieren meist städtische Perspektiven, wie der Kommunikationsmanager Andreas Möller in seinem Buch festhält. Und spätestens seit den Bauernprotesten 2024 ist ihm klar, dass im Verhältnis Stadt/Land etwas ordentlich schief läuft. Das muss sich ändern, meint er, und hat das Urteil der Kritik auf seiner Seite: FAZ-Kritikerin Anne Kokenbrink sieht in dem Buch einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Verständigung, denn Möller gehe vor allem dem Gefühl der Landbewohner nach, über deren Köpfe hinweg entschieden werde, beispielsweise beim Thema Energiewende (kein Wunder, im Bundestag sind nur noch vier von 630 Abgeordneten Bauern). Besonders gefallen der Rezensentin jene Passagen, in denen die Thesen durch konkrete Erfahrungen veranschaulicht werden, etwa wenn sich Möller mit einem Jugendfreund unterhält, der als Landwirt arbeitet. Auch der Historiker Florian Keisinger lobt das Buch in der SZ: Warum sich der ländliche Raum abgehängt fühlt und was dagegen unternommen werden kann, erklärt Möller anschaulich, findet der Kritiker und auch Welt-Rezensent Marc Reichwein fühlt sich "sachkundig und zahlengesättigt" informiert. Streckenweise hat Möller schon recht, aber insgesamt findet Claudia Fuchs im Dlf das Buch zu konservativ, linke Medien würden kaum zitiert. Auch findet sie den Graben zwischen Stadt und Land gar nicht so groß, vieles, was der Autor für Landwirte feststellt, gilt schließlich auch für prekäre Berufe in der Stadt, meint sie.
Christoph Möllers, Nils Weinberg
Öffentliche Kunstfreiheit
Suhrkamp Verlag 2026, 180 Seiten, 20 Euro
(bestellen)
Wann gibt es schon mal ein juristisches Fachbuch, über das auch Nicht-Juristen hitzig diskutieren können? "Die Meinungsfreiheit ist weniger stark geschützt als die Kunstfreiheit", hält der Jurist Christoph Möllers in einem Interview mit der Berliner Zeitung fest. Möllers wurde nach dem Antisemitismus-Skandal bei der documenta 15 und der massiven Kritik an den Verantwortlichen mit der Erstellung eines Gutachtens beauftragt, das als Leitlinie für die Zukunft gelten soll. Nun hat er zusammen mit Nils Weinberg ein Buch verfasst, in dem er noch einmal detailliert dem Verhältnis von staatlicher Kontrolle, öffentlichen Institutionen und geförderter Kunst nachgeht. SZ-Rezensent Peter Richter kommt bei der Lektüre aus dem ungläubigen Staunen und Markieren im Text kaum heraus: "Brisant" findet er Möllers' Positionen, denn dieser argumentiert, dass auch antisemitische Positionen in öffentlich geförderter Kunst vom Staat toleriert werden müssen - er muss sie kritisieren (dass Institutionen sich wegducken, wie es bei der Documenta versucht wurde, geht gar nicht, meint er) aber verbieten darf er sie, juristisch gesehen, nicht. Jedenfalls nicht, solange der Tatbestand der "Volksverhetzung" nicht erfüllt ist. Das heißt, dass im Zweifelsfall auch jüdische Gemeinden hinnehmen müssen, mit ihren Steuergeldern antisemitische Kunst zu fördern. Statt Verboten plädiert der Jurist für "diskursives Dagegenhalten", ein, wie er selbst zugibt, eher schwaches Mittel, aber der einzig mögliche Kontrollmechanismus. Ein Standardwerk für KulturmanagerInnen, das es in sich hat, findet Richter.
Golo Maurer
Olevano
Als ein paar romantische Aussteiger in Italien die deutsche Kunst erfanden
C.H. Beck Verlag 2026, 384 Seiten. 29,90 Euro
(bestellen)
Man möchte sofort nach Olevano im römischen Hinterland reisen, so "berückend anschaulich" beschreibt der Kunsthistoriker Golo Maurer die Gegend, in der eine Gruppe deutscher romantischer Jünglinge die erste Künstlerkolonie gründete, verspricht Andrea Gnam in der FAZ. Das idyllische Bergdorf wurden den Malern zum "Projektionsort für Unverdorbenheit und weibliche Anmut", dabei blendeten sie nicht nur aus, dass schon Zeitgenossen die hohe Kriminalitätsrate des Ortes bekundeten. Auch sonst trafen die Maler es nicht besonders gut an, liest Gnam: Gegen die besser ausgebildeten französischen und italienischen Maler vor Ort konnten sich die jungen Deutschen nicht durchsetzen, die Lebensumstände waren schwierig - schließlich starben die meisten jung, etwa durch Tuberkulose oder Suizid. Dabei war manches Talent unter ihnen, wie Maurer etwa am Beispiel des jungen Malers Franz Horny zeigt. Maurers hinreißende Bildbeschreibungen und Details zu Architektur, Farben und mehr lassen Gnam darüber hinwegsehen, dass manche Passage ein wenig langatmig geraten ist. Als schönes, amüsantes Buch empfiehlt es Dirk Schümer in der Welt.
Den Bücherbrief in seiner vollen Pracht können Sie auch per E-Mail betrachten. Dazu müssen Sie sich hier anmelden. Weiterempfehlen können Sie ihn natürlich auch.
Weitere Anregungen finden Sie in den Büchern der Saison vom Herbst 2025, Marie Luise Knotts Lyrikkolumne "Tagtigall", dem "Fotolot" von Peter Truschner, Angela Schaders Literaturkolumne "Vorworte", der Kolumne "Wo wir nicht sind" und in den älteren Bücherbriefen.
Literatur
David VajdaDiamanten
Roman
Carl Hanser Verlag, 176 Seiten, 23 Euro
(bestellen)
Schön, wenn Debüts so toll besprochen werden. Aber dass ein Debütroman gleich als eine der herausragendsten Neuerscheinungen der Saison gilt, wie uns David Hugendick in der Zeit verspricht, ist eher selten. Aber auch die anderen Kritikerinnen sind überzeugt von der Geschichte um eine exzentrische Bohème-Familie, bestehend aus ex-jugoslawischem Vater und vier erwachsenen Geschwistern, die sich nach dem Tod der Mutter überall auf der Welt zusammenfinden. So landen wir in Berlin und Belgrad, Hollywood, Griechenland und in der Provence, wo die Familie trauert, trinkt, sich erinnert und über Film und Kunst sinniert. "Es gibt sie noch, die ernstzunehmende Literatur", atmet in der NZZ Zelda Biller auf, schon weil Vajda auf Aktivismus und Experimente verzichtet, und sie einfach mit Talent für Tragikomik und Dialogen überzeugt, die den Vergleich mit J.D. Salinger nicht scheuen müssen, wie Biller findet. Hugendick lobt den temporeichen Roman in der Zeit nicht nur als "kleines Kunststück", das zum Mitfühlen einlädt, sondern attestiert den Figuren auch eine derart "glühende Präsenz", dass er vergisst, dass sie "nur aus Papier" ist.
Christoph PetersEntzug
Roman
Luchterhand Literaturverlag 2026, 400 Seiten, 24 Euro
(bestellen)
Die Kritiker zollen Christoph Peters viel aufrichtige Anerkennung. Nicht, weil er von seiner schweren Alkoholsucht und dem anschließenden Entzug erzählt, sondern weil er es in Form großer Literatur tut. Denn dieser autobiografisch geprägte Roman widersetzt sich allen Klischees von romantischem Säufertum, heiligen Trinkern und so weiter, versichert Sandra Kegel in der FAZ. Zunächst wird die Sucht behandelt, vom Rausch bis zur Panik, alles zu verlieren, die Kritikerin liest von Morgenden, an denen der Pegel schon bei über 2,3 Promille liegt oder vom Versteckspiel vor der Familie. Im zweiten, größeren Teil erzählt Peters schließlich präzise protokollarisch vom Entzug in der Klinik. Gerade, dass er auf Genauigkeit setzt, statt ein literarisches Feuerwerk zu zünden, imponiert Kegel: Hier wird Alkoholismus in seiner ganzen bitteren Banalität beschrieben, und zwar ohne Moralkeule, meint sie. Auch SZ-Kritiker Bernhard Heckler wird von der "dokumentarischen Wucht" des Buches umgeworfen, während jene Passagen, in denen Peters seine Fantasie schäumen lässt, den Dlf-Kritiker Jan Drees gar an Joseph Roths Novelle "Die Legende vom heiligen Trinker" erinnern. Für Drees ganz klar einer der "besten Romane dieses Bücherfrühlings", der nicht nur von Trostlosigkeit und Trost erzählt, sondern mit Peters' Veronika auch eine ganz besondere Heldin im Hintergrund zeigt. Und für den taz-Rezensenten Dirk Knipphals erscheint hier der trockene Alkoholiker als interessante literarische Figur unserer Zeit, ohne einen gesellschaftskritischen Anspruch zu erheben.
Dana GrigorceaTanzende Frau, blauer Hahn
Roman
Penguin Verlag 2026, 160 Seiten, 22 Euro
(bestellen)
Den perfekten Roman für den Sommer - oder zumindest die Vorfreude darauf, schenkt uns Dana Grigorcea. Die in Rumänien geborene Autorin entführt uns in eine bukolische Sommeridylle in den rumänischen Karpaten, wo sich nicht nur eine zarte Liebesgeschichte zwischen Roxana und Camil abspielt. Denn die beiden, die den ersten Sommer nach der rumänischen Revolution zusammen verbringen, beobachten auch die Paare um sie herum und versuchen zu ergründen, was Liebe ist. Erzählt wird auf verschiedenen Ebenen: So erinnert sich die erwachsene Roxana an den inzwischen verstorbenen Camil, zudem tritt eine Schriftstellerin auf, die die Geschichte der beiden vor Publikum erzählt. Klingt kompliziert, ist aber so elegant und raffiniert verzahnt, dass der Roman zu einem "verführerischen Kunststück" wird, wie Hubert Winkels in der SZ versichert. Spannung und eine schöne Mischung aus Melancholie und Komik attestiert Christoph Schröder im Dlf dem Roman. Und NZZ-Kritikerin Leonie C. Wagner, die Grigorcea zum Gespräch getroffen hat, spürt nach der Lektüre nur Leichtigkeit und Lebenslust.
Monika Maron"Immer noch freundlich, aber kaum noch geduldig"
Tagebücher 1980-2021
Hoffmann und Campe Verlag 2026, 256 Seiten, 28 Euro
(bestellen)
Kaum eine Kritik, die nicht mit der Erleichterung einsetzt, dass Monika Maron davon abgesehen hat, ihre Tagebücher zu verbrennen. Denn in den Texten aus den Jahren 1980 bis 2021 lässt sich eine Menge über die streitbare Autorin erfahren, wie Angela Gutzeit im Dlf verspricht: Über ihre Anfänge als Schriftstellerin in der DDR, die sich fragt, warum sich so wenige in dem Land wehren, über ihre ersten Reisen in den Westen, deren Schilderungen für Gutzeit ein Highlight ist, über den "Papierkrieg" mit den zuständigen Ministerien. Geldnot ist ein immer wiederkehrendes Thema, aber auch die Befremdungen im Westen. Frei fühlt sie sich auf einer Reise nach New York, wo sie die "Nacktheit der Verhältnisse" begeistert. Irgendwann wurde es der DDR-Führung zu viel mit Marons offener Kritik an den herrschenden Verhältnissen, sie siedelt über in die BRD. Nach der Wende werden die Einträge spärlicher, bedauert Gutzeit. Auch Welt-Kritiker Marc Reichwein liest die Aufzeichnungen mit Gewinn, erfährt er hier doch auch einiges über die Entstehung von Marons Romanen. Aufschlüsse über die jüngere Lebensphasen Marons und ihre zunehmend schärfer werdenden politischen Einlassungen sollte man aber eher nicht erwarten, warnt er vor. Dass Maron immer wieder Selbstzweifel äußert, gefällt dem FAZ-Rezensenten Jürgen Verdofsky, während sich FAS-Kollege Tobias Rüther eher enttäuscht zeigt: Die eklatanten Lücken im Text, auch zum 9. November 1989, befremden ihn ebenso wie die Tatsache, dass Maron ein Interview, das er mit ihr führte, zurückzog.
Judith SchalanskyMarmor, Quecksilber, Nebel
Woraus die Welt gemacht ist
Suhrkamp Verlag 2026, 176 Seiten, 24 Euro
(bestellen)
Poetikvorlesungen sind ein Genre für sich, aber man muss kein Fan sein, um an diesem Buch viel Freude zu haben, versichert Nico Bleutge in der FAZ. Denn zum einen sind Judith Schalanskys Frankfurter Vorlesungen wirklich gut verschriftlicht, aber auch sonst ist das Buch ein großer Wurf, findet der Kritiker. Die Autorin nähert sich der Weltgeschichte, vor allem aber dem Schreiben über die drei Materieformen des Titels: So spürt sie etwa dem Marmor nach, in Marmorbrüchen und Bildhauerateliers, sie untersucht ihn semantisch und phänomenologisch, schließlich führt der Marmor sie von Thassos und Ovid über Marmorstatuen von Frauen bis hin zu Gisèle Pelicot. Dass Schalanskys essayistisches Schreiben selbst wie Bildhauerei funktioniert, indem die Autorin aus einem undefinierten Block etwas fein Ziseliertes, etwas Konkretes schafft, kann der NZZ-Kritiker Paul Jandl nur bewundern. Dabei wird Schalanskys Schreiben nie zum Selbstzweck - und ganz nebenbei behandelt sie noch die großen Fragen unserer Zeit wie Umweltzerstörung, KI oder männlicher Gewalt, gibt uns Nico Bleutge in der FAZ noch mit. Den Traum von Ada Lovelace, eine "poetische Wissenschaft" zu betreiben, den verwirklicht Schalansky hier auf höchst anregende Weise, findet Helmut Böttiger im Dlf Kultur. Auch die Kritiker in taz, Welt und Spiegel versprechen aufregende Lektüre.
Sachbuch
Nicholas PotterDie neue autoritäre Linke
Eine akute Bedrohung für die demokratische Gesellschaft
dtv 2026, 256 Seiten. 14,99 Euro
(bestellen)
Gerade erst hat der Journalist Nicholas Potter im Netz angekündigt, dass er die taz verlassen wird. Hintergründe hat er bisher nicht genannt, auch weiß man nicht, ob der Weggang etwas mit seiner Kritik am Antisemitismus in radikalen Strömungen der Linken zu tun hat, um die es auch in seinem neuen Buch geht. Detailliert beschreibt er darin die Hetzkampagne gegen ihn: beleidigende Memes mit seinem Gesicht, Falschinformationen, wie die Behauptung, er würde vom israelischen Staat bezahlt, Fahndungsplakate mit seinem Gesicht bis hin zu öffentlichen Aufrufen zum Mord - wie ein "digitales Lauffeuer" verbreitete sich all das im Netz, verfasst und geteilt von Menschen, die sich selbst "als links lesen". Peter Laudenbach ist in der SZ entsetzt, aber nicht überrascht von Potters Enthüllungen: Der Journalist analysiere einen "verkürzten Antiimperialismus", den es schon seit den sechziger Jahren gebe, eine naive Weltsicht, die sich in Sympathien für die Gewalt vermeintlicher "Befreiungsbewegungen" äußert. "Akribisch" hat Potter die Vernetzungen von Aktivisten im Netz nachgezeichnet, erklärt Birgit Schmid in der NZZ. Diese machen laut Potter zum Teil auch gemeinsame Sachen mit Islamisten und lassen sich von Hamas- und Hizbollah-Propaganda radikalisieren. Auch russische Einflussnahme spiele eine wichtige Rolle, wie zum Beispiel beim mittlerweile verbotenen Portal Red Media. Für die Demokratie ist diese Entwicklung gefährlich, resümiert Schmid, denn eine progressive Linke ist wichtig für die Gesellschaft. Im Interview mit dem Tagesspiegel (unser Resümee) fragte sich Potter, wie Linkssein heute überhaupt noch geht: Jedenfalls nicht ohne Liberalismus, stellt er fest. Hingewiesen sei auch auf Richard Schuberths Buch "Vom Antisemitismus der keiner sein will" (bestellen), in dem der Wiener Dichter und Gesellschaftskritiker in 39 Essays den antisemitischen Tendenzen seit dem 7. Oktober auf den Grund geht und Marko Martin damit im Dlf Kultur beeindruckt zurücklässt.
Craig BrownQ
Das unglaubliche Leben der Queen
C.H. Beck Verlag, 750 Seiten, 39,90 Euro
(bestellen)
Vor wenigen Wochen wäre Queen Elizabeth II. hundert Jahre alt geworden, aber es gibt viel mehr gute Gründe dieses Buch zu lesen, wie uns die Kritiker versichern. Denn auch wenn es beileibe nicht die einzige Biografie der britischen Monarchin ist, fördert der Journalist und Satiriker Craig Brown doch noch viel Unbekanntes, Kurioses zutage. Wer wusste schon, dass Anne Frank in ihrem Versteck ein Bild der Queen an die Wand geheftet hatte? Darüber hinaus ist es aber auch die Art und Weise, wie sich Brown der Queen nähert, die dieses "Monumentalwerk" so einzigartig macht, versichert Dominic Johnson in der taz: Nicht nur unterhaltsam und anekdotenreich, sondern geradezu phänomenologisch. So liest er von den vielen Begegnungen mit den unterschiedlichsten Menschen, denen die Königin geradezu "grotesk oberflächlich" entgegentrat, wie Anne-Kathrin Weber im Dlf Kultur schreibt. Dass Brown statt auf einen "kniefälligen Ton" auf bissigen Humor vor allem bei der Beschreibung der übrigen Royals setzt, gefällt Weber ebenso gut wie die Bebilderung. Ein "herrliche bizarres" Buch, das auch von der Besessenheit vieler Menschen mit der Queen zeugt, lobt der britische Autor John Banville im Guardian.
Andreas MöllerDie Unterschätzten
Warum sich unsere Zukunft auf dem Land entscheidet
Rowohlt Berlin Verlag 2026, 208 Seiten, 24 Euro
(bestellen)
Der Gegensatz zwischen städtischer und ländlicher Bevölkerung war immer schon von gegenseitigen Vorurteilen geprägt. Aber auch wenn die Probleme auf beiden Seiten liegen: die öffentlichen Diskussionen dominieren meist städtische Perspektiven, wie der Kommunikationsmanager Andreas Möller in seinem Buch festhält. Und spätestens seit den Bauernprotesten 2024 ist ihm klar, dass im Verhältnis Stadt/Land etwas ordentlich schief läuft. Das muss sich ändern, meint er, und hat das Urteil der Kritik auf seiner Seite: FAZ-Kritikerin Anne Kokenbrink sieht in dem Buch einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Verständigung, denn Möller gehe vor allem dem Gefühl der Landbewohner nach, über deren Köpfe hinweg entschieden werde, beispielsweise beim Thema Energiewende (kein Wunder, im Bundestag sind nur noch vier von 630 Abgeordneten Bauern). Besonders gefallen der Rezensentin jene Passagen, in denen die Thesen durch konkrete Erfahrungen veranschaulicht werden, etwa wenn sich Möller mit einem Jugendfreund unterhält, der als Landwirt arbeitet. Auch der Historiker Florian Keisinger lobt das Buch in der SZ: Warum sich der ländliche Raum abgehängt fühlt und was dagegen unternommen werden kann, erklärt Möller anschaulich, findet der Kritiker und auch Welt-Rezensent Marc Reichwein fühlt sich "sachkundig und zahlengesättigt" informiert. Streckenweise hat Möller schon recht, aber insgesamt findet Claudia Fuchs im Dlf das Buch zu konservativ, linke Medien würden kaum zitiert. Auch findet sie den Graben zwischen Stadt und Land gar nicht so groß, vieles, was der Autor für Landwirte feststellt, gilt schließlich auch für prekäre Berufe in der Stadt, meint sie.
Christoph Möllers, Nils WeinbergÖffentliche Kunstfreiheit
Suhrkamp Verlag 2026, 180 Seiten, 20 Euro
(bestellen)
Wann gibt es schon mal ein juristisches Fachbuch, über das auch Nicht-Juristen hitzig diskutieren können? "Die Meinungsfreiheit ist weniger stark geschützt als die Kunstfreiheit", hält der Jurist Christoph Möllers in einem Interview mit der Berliner Zeitung fest. Möllers wurde nach dem Antisemitismus-Skandal bei der documenta 15 und der massiven Kritik an den Verantwortlichen mit der Erstellung eines Gutachtens beauftragt, das als Leitlinie für die Zukunft gelten soll. Nun hat er zusammen mit Nils Weinberg ein Buch verfasst, in dem er noch einmal detailliert dem Verhältnis von staatlicher Kontrolle, öffentlichen Institutionen und geförderter Kunst nachgeht. SZ-Rezensent Peter Richter kommt bei der Lektüre aus dem ungläubigen Staunen und Markieren im Text kaum heraus: "Brisant" findet er Möllers' Positionen, denn dieser argumentiert, dass auch antisemitische Positionen in öffentlich geförderter Kunst vom Staat toleriert werden müssen - er muss sie kritisieren (dass Institutionen sich wegducken, wie es bei der Documenta versucht wurde, geht gar nicht, meint er) aber verbieten darf er sie, juristisch gesehen, nicht. Jedenfalls nicht, solange der Tatbestand der "Volksverhetzung" nicht erfüllt ist. Das heißt, dass im Zweifelsfall auch jüdische Gemeinden hinnehmen müssen, mit ihren Steuergeldern antisemitische Kunst zu fördern. Statt Verboten plädiert der Jurist für "diskursives Dagegenhalten", ein, wie er selbst zugibt, eher schwaches Mittel, aber der einzig mögliche Kontrollmechanismus. Ein Standardwerk für KulturmanagerInnen, das es in sich hat, findet Richter.
Golo MaurerOlevano
Als ein paar romantische Aussteiger in Italien die deutsche Kunst erfanden
C.H. Beck Verlag 2026, 384 Seiten. 29,90 Euro
(bestellen)
Man möchte sofort nach Olevano im römischen Hinterland reisen, so "berückend anschaulich" beschreibt der Kunsthistoriker Golo Maurer die Gegend, in der eine Gruppe deutscher romantischer Jünglinge die erste Künstlerkolonie gründete, verspricht Andrea Gnam in der FAZ. Das idyllische Bergdorf wurden den Malern zum "Projektionsort für Unverdorbenheit und weibliche Anmut", dabei blendeten sie nicht nur aus, dass schon Zeitgenossen die hohe Kriminalitätsrate des Ortes bekundeten. Auch sonst trafen die Maler es nicht besonders gut an, liest Gnam: Gegen die besser ausgebildeten französischen und italienischen Maler vor Ort konnten sich die jungen Deutschen nicht durchsetzen, die Lebensumstände waren schwierig - schließlich starben die meisten jung, etwa durch Tuberkulose oder Suizid. Dabei war manches Talent unter ihnen, wie Maurer etwa am Beispiel des jungen Malers Franz Horny zeigt. Maurers hinreißende Bildbeschreibungen und Details zu Architektur, Farben und mehr lassen Gnam darüber hinwegsehen, dass manche Passage ein wenig langatmig geraten ist. Als schönes, amüsantes Buch empfiehlt es Dirk Schümer in der Welt.
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