"Die Tatsache, dass
Assange nicht an die USA ausgeliefert wurde, dass er lebt und seine Arbeit als Aufklärer weiterführen kann, bedeutet einen Sieg für die Pressefreiheit",
sagt Günter Wallraff im
FR-Gespräch: "Wenn man einem jahrelang Inhaftierten die Freiheit gegen ein
Teilschuldeingeständnis in Aussicht stellt, würde sich fast jeder darauf einlassen - aber doch nicht aus freien Stücken oder innerer Überzeugung. Da ging es letztendlich um
Leben oder Tod. So wurde öffentlich, dass der damalige CIA-Direktor Mike Pompeo plante,
Assange entführen zu lassen oder eine - im CIA-Sprech - extralegale Tötung zu organisieren. ... Der Deal war eine
Erpressung, damit die Verantwortlichen ihr Gesicht wahren können."
Der britische Computerwissenschafter
Stuart Russel hat bereits 2020 in seinem Buch
"Human Compatible" vor
Künstlicher Intelligenz gewarnt. Eine Machtübernahme durch KI würden wir zunächst gar nicht bemerken, ein leistungfsfähiges KI-System könnte seine Pläne verbergen, "bis es sich seines Erfolges sicher ist", prophezeit er im
Tsp-Gespräch: "Wir statten große Sprachmodelle wie ChatGPT bereits mit der Fähigkeit aus,
langfristige Pläne zu erstellen und umzusetzen, und auch mit den Mitteln, um in der realen Welt Bankkonten, Kreditkarten, E-Mail- und Social-Media-Konten zu unterhalten. Solche Systeme können
Menschen dafür bezahlen, Dinge zu tun, und könnten schon bald mit robotischen Erweiterungen ausgestattet werden, um direkt in der physischen Welt Dinge verrichten zu können."