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Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Wer wir sind

Wer wir sind

02.12.2007. Der Perlentaucher stellt sich vor.
Zuletzt aktualisiert am 5. Dezember 2013.

Der Perlentaucher ist das führende und unabhängige Kultur- und Literaturmagazin im deutschsprachigen Internet. Er ist seit dem 15. März 2000 online. Seitdem veröffentlicht unsere Redaktion täglich eine Feuilletonrundschau, einen Medienticker, eine Bücherschau und wöchentlich eine Magazinrundschau - neben vielen eigenen Artikeln.

Der Perlentaucher wurde 2000 von Thierry Chervel, Adam Cwientzek, Anja Seeliger und Niclas Seeliger gegründet.

Anja Seeliger und Thierry Chervel kommen aus dem Kulturjournalismus und haben ihr Metier in Zeitungen wie der taz, der Süddeutschen Zeitung, der Frankfurter Allgemeinen, der Vogue und anderen Medien erworben. Niclas Seeliger ist Betriebswirt. Adam Cwientzek, der den Perlentaucher technisch konzipierte, arbeitet heute nach Stationen in der Fraunhofergesellschaft in der Autoindustrie.

Im Jahr 2000 machte der Perlentaucher durch ein Schriftsteller-Forum von sich reden. Stephan Wackwitz schrieb den Eröffnungstext. Georg Kleins Text wurde zeitgleich von der FAZ gebracht. (Diese ganz frühen Texte sind leider im Perlentaucher nicht archiviert.)

Im Juni 2003 wurde der Perlentaucher mit dem Grimme-Preis für Online-Journalismus, dem Grimme Online Award ausgezeichnet (mehr hier) In der Begründung der Jury hieß es: "Das neue Genre der Hypertextkolumne... ist eine der wenigen wirklich neuen Darstellungsformen im Netz. Die Jury ist zu der Auffassung gekommen, dass der Perlentaucher selbst ein Kleinod ist."

Mehr Zitate über den Perlentaucher in "Was sie sagen".

Im September 2003 war der Perlentaucher auf die Konferenz "Was vom Tage bleibt" über die Lage des Feuilletons in Halle eingeladen. Unter dem Titel "Fallende Blätter" resümierte er die Tagung und brachte auch einige eigene Debattenbeiträge.

Im Jahr 2005 hat der Perlentaucher mit Förderung der Kulturstiftung des Bundes eine englischsprachige Schwesterseite gegründet: signandsight.com richtete sich an ein internationales Publikum und will mit einer eigenen Feuilletonschau, Übersetzungen ausgewählter Artikel und Themen-Schwerpunkten einen Einblick in das zeitgenössische Kulturleben und die gesellschaftliche Debatte in Deutschland geben. Motto von signandsight.com, war "Let's Talk European". Darin ist die Grundidee von signandsight.com angesprochen: Europa existiert zwar als politische Institution und als Wirtschaftsraum, ist aber nach wie vor zersprengt in nationale Öffentlichkeiten. Die englische Sprache und das Netz können helfen, eine europäische Öffentlichkeit aufzubauen. Siehe hierzu auch Thierry Chervels Manifesto "Let's Talk European", auf Deutsch und auf Englisch.

Von Juli 2005 bis April 2008 betreute die Perlentaucher Medien GmbH im Auftrag der Bundeszentrale für politische Bildung den europapolitischen Newsletter eurotopics.

Im Januar 2007 lancierten der Perlentaucher und signandsight.com eine europaweite Debatte über "Islam in Europa". Eröffnet wurde sie auf Englisch in signandsight.com mit der Polemik eines französischen Intellektuellen, Pascal Bruckner, gegen einen britischen Autor, Timothy Garton Ash, der in der New York Review of Books über den Mord an Theo van Gogh in Amsterdam nachdachte. Die Debatte stieß auf ein riesiges internationales Medienecho. Mehr dazu hier. Der Suhrkamp-Verlag hat die Debatte später zu einem Buch gebündelt. Mehr zum Buch hier.

In deutschen Medien machte dagegen mehr der Rechtsstreit zwischen Frankfurter Allgemeiner Zeitung und Süddeutscher Zeitung und Perlentaucher von sich reden. Die beiden Zeitungen verklagten den Perlentaucher: Sie wollten erreichen, dass der Perlentaucher den Vertrieb von Resümees ihrer Buchkritiken an Internetbuchhändler unterlässt. Die Zeitungen begründeten ihre Klage mit urheberrechtlichen, wettbewerbsrechtlichen und markenrechtlichen Argumenten. Nachdem Landgericht und Oberlandesgericht Frankfurt die Klagen der Zeitungen abgewiesen haben, ging die Sache zum BGH, das die Sache ans OLG Frankfurt zurückverwies. (Mehr hier). Am Ende stellte sich heraus, dass alles was der Perlentaucher tut, rechtens ist. Nur einige Zitate in den Rezensionsnotizen waren den Richtern zuviel. Die Gegenseite musste neunzig Prozent der Kosten tragen. Die FAZ flankierte die Prozesse mit extrem negativer Berichterstattung über den Perlentaucher, ohne zu erwähnen dass sie Partei in dem Prozess war. Wir antworteten mit einigen Richtigstellungen sowie einem Artikel über die "Perlentaucher-Affäre" und das System Schirrmacher.

Mit dem Relaunch vom 1. Dezember 2007 modernisierte sich der Perlentaucher. Er gab als eine der letzten Seiten im Netz das "Hundertprozent-Layout" auf, in dem sich der Inhalt der Website der Bildschirmgröße anpasst. Das Layout wurde auf 1024 Pixel Breite optimiert wie etwa bei der New York Times. Neue Inhalte und Formen kamen hinzu. Der Perlentaucher entwickelte das Redaktionsblog "Im Ententeich", das es erlaubt, stärker kommentierend oder glossierend das Tagesgeschehen zu reflektieren. Und auch die Leser bekommen endlich die Möglichkeit, Kommentare zu schreiben. Der Perlentaucher will auch den Fokus erweitern und neben den traditionellen Zeitungen auch mehr die elektronische Medien und das Netz beobachten.

Archiv: Presseschauen

Physik ist, wenn es nicht gelingt

02.05.2016. Die NZZ bewundert die Kunst des Gustave Jossot, mit schiefen Fressen Werbung zu machen. In der FR freut sich Robert MacFarlane, dass jetzt auch Wanderfalken in den Großstädten rund um die Uhr ihren Imbiss bekommen. Die SZ verirrt sich in der wiedereröffneten Hamburger Kunsthalle auf dem Weg zur Abteilung Transparenz. Die Nachtkritik erkundet mit Angela Richter in Köln das Darknet. Die FAZ wiegt sich zu Yehudi Menuhins innig-süßen Portamenti. Mehr lesen

Gestohlen, gekauft, gerettet

02.05.2016. Neue enthüllte TTIP-Geheimdeals lassen die SZ um den Rechtsstaat fürchten. Was bleibt fürs Humboldt-Forum, wenn auch alle anderen Institutionen schon die Kulturen thematisieren?, fragt der Tagesspiegel, und antwortet auch. Die FAZ erklärt, wie konservative türkische Imame junge Muslime in die Arme der Salafisten treiben. Im Guardian fragt Nick Cohen, ob die Labour-Partei den Antisemitismus in ihren Reihen überhaupt noch los werden kann. Im New York Magazine versucht sich Andrew Sullivan mit Platon einen Reim auf Trump zu machen. In der Welt fürchtet Andrzej Wajda einen neuen Faschismus in Europa. Mehr lesen

Dompteurin des Universums

02.05.2016. Zwischen Bindung & Bröckelei: Patrick Bahners über die Zukunft des Buchgeschäfts & Bundestag dehnt Buchpreisbindung auf E-Books aus - Literatur & Kapitalismuskritik: Das Geld verschlingt uns - Offener Bruch: Pressefreiheit in Hongkong - Streitkultur: Gute Sitten versus gutes Recht oder Sein & Streit: Denken & Sprache - Ästhetiker des Widerstands. Peter-Weiss-Jahr + Theater-Nachtkritiken aus Greifswald, Heidelberg, Köln, Mainz & Zürich. Mehr lesen

Zu Monet für seine Augen

26.04.2016. The Nation lernt den Unterschied zwischen unfertigen und unvollendeten Kunstwerken. Das New York Magazine erinnert an die Whitney-Biennale 1993, die den Identitätsdiskurs in der Kunst etablierte. Die New York Review of Books besucht die große Degas-Ausstellung in New York. Harper's erinnert sich an die sexuellen Masken von Prince. Scientific American unterhält sich mit dem Mathematiker Scott Aaronson über Quantencomputer. In La Regle du Jeu bedauert die marokkanische Autorin Fatima Zohra Rghioui, dass viele muslimische Franzosen hinter den Stand der Debatte in ihren Herkunftsländern gefallen sind. Tablet erzählt, wie jüdische Gangster 1933 Hitler ermorden sollten.
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Archiv: Bücher

Wie Widerspruch entsteht

02.05.2016. Die taz blickt mit Boualem Sansals "2084" in eine düstere Zukunft, in der Religion über die Politik triumphiert hat. Mit Schaudern betrachtet die SZ den vor Wut schwitzenden Kneipenhelden, der ihr in Jaroslav Rudis' Roman "Nationalstraße" begegnet. Oder war es in Dresden? Die FAZ empfiehlt einen Band zu Corporate Governance. Mehr lesen

Berlin festhalten

02.05.2016. Schade: Nur bis 6. Mai läuft die Ausstellung "Berlin Raum Radar", die einige aktuelle Blicke auf die Stadt versammelt.
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Kai war frischer

27.04.2016. Über starke Schwächen von Henry James, zu schnell genommene Fermaten bei Bach, Unschärfen des Philosophen Siedentop und Schönheitsideale des Akrobaten Chaplin. Mehr lesen

Sehen, was nicht vorgesehen

19.04.2016. Die Lyrik, dieses "ungereimte Zeug" (Schrott), der man lange Zeit ein Schattendasein nachsagte, ist im Aufwind - mit lebhaften Debatten, einer Vielfalt an Positionen und internationalen Vernetzungen. Vier kurze Hinweise. Mehr lesen

Archiv: Magazin

Die Ethnozentriker, ihre Vordenker und die Deutschen

22.04.2016. Die Auseinandersetzung mit der AfD vor dem Hintergrund der Flüchtlingsfrage wird der Lackmustest für die deutsche Demokratie. Bislang hat die deutsche Politik den Rechtsextremismus schmählich verdrängt - das Versagen im NSU-Skandal reichte bis in die Spitzen des Apparats. Auf die Fünfprozenthürde für die AfD bei den Bundestagwahlen darf keiner mehr hoffen. Wie also umgehen mit der AfD und den von ihr instrumentalisierten Themen? Mehr lesen

Khünbish

11.01.2016. Es handelt sich um die Tradition der Tabunamen. Stirbt das Erstgeborene, geben die Eltern ihrem nächsten Kind einen möglichst unvorteilhaften Namen, um die bösen Geister abzuwehren. Sie nennen es Muunokhoi, bissiger Hund, oder Khünbish, kein menschliches Wesen … Eine Erzählung Mehr lesen

Nobel für Swetlana Alexijewitsch

08.10.2015. Die Schwedische Akademie hat gesprochen: Der Nobelpreis für Literatur 2015 geht an Swetlana Alexijewitsch.
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Wenn einer nicht schlafen kann

22.07.2015. Ein Popsong als Diorama auf sämtlichen Kanälen, Tiere in Hotelzimmern auf Videobillboards, Chloë Sevigny als einsame Reisende in einem Spiegelkabinett: In Doug Aitkens Kunst gibt es nichts, was es nicht gibt, nichts, was nicht geht. Einstmals gefeiert als postmoderner Erzähler auf "multipler Leinwand", bespielt er nun die Frankfurter Schirn, als wäre sie sein Flagship-store. Mehr lesen