23.06.2016. 
Das für seine voyeuristischen Geschichten bekannte Magazin
RadarOnline behauptet, bei
Michael Jackson seien 2003 üble Bilder von
missbrauchten Kindern aufgefunden worden und präsentiert einen Polizeibericht. Angeblich seriöse Medien von der
Deutschen Welle bis zum
Rolling Stone beten diese Meldung nach. Liest man den Polizeibericht, stellt man fest, dass es sich um Bildbände von
Simen Johan oder
Rineke Dijkstra handelt, die in jedem Online-Buchhandel zu beziehen sind. Aber wer kümmert sich um die Realität, wenn er so eine
geile Geschichte hat? Von
Thomas Groh 31.05.2016. Die große Reporterin Gabriele Goettle wird heute siebzig Jahre alt. Pünktlich zu ihrem Geburtstag soll sie fristlos ihre Wohung räumen. Gekündigt hat ihr die Frauenrechtlerin Barbara Duden.
04.04.2016. 
Zum Tode des schwedischen Dichters, Philosophen, Mathematikers und Romanciers
Lars Gustafsson. (
Foto: Frankie Fouganthin/Wikipedia)
Von
Marie Luise Knott 13.02.2016. Heute abend
diskutieren in Berlin die Reporterin
Swetlana Alexijewitsch, der Historiker
Andrei Sorokin, der Historiker und Mitbegründer von Memorial
Arsenij Roginskij und der Historiker
Lascha Bakradse über die Aufarbeitung des
Stalinismus in den postsowjetischen Staaten.
Swetlana Alexijewitsch ist in Russland und Weißrussland berühmt für ihre literarischen Reportagen. Auch im Westen ist sie keine Unbekannte, doch ist sie hier längst nicht so bekannt wie beispielsweise Ryszard Kapuscinski. Am Freitag trat sie schon im Collegium Hungaricum auf, um aus ihrem neuen Buch "Second-Hand-Zeit - Das Ende des roten Menschen" vorzulesen (noch nicht erschienen). "Ich habe versucht ein Bild von der neuen Welt nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, dem Zusammenbruch der Utopie darzustellen", sagte sie. "Jetzt gibt es den freien Menschen, dachte ich. Aber er ist zu dieser Freiheit nicht bereit. Er ist ein Sklave. Ich versuche das zu verstehen." Von
Anja Seeliger 10.02.2016. 
Ist die
Zahl der Literaturkritiken in den großen Zeitungen nun gesunken oder nicht? Laut
Perlentaucher-Zahlen ja, und sogar recht deutlich, wenn auch nicht so stark wie die Zahl der Sachbuchkritiken. Von
Thierry Chervel 10.02.2016. 
Nur ein Hinweis: In zwei interessanten Ringvorlesungen widmet sich die
Freie Universität Berlin diesem Sommersemester der
Freiheit der Kunst und der
Kunst des Protestes. Heute geht es los. Die
Mosse Lectures der Humboldt Universität erkunden dagegen Bekehrung und innere Einkehr. Von
Thekla Dannenberg 08.02.2016. Was Mathias Müller von Blumencron da sagt, ist schon frech. Qualitätsmarken in der deutschen Medienlandschaft wachsen nicht nur nicht, sie schrumpfen und schrumpfen und schrumpfen. Von Thierry Chervel
13.01.2016. Der
#ausnahmslos-Aufruf umstellt die realen Ereignisse mit Denk- und Sprechverboten. Er will die Realität mit seinem postkolonialen und Gender-Diskurs aber auch
gar nicht beschreiben, sondern zurichten. Politiker sind entzückt. Von
Thierry Chervel 18.12.2015. Detlef Felken vom Verlag C.H. Beck protestiert in der
Zeit gegen die Rückfallklausel in der geplanten Urheberrechtsreform. Vielleicht zu Recht. Nur dass
das mit der Treue in den Verlagen heute auch nicht mehr so funktioniert, wie einst. Eine Erwiderung Von
Ralf Bönt 04.11.2015.
Perlentaucher lanciert
lit21.de, ein literarisches Metablog, das literarisch relevante Texte und Informationen aus Blogs, Zeitungen und Radios bündelt und als
konzentrierten Neuigkeitenstrom darstellt.
19.10.2015. Warum ich zu Navid Kermanis Gebet nicht aufgestanden bin. Von Thierry Chervel
18.10.2015.
Update: Der Deutsche Buchpreis geht an
Frank Witzel.
Alle
nominierten Romane im Überblick, samt Links zu unseren Rezensionsnotizen. Von
Thomas Groh 08.10.2015. Warum verehren heute wieder so viele Russen Stalin? Wie arbeiten die ehemaligen Sowjetrepubliken den Stalinismus auf? Über diese Fragen diskutierten gestern abend in der Heinrich-Böll-Stiftung die Weißrussin Swetlana Alexijewitsch, der Georgier Lascha Bakradse und die Russen Arsenij Roginskij und Andrei Sorokin. Der Abend war ein weiterer Höhepunkt des bisher schon so reichen
Internationalen Literaturfestivals Berlin. "Die
Luft ist schwer zu atmen geworden", sagte der Moskauer
Historiker Andrei Sorokin, der 1991 den
Verlag Rosspen gegründet hatte, um in Zusammenarbeit mit der Organisation
Memorial in einer hundertbändigen Reihe die entscheidenden Dokumente und Schriften zur Geschichte des Stalinismus zu veröffentlichen. Wie Sorokin in seinem Eingangsstatement erklärte, ist nicht unbedingt die
Verdrängung des Stalinismus das Problem in Russland, auch wenn tatsächlich die Bemühungen um die historische Erforschung und den wissenschaftlichen Diskurs zunehmend torpediert würden. Das weitaus gravierendere Problem sei die positive Verklärung Stalins nicht nur in Fernsehserien, sondern auch in Schulbüchern. 1989 sahen nur 18 Prozent der Bevölkerung in Stalin einen Wohltäter des russischen Volkes, berichtet Sorokin, 1998 waren es bereits 36 Prozent und heute sind es über 50 Prozent. Da könne man nicht einmal mehr von einem mythologischen Stalin-Bild sprechen, das sei eher ein
zoologisches, gibt Sorokin… Von
Thekla Dannenberg 21.07.2015. Sowohl Internet als auch Telefon sind wegen eines Problems von O2 in Berlin-Mitte zusammengebrochen. Aber per Handy sind wir erreichbar.
09.07.2015. Berthold Seliger fordert in seinem Buch "I Have a Stream" die Abschaffung der öffentlich-rechtlichen Sender. Einen Tag wie den
6. Januar müssten wir dann immerhin nicht mehr überstehen! Von
Thierry Chervel 28.05.2015. Den ersten Schritt zur
Transparenz in der FIFA können
ARD und
ZDF machen, indem sie die Konditionen veröffentlichen, zu denen sie TV-Rechte kaufen. Sonst machen sie die
Gebührenzahler zum Teil eines korrupten Systems. Von
Thierry Chervel 06.05.2015. 
In der Berliner Ringvorlesung zur "Freiheit der Kunst" umriss
Heinz Bude die Konturen einer neuen postsäkularen und vielleicht sogar postdemokratischen Ordnung: In dieser neuen Welt muss
Kunst Respekt üben. Von
Thekla Dannenberg 20.04.2015. Der Perlentaucher wird jetzt per https ausgeliefert - und schützt damit seine Leser. Von Justin Salisbury
17.03.2015. 
Das Welterweiternde, Weltverändernde des Gedichts, wie es immer heißt, vielleicht hat es
der Giersch gefressen - oder warum geht der Leipziger Buchpreis an
Jan Wagner? Von
Sascha Josuweit 14.02.2015. Ein Toter, drei Verletzte. Bei einer Veranstaltung über "Kunst, Blasphemie und Meinungsfreiheit" in Kopenhagen in Anwesenheit des französischen Botschafters hat es einen Anschlag gegeben, berichtet das Ekstrabladet in einer Eilmeldung.
02.02.2015.
Heute abend! Der
Perlentaucher organisiert zusammen mit der Heinrich-Böll-Stiftung und Internationalen Literaturfestival
eine
Podiumsdiskussion über "die
Anschläge von Paris und die Zukunft der offenen Gesellschaft". Mit
Pascal Bruckner,
Micha Brumlik,
Thierry Chervel und
Lamya Kaddor.
29.01.2015. 
Die neue Qualität nach den Pariser Massakern liegt darin, dass Redakteure und Intellektuelle die Selbstzensur nunmehr
aktiv und ungeniert verfechten. Zur Kritik an den Zeichnungen von
Charlie Hebdo, Teil drei Von
Thierry Chervel 28.01.2015. 
In der
SZ fragt Andreas Zielcke: "Was soll Satire? Was darf sie?" Und zwar weniger und weniger. Zur
Kritik an den Zeichnungen von
Charlie Hebdo, zweiter Teil. Von
Thierry Chervel 27.01.2015. 
Was man politisch ablehnt, sollte man nicht versuchen, mit ästhetischen Argumenten zu erledigen. Antwort auf Ulf Erdmann Ziegler. Von
Thierry Chervel 14.01.2015. ... gibt der
Perlentaucher bekannt, dass er ab heute ein "
responsives Design" hat und auch auf
Smartphones wesentlich komfortabler zu lesen ist. Von
Anja Seeliger 12.01.2015. 
Nach dem Anschlag auf
Charlie Hebdo und ein jüdisches Geschäft stand im angeblich so
staatsgläubigen Frankreich die Zivilgesellschaft auf - während die
USA und Großbritannien nach Terrorattacken fast ausschließlich mit staatlichen Mitteln reagierten. Von
Thekla Dannenberg 11.01.2015. 
Vor der großen Demo in Paris.
Daniel Cohn-Bendit kritisiert in Libération die franzöischen Medien.
08.01.2015. Le Monde veröffentlicht
eine alte Fernsehreportage, in der einer der mutmaßlichen Attentäter rappt und tanzt. Sehr interessante Hintergründe über seine Terrorgruppe, die "
Filière des Buttes-Chaumont", liefert
Rue89. Von
Thierry Chervel 08.01.2015. 
Anders als bei den dänischen Mohammed-Karikaturen drucken einige deutsche Zeitungen diesmal auch
drastischere Zeichnungen der ermordeten Karikaturisten, wenn auch wenige Mohammed-Karikaturen.
Tagesthemen und
heute journal halten sich sehr zurück, britische und amerikanische Medien noch mehr. (
Bild: Joep Bertrams, via Twitter) Von
Thierry Chervel 07.01.2015. 
Vor der
Französischen Botschaft in Berlin versammelten sich am Mittwochabend etwas tauend Menschen, um ihre Anteilnahme mit den ermordeten Journalisten von
Charlie Hebdo und Polizisten zu bekunden.