
In dieser Woche ärgert sich
Bernard-Henri Levy maßlos darüber, dass weder die Medien noch die Öffentlichkeit in Frankreich auch nur ein Wort zu
Simone de Beauvoir verlieren, die vor 20 Jahren starb. In seinen
Bloc-notes singt er daher ein
Hohelied auf sieben Frauen, die ihm allesamt als "Belege für die Aktualität von Beauvoirs großartigem Werk" gelten: Hillary Clinton, Condoleezza Rice, die chilenische Präsidentin Michelle Bachelet, die französische Politikerin Segolene Royal, die Frauenrechtlerin Fadela Amara, die burmesische Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi - und
Angela Merkel. Über sie schreibt er: "Angela Merkel; 'diese Frau', wie der Putinist und Weltrekordhalter in Sachen Korruption in der Demokratie
Gerhard Schröder sagt; dieses 'Weib', über das er sich im Moment seiner Niederlage schwarz ärgerte...; sie, diese Spezialistin für Quantenphysik (die echten Elementarteilchen sind nicht Houellebecqs Terrain sondern ihres) genießt eine
Popularität, die nicht nur ihren Vorgänger vor Neid erblassen lässt, sondern alle europäischen Regierungschefs. Noch dazu saniert sie die Konten einer Wirtschaft, die dank ihrer die Rolle der
treibenden Kraft innerhalb der europäischen Physik wiederfindet, die sie immer gehabt hat und unbedingt haben soll."
Zu lesen ist außerdem ein
Interview mit dem Direktor des Archäologischen Instituts der Universität Tel Aviv,
Israel Finkelstein, über dessen neues Buch "Les rois sacres de la Bible" (Bayard) und die Frage, ob die
Bibel nur eine Fabel sei.