Stichwort

Aung San Suu Kyi

21 Presseschau-Absätze - Seite 1 von 2
9punkt 13.12.2019 […] Vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag sprach Aung San Suu Kyi im Bezug auf den Genozid an den Rohingya von "Einzelfällen". Beim Versuch, die Wandlung der Friedensnobelpreisträgerin zu erklären, müssen selbst die Postcolonial Studies scheitern, schreibt Caroline Fetscher im Tagesspiegel: "Seit einiger Zeit betreiben die 'Postcolonial Studies' vorrangig Erkundungen derjenigen, die von den Folgen […] der 'Andersheit' zugeschlagen werden können, wird gleichwohl auf Dauer nicht einleuchten. In der Zeitschrift Postcoloniael Politics stellen Mursed Alam und Anindya Parakayastha bitter fest, dass Aung San Suu Kyi im Konflikt mit den Rohingya 'wie eine neo-koloniale Matriarchin' wirkt. Sie plädieren für ein Konzept postnationaler Staaten, um dem Dilemma zu entrinnen, eine neue 'ethisch-politische Agenda […]
9punkt 20.09.2017 […] Aung San Suu Kyi hat in einer Rede die Verfolgung der Rohingya zum ersten Mal angesprochen, blieb aber recht vage, meint Verena Hölzl in der taz: "Auf aggressive Worte verzichtete die Friedensnobelpreisträgerin am Dienstagmorgen: Sie versprach stattdessen, dass alle Menschenrechtsverletzungen strikt verfolgt werden würden. Dabei schreckte sie davor zurück, das Militär direkt anzusprechen. Deutlicher […] Mithilfe von Satellitenbildern hat die Menschenrechtsorganisation nachgewiesen, dass über 200 muslimische Dörfer in Rakhine angezündet wurden." Für Andreas Lorenz, Autor einer Biografie über Aung San Suu Kyi, der heute in der taz kommentiert, sind die Rohingya bedauerliche Opfer der Umstände: "'Die Lady', wie die Birmesen sie nennen, steckt in einer furchtbaren Klemme. Vor allem aber kann sie sich […]
9punkt 06.09.2017 […] attackierten - aber die Sicherheitskräfte im Land verjagten die Bevölkerung in toto und seien verantwortlich für schlimmste Grausamkeiten. Aung San Suu Kyi äußerte sich bisher so gut wie überhaupt nicht zu diesen Exzessen: "In ihrer Nobelpreisrede bemerkte Aung San Suu Kyi: 'Wo immer Leid ignoriert wird, wird Konflikt gesät, denn Leid verbittert und macht zornig.' Der Zorn der Rohingya, die zu Waffen gegriffen […] sprechen sie keine andere Sprache als Englisch. Und oft wussten sie nicht einmal, dass sie keine Papiere haben, bis sie sich um einen Job, einen College-Platz oder einen Führerschein bewarben." Aung San Suu Kyi wäre sicher nicht die erste Kandidatin für eine solche Maßnahme: George Monbiot fordert im Guardian, dass die Nobelpreisentscheidung für die Politikerin widerrufen wird. Es stimme zwar, dass […]
9punkt 05.09.2017 […] Die Rohingya flüchten zusehends nach Bangladesch, das berüchtigte Militär Birmas verfolgt sie unter dem Vorwand, einige Terroristen unter ihnen zu schnappen. Nobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi, die Birma seit über einem Jahr als Staatsrätin lenkt, aber sagt nichts zur Verfolgung  der Rohingya, schreibt Verena Hölzl in der taz: "Ihre Kommunikationsabteilung hingegen scheint sich daran zu ergötzen, […] Terroristen' zu brandmarken. Fast stündlich werden neue Informationen veröffentlicht, die den Eindruck erwecken, Birma sei von Terrororganisationen wie IS oder al-Qaida angegriffen worden. Damit deckt Aung San Suu Kyi Menschenrechtsverletzungen des Militärs, wie sie die UNO, Human Rights Watch und andere Gruppen nach der letzten Sicherheitsoperation des Militärs gegen die Rohingya im Oktober dokumentiert haben […]