Der britische Journalist
Stephen Grey schildert am Beispiel von vier Menschen - einem ägyptischen Asylbewerber in Schweden, einem Australier, einem in Syrien geborenen Kanadier und einem Deutschen arabischer Herkunft, wie die
CIA "systematisch"
ausländische Staatsbürger, die als Terroristen verdächtigt werden, entführt und in Länder bringen lässt, wo gefoltert wird. Grey zitiert einen ehemaligen hochrangigen CIA-Mitarbeiter,
Michael Scheuer: "Scheuer versichert, jede 'Auslieferungs'-Operation sei von Juristen gebilligt worden: 'Innerhalb der Central Intelligence Agency gibt es eine
große juristisch Abteilung, die mit der rechtlichen Interpretation der nachrichtendienstlichen Arbeit befasst ist. Und auch beim
National Security Council des Präsidenten gibt es ein Team von Juristen. Und bei all diesen Entscheidungen sind diese Juristen auf die ein oder andere Weise beteiligt. Sie haben unser Vorgehen abgesegnet. Die Vorstellung, hier handle es sich um eine Schurkerei, die sich irgendjemand mal so ausgedacht hat, ist schlichtweg absurd.' Scheuer erinnert sich, dass er solche Operationen früher - als Chef der Bin-Laden-Einheit - nur organisieren konnte, wenn sie vom
Direktor der CIA oder von dessen Stellvertreter autorisiert waren: 'Die das abzeichnen, sind die Nummer eins und die Nummer zwei des Geheimdienstes.'"
Weitere Artikel:
Christian Caujolle, Gründer und Direktor der Fotoagentur und Galerie VU in Paris,
denkt darüber nach, was es für
Pressefotografen bedeutet, wenn unmittelbar nach Katastrophen hunderte von
Amateuraufnahmen die Geschehnisse dokumentieren. Marc Pellas
beschreibt die halbherzigen Demokratisierungsversuche in
Bahrain: Dort hat der Emir seinem Volk demokratische Rechte und ein Parlament versprochen, mit Hilfe der neuen Verfassung ließ er sich jedoch erst einmal
zum König krönen. Vicken Cheterian
beschreibt den deprimierenden Zustand der
zentralasiatischen Republiken Tadschikistan, Usbekistan, Turkmenistan, Kirgisien und Kasachstan. Und es gibt ein großes Dossier zum Thema
Wasser.