Mit einem Brief an die Bundestagsabgeordneten ("Das Entsetzen hat keine Ende") haben 1145 deutsche Musikerinnen, Musiker und Bands gegen die geplante Änderung des Urheberrechtsgesetzes protestiert. Abweichend von der EU-Richtlinie möchte Deutschland unterhalb einer TikTok-freundlichen
15-Sekunden-Schranke die Verwertung von Musiktiteln erlauben. Im
SZ-Interview
schäumen Balbina, Sarah Lesch, Peter Maffay und Rocko Schamoni vor Wut. Balbina: "Wenn in der Werbepause von ProSieben irgendein Song von mir läuft, werde ich ja schließlich auch gefragt. Und wenn ein Influencer bei
TikTok seine 'Oceans Apart'-Klamotten innerhalb von 15 Sekunden vorzeigt, dazu tanzt und dann gleichzeitig meine Musik läuft, heißt es, naja, das ist ja
User-generated Content und auch nichtkommerziell, weil der sagt ja die Marke nicht. Sorry, aber dann muss er mich erstens fragen, ob er das darf. Und zweitens, wenn er das darf, muss er mir auch Geld davon abgeben. Ganz einfach." Rocko Schamoni glaubt: "Sie haben Angst vor Netzaktivisten.
Die SPD geht in die Knie, weil sie so einen Schiss vor dem Hashtag 'Nie wieder SPD' haben."