
Das
New York Magazine hat diese Woche einen
Modeschwerpunkt. Amy Larocca
porträtiert den
Designer Narciso Rodriguez, der nach einigen kreativen wie finanziellen Auf und Abs gerade eine sehr gute Phase hat: "Seine Kleider waren schon immer schlicht, körperbetont, minimal im Design, aber in den letzten Saisons haben sie eine
schärfere Kontur bekommen und eine selbstbewusstere Silhouette. Rodriguez hat Jahre im Geschäft damit verbracht darüber nachzudenken, wie man das Einfache
sehr,
sehr schön machen kann. Wie man Interesse nicht mit einem Muster erweckt oder einem Puff, sondern mit der
Strenge einer Linie. Es hat ihm auch nicht geschadet, dass gerade eine neue Art von Minimalismus aufsteigt (wie bei Céline). Die Kunst bei minimalistischer Kleidung, wenn sie richtig gemacht ist, besteht darin, dass daneben
alles andere frivol aussieht."
Die Autorin
Lionel Shriver ("We need to talk about Kevin") denkt in einem
Essay über das "
nicht schön sein" nach. Es kommt in vielen Formen. Shriver hatte als Kind vorstehende Zähne, andere schielen, haben ein fliehendes Kinn oder sind fett. Und sie werden
völlig anders behandelt als schöne Menschen. Hier zitiert sie Irina, eine Protagonistin aus ihrem Roman "The Post-Birthday World": "Menschen, die immer gut ausgesehen haben, sagt sie, 'haben keine Ahnung, dass die Art wie sie behandelt werden von
ihrem Aussehen abhängt. Ich wette, dass attraktive Menschen sogar eine höhere Meinung von der Menschheit haben. Weil jeder immer nett zu ihnen ist, glauben sie, dass
jeder nett ist. Aber es ist nicht jeder nett."
Außerdem:
Marc Jacobs spricht über seine
Tätowierungen. Und der Star des Covers, die Schauspielerin und Regisseurin
Lake Bell, die mit einem Tätowierkünstler verheiratet ist,
erklärt, warum sie keine hat. Und hier noch eine
Bilderstrecke mit den
Trends für den Herbst: Supertoll sind diese
Skunk-Handschuhe von Altuzarra!
Kennen Sie den amerikanischen
Volkshelden John Henry, einen befreiten Sklaven aus dem 19. Jahrhundert? Drehbuchautor
Damon Lindelof erklärt Ihnen im Gespräch mit Scott Brown, warum Sie in absehbarer Zeit auf keine
adäquate Verfilmung von Wests tödlichem Kampf gegen die Maschinen hoffen dürfen - aber umso mehr auf eine, in der John Henry von einem
anderen Planeten stammt, Superheldenkräfte besitzt, am Ende doch nicht stirbt, dafür das Mädchen kriegt und selbstredend die ganze Erde rettet: "Niemand
fragt notgedrungen danach, aber es
geschieht einfach irgendwie. Lindelof nennt dies '
Story Gravity', die Schwerkraft der Geschichte. Und damit umzugehen - ob das nun heißt, sich dem zu widersetzen oder sie geschickt zu meistern - ist die große Herausforderung dabei, wenn man diese neue Sorte von Tentpole Blockbustern schreibt. Früher lautete die Frage: 'Wie können wir uns
toppen?' Die neue lautet scheinbar: 'Wie können wir uns
stoppen?'"