Magazinrundschau - Archiv

En attendant Nadeau

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Magazinrundschau vom 28.04.2020 - En attendant Nadeau

Yishai Sarids Roman "Monster" (bestellen) ist auch in der deutschen Kritik auf große Begeisterung gestoßen, und doch hat man den Eindruck, er sei ein bisschen untergegangen. Nun ist der Roman auch in Frankreich erschienen und Natalie Levisalles hat ein ausführliches Gespräch mit dem Autor geführt, der in seinem Roman die Geschichte eines Fremdenführers in Auschwitz erzählt und nebenbei die Fallstricke und Heucheleien heutigen Gedenkens thematisiert. Es geht ihm um Gerechtigkeit, gegenüber den Toten und den Lebendigen. Er erzählt nicht nur, wie widersprüchlich das Verhältnis der jungen Israelis zu Europa ist (man bewundert die Deutschen, aber ganz und gar nicht die Polen) und er schildert, wie in Israel alles von der Geschichte überlagert wird, etwa das Verhältnis von arabischen und osteuropäischen Juden. Ein junges sephardisches Mädchen erzählte ihm, wie der Lehrer "jedes Jahr am Holocaustgedenktag fragte, wer Schoa-Opfer in der Familie hatte. Wer die Hand hob, war meist aschkenasisch und gehörte zu einer Art Elite. Sie konnte nur schweigen, niemand sprach über ihre Geschichte, sie existierte nicht. Wir kann man die Geschichte der Menschen aus Marokko mit der Tragödie in Europa vergleichen? Sie standen im Schatten der Schoa, und das verletzte sie. Wie in einer Familie, wo ein krankes Kind alle Aufmerksamkeit auf sich zieht..."

Interessant liest sich auch Alban Bensas Besprechung einer Neuauflage von Kristin Ross' Buch über Rimbaud und die Commune. Die New Yorker Romanistin, die der knallharten akademischen Linken um Badiou und Rancière nahezustehen scheint, untersucht in dem schon vierzig Jahre alten und jetzt wiederübersetzten Buch Rimbauds Urerlebnis der Kommune, die für die gesamte europäische Linke das Urerlebnis der Revolte war - und sie beschreibt am Beispiel von Rimbauds Poetik der Hand den uralten Traum unglücklicher Jungbourgeois von der Verschmelzung mit anderen Klassen: "In der Hand sah er ein Symbol der Unterwerfung, wenn sie, wie es das Ziel aller Erziehung und Konvention war, nur noch auf einen Zweck hin ausgerichtet wurde." Die Zurichtung auf einen Beruf und Zuweisung zu sozialen Klassen geschah auch über die Zurichtung der Hände, und so wurden sie "vom Körper getrennt". Rimbaud "wehrt sich gegen die Amputation, die Entfremdung ist... Das 'Ich ist ein anderer' ist nicht immer und überall Ausdruck einer kognitiven Verwirrung, sondern ein politisches Bekenntnis."

Magazinrundschau vom 18.02.2020 - En attendant Nadeau

Gab es eine bruchlose Kontinuität zwischen dem Nazisystem Adolf Hitlers und dem späteren Kapitalismus des Wirtschaftswunders in der BRD? Diese These, die alle "Antifaschisten " entzücken wird, vertritt offenbar Johann Chapoutot in seinem Buch "Libres d'obéir - Le management du nazisme à aujourd'hui", das von Maurice Mourier begeistert besprochen wird. An der Figur des SS-Generals Reinhard Höhn macht Chapoutot diese These fest - Höhn gründete nach dem Krieg, unbehelligt wie so viele Nazis, ein Management-Institut, "das nach 1954 die Manager des 'Wirtschaftswunders' lieferte und bis 1972 einen Einfluss auf Europa ausübte". Und dann natürlich die eigentliche Substanz der Kontinuitätsthese: Chapoutot falle es "überaus leicht zu zeigen, dass der Management-Unterricht (vom Antisemitismus abgesehen, der seine faulen Zähne erst zu Beginn des 21. Jahrhunderts wieder bleckte) in unseren 'liberalen Gesellschaften' den selben monströsen Devisen folgt wie in der Epoche des Nationalsozialismus - die Freiheit des Unternehmertums, sorgfältig eingehegt von den Finanzinteressen der Multis, die Freuden des 'open Space'..." Und so weiter. Genau so finster wie heute war's auch zur Nazizeit!

Magazinrundschau vom 07.01.2020 - En attendant Nadeau

Nathan Altman: Anna Achmatowa (1914)


Im Jahr 2015 brachte der heroische Dörlemann-Verlag den Roman "Untertauchen" der hierzulande fast unbekannten Autorin Lydia Tschukowskaja heraus. Das Werk wurde überall besprochen, aber hatte es den Erfolg, den es verdiente? Der kleine französische Verlag Le Bruit du Temps könnte Dörlemann nun zu einer weiteren Tollkühnheit inspirieren, die Übersetzung aller Gespräche mit Anna Achmatowa, die Tschukowskaja über Jahre und Jahre getreulich aufzeichnete und die überhaupt erst ein Licht auf das Werk Achmatowas und die Bedingungen seiner Entstehung werfen. Im Französischen hat der Band, hier besprochen von Christian Mouze, über 1.200 Seiten: "Wir werden Zeuge eines erstaunlichen Spiels von immerwährendem Aufbau und vorübergehender Zerstörung: Achmatowa schreibt und verbrennt dann sofort ihre Gedichte, die Lydia auswendig gelernt hat. Tisch, Blätter, Streichhölzer und Aschenbecher bilden die Elemente eines geheimen Büros der Erinnerung. Ein ebensolches Erstaunen lösen die Gespräche aus, als die beiden in der etwas friedlicheren Periode, die dem Tod Stalins und dem Geheimbericht des 20. Parteitags (1953 und 56) folgt, mit Geduld die Wörter zusammensetzen, die sie aus dem Gedächtnis verloren haben (es kann Monate dauern, bis zwei Verse wiedervereint sind), aus Gedichten, die sie nun endlich schreiben und mit Vorsicht aufheben können, auch wenn es noch nicht möglich ist, sie zu publizieren. So rekonstruiert und vollendet sich, mit zwei Erinnerungen zu vier Händen, das lyrische Werk Anna Achmatowas, so wie wir es heute lesen können."

Bei France Culture ist ein einstündiges Gespräch mit der französischen Übersetzerin Sophie Benech über diesen von ihr herausgebrachten Band zu hören:

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Magazinrundschau vom 03.12.2019 - En attendant Nadeau

Philippe Artières stellt drei Bücher vor, in denen Historiker Fotografien als Ausgangsmaterial ihrer Erzählung und Reflexion benutzen. Eines davon ist "Urbex RDA - L'Allemagne de l'Est racontée par ses lieux abandonnés" des französischen Historikers Nicolas Offenstadt, das auch in Deutschland schon Beachtung gefunden hat (etwa hier, in der Zeit). Offenstadt sucht in dem Band mithilfe von Fotos, aber ohne fotografisch-künstlerische Ambition nach Spuren der DDR. "Zooms auf Inschriften und Panoramaansichten, Details und Großaufnahmen wechseln einander ab. Der Leser befindet sich sozusagen auf dem Desktop des Computers des Historikers und tritt in jeden der sorgfältig benannten und lokalisierten Ordner ein. Der Historiker lädt den Leser also auch zu einem sinnlichen Erlebnis ein, nicht ästhetische Erfahrung, sondern eine der Erinnerung. Wichtig ist, das Sammeln der Spuren zu teilen, das Prinzip der Akkumulation überwiegt jenes der Schönheit, das normalerweise unserem Geschmack für Relikte entspricht. Der Historiker wird zu einem Archivar eines neuen Stils, indem er die Archivmaterialien all dessen, was nicht archiviert wurde, selbst erstellt, jener Überreste, die verwischen, zergehen, erodieren."
Stichwörter: Offenstadt, Nicolas, Zoom

Magazinrundschau vom 06.08.2019 - En attendant Nadeau

Der Koran beansprucht, buchstäblich das Wort Gottes zu sein. Darum stellte sich ziemlich bald nach dem Tod Mohammeds das Problem einer ein für alle mal feststehenden schriftlichen Version, die vom Kalifen Uthman etwa zwanzig Jahre nach dem Tod des Propheten in Auftrag gegeben wurde. Diese Version wird seitdem kaum angetastet, und bis vor kurzem glaubte man, es sei überhaupt keine Abschrift vor dem 9. Jahrhundert überliefert. Aber das ist falsch. In Paris etwa finden sich Abschriften aus dem 7. Jahrhundert, die übrigens ziemlich nah mit dem uthmanischen Kodex übereinstimmen und dennoch ein paar interessante Varianten bieten. François Déroche, Islamwissenschaftler am Collège de France, hat diese Varianten für sein neues Buch "Le Coran, une histoire plurielle" erforscht, und Philippe Cardinal berichtet in En attendant Nadeau ausführlich über seine Ergebnisse: "Die Entscheidung, der Gemeinde eine einheitliche schriftliche Version vorzusetzen, ist dabei durchaus auf Widerstände gestoßen, und 'mindestens bis zum Beginn des 10. Jahrhunderts tauchten immer wieder Fragen zur Echtheit der uthmanischen Version auf', merkt Deroche an. Trotzdem galt der uthmanische Text, 'sorgsam eingefasst von koranischer Gelehrsamkeit, der alle seine Aspekte minuziös in Register fasste' bald als absolut authentisch. So wurde 'der vielfältige Koran der Anfänge' auf eine einzige Version reduziert."

Magazinrundschau vom 02.07.2019 - En attendant Nadeau

Es ist ein sperriger Text, den Catherine Coquio verfasst hat, so literarisch und ins Detail ihrer Lektüren vertieft, dass die Autorin vergisst, die Linien der Verantwortung französischer Akteure für den Genozid in Ruanda klar zu ziehen. Die Lektüre lohnt sich dennoch, besonders in jenen Passagen, in denen sie über das Buch "Rwanda Ils parlent - Témoignages pour l'histoire" von Laurent Larcher spricht. Auch Larcher quält sich bis ins Detail mit der Frage der französischen Verantwortung. Er hat mit vielen der damaligen Akteure gesprochen, und es ergibt sich für Coquio und den Leser das Bild einer Schuld aus Geschehenlassen und halber bis ganzer Unterstützung der Mörder bei gleichzeitigem Intervenieren für die Opfer: "Mitterrand, der große Abwesende des Buchs, schwebt über allem. Jeder Verweis auf die höhere Ebene bezeichnet ihn implizit oder explizit als den letztlich Verantwortlichen, den Entscheider. Aber jenseits des Skandals der politischen Entscheidung und der Identifikation der Hierarchien erlauben diese Gespräche auch einen Blick auf die gemeinsame Vorstellungswelt all jener selbst zu Entscheidungen befugten Akteure. Das ist, was Bernard Kouchner (damals 'Ärzte ohne Grenzen', d.Red.) in einem Moment luzider Genervtheit das 'gaullo-imperiale Denken' nennt, das im Außenministerium noch virulent sei und das aus einer Mischung aus 'unglaublichem Konformismus', aus Ignoranz und Arroganz und primitivem Antiamerikanismus bestehe - wozu sich bei Mitterrand 'eine Spur des Rechtsextremismus' aus der Vichy-Vergangenheit geselle."

Magazinrundschau vom 02.04.2019 - En attendant Nadeau

Paul Sérusier, Le Taölisman. Reprografie: Musée d'Orsay.


Es gibt doch immer noch Ikonen zu entdecken. Dies kleine Bild, 22 mal 27 Zentimeter, ist so eine. Dem Einfluss dieses Gemäldes von Paul Sérusier ist zur Zeit im Pariser Musée d'Orsay eine kleine Ausstellung gewidmet. Sie handelt von der Schule von Pont-Aven, die eine der Etappen auf dem Weg der Kunst zur Abstraktion bildete. Die Maler nannten sich die "Nabis", die "Propheten" und neigten zu Religiosität und Esoterik. Das Bild galt darin als "Talisman", weil es eine neue Malweise in Farbflächen auslöste. Gilbert Lascault führt in die Ausstellung ein. Träger des Bildes sei eine kleine Holzplatte: "Nach den Erkenntnissen der Kunstwissenschaft gibt es auf der Tafel weder eine Grundierungsschicht noch eine Skizze. Es handelt sich um eine Pochade, schnell und ohne vorherigen Plan hingeworfen, Resultat der direkten Wiedergabe einer 'Wahrnehmung', einer 'sensation reçue', um mit den Worten Maurice Denis' zu sprechen. Diese 'Landschaft des Bois d'Amour (Der Talisman)' wurde von Sérusier unter der Anleitung Gauguins gemalt, der ihm sagte: 'Wie sehen Sie diesen Baum: Ist er sehr grün? Nehmen Sie also Grün, das schönste Grün Ihrer Palette. Und dieser Schatten ist eher blau? Dann fürchten Sie sich nicht davor, ihn in Blau zu malen.' Es ist auch daran zu erinnern, dass die Nabis allesamt den Firnis ablehnten."

Magazinrundschau vom 29.01.2019 - En attendant Nadeau

Marcel Gauchet, sozusagen der Habermas Frankreichs, Vordenker einer gemäßigten Linken, legt nicht von ungefähr ein Buch über Robespierre vor, in dem er wie vor ihm François Furet dem Adepten der Menschenrechte vorwirft, sie verraten zu haben, als er sie mit Terror verwirklichen wollte. Am Konflikt um Robespierre ließe sich die gesamte Geschichte der französischen Linken erzählen, und der Konflikt ist bis heute aktuell wie die Antwort Olivier Tonneaus, eines Verteidigers Robespierres, zeigt. Man muss differenzieren, sagt er: Anders als Gauchet findet er, dass der Terror nichts mit Robespierre zu tun gehabt habe: "Die Kämpfe zwischen den Parlamentariern, die Notwendigkeit , die Gewalt der Bevölkerung zu kanalisieren, Sanktionen zur Durchsetzung von Wirtschaftsregelungen und militärischen Anstrengungen, die Konflikte in der Vendée und im Süden, deren Ausgang über den Ausgang des internationalen Krieges entschieden, lokale Konflikte, Gewalt von Staatsbediensteten und an ihnen waren Faktoren, die sich überlagerten und die kaum in Bezug zur Ideologie der Regierung standen." So kann man Terror auch wegdifferenzieren!

Magazinrundschau vom 11.12.2018 - En attendant Nadeau

Als Dokument der Treue, zu seinen Werten und seinen Freunden, liest Jean-Yves Potel die Memoiren des polnischen Historikers Karol Modzelewski "Nous avons fait galoper l'histoire". 1937 als Sohn kommunistischer Kader in Moskau geboren, gehörte Modzelewski mit Jacek Kuroń zusammen zu Polens führenden Oppositionellen. Sie verfassten den legendären "Offenen Brief an die Partei" (1965), beteiligten sich an den Protesten von 1968, gründeten das Komitee zur Verteidigung der Arbeiter (KOR) und die Solidarnosc und wurden dafür immer wieder ins Gefängnis geworfen, insgesamt achteinhalb Jahre: "Karol Modzelewski blieb sein Leben lang ein Rebell, er wollte die Welt verändern, indem er das Wort und die Macht den Menschen des Volkes gab, den Bürgern. Im Angesicht der Diktatur suchte er nach gewaltlosen, demokratischen Wege. Er trug zur Befreiung seines Landes bei. Doch heute, sagt er uns, herrsche Freiheit ohne Brüderlichkeit, und er bedauert dies sehr. Seine Anlysen und seine Kritik an den Nationalkonservativen an der Regierung ist so lebhaft wie klar. Man kann darin die Gewohnheit eines Reiters sehen, der gern der Geschichte die Sporen gibt. Aber mehr noch fasst es seine Überlegung vom Ende dieses großen Buches: 'Im Lichte meiner Erfahrung ist die Revolution entweder unmöglich oder zu kostspielig, auf keinen Fall endet sie so, wie wir es wünschen. Ein Revolutionär darf das nicht wissen. Die Ignoranz verleiht Flügel und erlaubt ihm, das Unmögliche  zu erreichen und die Welt zu verändern. Er wird später enttäuscht sein oder zumindest unbefriedigt über den Wandel, zu dem er beigetragen hat. Aber das ist eine andere Sache."

Magazinrundschau vom 30.10.2018 - En attendant Nadeau

In Frankreich erscheint in der renommierten Klassikerbibliothek "La Pléiade" endlich eine neue maßgebliche Kafka-Übersetzung, nachdem die erste Übersetzung durch den Autor Alexandre Vialatte über allzuviele Jahre auch aus urheberrechtlichen Gründen unangetastet blieb. Die neue Übersetzung folgt der aktuellen Gesamtausgabe bei Fischer und wurde besorgt von dem Herausgeber Jean-Pierre Lefebvre und einigen KollegInnen. In En attendant Nadeau spricht Tiphaine Samoyault mit Lefebvre und Georges-Arthur Goldschmidt über das Übersetzen von Kafka. Goldschmidt, der an der Ausgabe nicht mitwirkte, aber den "Prozess" ebenfalls übersetzt hat, überlässt dem Herausgeber über lange Strecken das Gespräch. Aber interessant liest sich, was er über seine erste Begegnung mit Kafka sagt: "Ich habe Kafka im Jahr 1950 in Norddeutschland entdeckt. Mein Gefühl der Deplatziertheit (ich bin ein überlebender aus Versehen) hat mich gleich denken lassen: 'Kafka, das bin ich.' Das hat mir einen Schlag versetzt, wie ich ihn niemals wieder verspürt habe. Diese Urschuld, in der ich mein Leben verbrachte, habe ich bei Kafka wiedererkannt, so wie die Erfahrung der Razzia, der willkürlichen Festnahme, die er in drei knappen Zeilen festzuhalten versteht. Die Übersetzung ist für mich wie eine Rückgabe von etwas, das ich erhalten hatte. Während der ganzen Zeit der Übersetzung war ich von ihm durchdrungen, von dieser Kraft des Mangels und der Hoffnungslosigkeit die seinem Schreiben und seiner Sprache Leben geben. Erst die Hoffnungslosigkeit erzeugt diese Energie."

Goldschmidt bespricht in der aktuellen Nummer von En attendant Nadeau außerdem einen Essay Nicolas Weills über die "Schwarzen Hefte" Martin Heideggers. Über Heidegger schreibt er: "Das Ressentiment, das im Werk des Denkers von Messkirch allgegenwärtig ist, verhindert von vornherein eine wirkliche Entfaltung seines Denkens. Der versperrte Zugang zum 'Sein', seine eigene Unfähigkeit, ist der Kern seines Denkens, das er immer nur wie von außen betrachtet. Dieses ursprüngliche und nicht eingestandene Versagen wird als Ressentiment auf das jüdisch-metaphysisch 'Seiende' ausgegossen."