Die
Krawatte ist zurück,
meldet Jeroen van Rooijen in der
NZZ. Nachdem das Kleidungsstück noch vor ein paar Jahren als erledigt galt, und das
deutsche Krawatteninstitut sogar aufhörte, Krawattenträger des Jahres zu küren, entdeckt nun eine neue Männergeneration den Schlips. "Die Mode hat diesen Wandel registriert und zeigt die Krawatte wieder auf dem Laufsteg. Bei den Designer-Schauen für den kommenden Herbst war sie ein grosses Thema, etwa bei Prada, wo man etwas vollmundig das
Ende der Home-Office-Ära ausrief. Nach Jahren des kollektiven Sweatshirt-Schlendrians sei es wieder an der Zeit, sich 'ordentlich' angezogen ins Büro zu begeben, fand das
Design-Duo Miuccia Prada und Raf Simons. Es verlieh der Forderung Nachdruck, indem es das Publikum der Show auf Bürostühlen sitzen liess. Als Einladung zur Präsentation verschickte Prada - was sonst? - eine seidene Krawatte."
Ebenfalls in der
NZZ porträtiert Nadine A. Brügger die Designerin
Elena Velez. Ein neuer Star der Branche, der sich allerdings nicht mit dem, sondern
gegen den Zeitgeist profiliert: "Bewusst auf Diversity setzt Velez nicht, die Zusammensetzung der Models ergebe sich von allein. Bei ihr sei meistens ausschlaggebend, wer sich in Form von Kleidern, statt eines Lohns, bezahlen lasse.
Plus-Size-Models, wie sie sogar
Heidi Klum feiert, sucht man bei Velez vergeblich. Zusätzlich auch noch große Kleider zu machen, könne sich ein kleines Label schlicht nicht leisten, schrieb Velez auf Social Media. Das zu verlangen, sei nicht inklusiv, sondern
ignorant. Denn junge Designer mit kleinem Budget würden ausgeschlossen, wenn auch große Größen bei Modeshows erforderlich seien."