Außer Atem: Das Berlinale Blog
Stichwort: Amerikanischer Film - 10 Artikel
Außer Atem: Das Berlinale Blog 19.02.2023 Mit der geradlinigen Tearjerker-Romanze "Past Lives" legt die US-amerikanische Produktionsfirma A24 den nächsten sicheren Arthouse-Hit vor.
Ein Satz wie aus einem Werbeprospekt, der hier nicht ganz umsonst am Anfang steht.
Denn egal, ob man sich mitnehmen lässt von dieser Geschichte einer unerfüllten Liebe, die sich über Orte und Zeiten am Leben hält, oder nicht, es muss zumindest registriert werden, dass die Berlinale endgültig jedweden filmischen oder politischen Anspruch aus ihrem Hauptwettbewerb entfernt hat. Von Patrick Holzapfel
Außer Atem: Das Berlinale Blog 19.02.2023 Ralphie ist ein Ubermann: Seit er seinen Job verloren hat, kutschiert er die Leute in seinem Wagen durch die verödete Industriestadt im kalten Norden Amerikas, ohne damit recht über die Runden zu kommen.
Und alle trampeln auf ihm herum.
Wenn er eine Sekunde zu lange in den Rückspiegel blickt, beschimpft ihn die stillende Mutter auf dem Rücksitz als Psycho. Von Thekla Dannenberg
Außer Atem: Das Berlinale Blog 25.02.2020
Wie wir aus zahlreichen Reportagen und Berichten wissen, ist es in einer ganzen Reihe von Bundesstaaten in den USA inzwischen fast unmöglich, eine Abtreibung vornehmen zu lassen. Davon erzählt dieser Film. Eine 17-Jährige in Pennsylvania, Autumn, wird schwanger - Vater ist vermutlich der Vater - und wird von ihrer Frauenärztin, einer Abtreibungsgegnerin, über die Dauer ihrer Schwangerschaft so hinters Licht geführt, dass es für eine einfache Abtreibung zu spät ist.
Sie muss nach New York in eine Spezialklinik. Von Anja Seeliger
Außer Atem: Das Berlinale Blog 22.02.2020 Von Thekla Dannenberg
Außer Atem: Das Berlinale Blog 14.02.2019
Die neunziger Jahre waren das letzte Jahrzehnt, in dem Schule keine Rolle spielte. Woraus es ankam, waren Stil, Musik und ein paar gute Skateboard-Tricks: "Keep a positiv attitude." Die coolsten Typen in "Mid90" sind die aus den Ghetto von Los Angeles. Von Leuten wie Ray, Fourth Grade, Ruben und Fuckshit lernt man alles, was man fürs Leben braucht: Rumhängen, Kiffen, Skaten. Und ab und zu auf einer Party Mädchen aufreißen. Stevie vergöttert sie. Von Thekla Dannenberg
Außer Atem: Das Berlinale Blog 12.02.2019
Jemand hätte diesem Regisseur sagen sollen, dass er besser zuhören soll, statt seinen Film so wie er ist ins Forum zu hieven.
Lei Lei, 1985 in Nanchang, China, geboren, arbeitet seit 2017 am California Institute of the Arts (CalArts) im Bereich Experimental Animation, informiert das Programmheft. Von Anja Seeliger
Außer Atem: Das Berlinale Blog 11.02.2019
Lynne Vincent war eine intelligente und ehrgeizige Frau aus dem kleinen Ort Casper in Wyoming, die sich trotz ihres Studiums in Yale keinen eigenen Erfolg zutraute.
Sie heiratete einen intellektuell mittelbegabten, ambitionslosen Mann und hätte ihn beinahe in die Wüste geschickt, wenn ihr nicht eine bessere Idee gekommen wäre: Sie ließ ihn an ihrer Stelle Karriere machen! Von Thekla Dannenberg
Außer Atem: Das Berlinale Blog 11.02.2019
Keine andere Filmkritikerin wurde so verehrt und so gehasst wie Pauline Kael.
Das liegt bestimmt in erster Linie daran, dass sie in den fünfziger Jahren, als sie zu schreiben begann, überhaupt die einzige Kritikerin war, die einzige Frau in einem reinen Männerverein. Von Thekla Dannenberg
Außer Atem: Das Berlinale Blog 22.02.2018
Steven Soderbergh gehört zu den vielseitigsten und innovativen Regisseuren Hollywoods.
Er hat alle Genres bedient, große und kleine Formate bespielt und bereitwillig alle technologischen Neuerungen ausprobiert. Von Thekla Dannenberg
Außer Atem: Das Berlinale Blog 20.02.2018
In seinen besten Filmen hat Gus Van Sant immer von Außenseitern erzählt. In "Mala Noche" und "My Own Private Idaho", und natürlich in "Elephant", seiner leisen Antwort auf das Massaker an der Columbine High School. Darin porträtiert er einfühlsam die Teenager einer High School in seiner Heimatstadt Portland, die am Ende von zwei schießwütigen Rechtsradikalen ermordet werden. Es ist der diskrete, poetische Gegenfilm zu Erik Poppes gestern im Wettbewerb gezeigtem "Utoya", der aus dem Massaker des Norwegers Anders Breivik ein gewaltiges Schockerlebnis macht. Für "Elephant" bekam Gus Van Sant in Cannes 2006 die Goldene Palme, dennoch entfachte er eine ähnliche Debatte wie jetzt Poppes "Utoya": Darf man aus einem solchen Gemetzel Kino machen? Muss man ihm Sinn geben? Von Thekla Dannenberg