In der
Welt schreibt Christian Meier einen Brief an
Kardinal Woelki, von dem er gern wüsste, wie groß sein Interesse an der Aufklärung von
Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche schon sein kann, wenn man über eine diesbezügliche Studie nicht sprechen darf. Und auch die
Anwaltskanzlei der Kirche findet Meier fragwürdig: "Die Kanzlei hat unter anderem Mandate für den türkischen Staatspräsidenten
Erdogan und die AfD übernommen und wirbt auf ihrer Website mit dem Versprechen: 'Mit 'Zuckerbrot und Peitsche' vermeiden wir
negative Berichterstattung schon im Vorfeld. Sollten wir sie nicht ganz verhindern können, mildern wir sie zumindest ab.' Nun, Herr Erzbischof Woelki, lässt sich die Frage stellen, was Sie eigentlich wollen: eine
schonungslose Aufklärung von Missbrauchsfällen, zu denen sich das Erzbistum bekennen und Schuldige zur Verantwortung ziehen muss? Oder eine
Verhinderung oder Abmilderung negativer Berichterstattung, bei denen Sie selbst und Ihnen nahestehende Personen in einem denkbar schlechten Licht dastehen könnten?"