Timothy Garton Ash, geboren 1955, ist Professor für Europäische Studien an der Universität Oxford und Isaiah-Berlin-Professorial-Fellow am St. Antony College. Er hat die Website
europeanstory.net ins Leben gerufen.
Sieglinde Geisel wurde 1965 in Rüti/ZH in der Schweiz geboren. Sie studierte in Zürich Germanistik und Theologie und zog 1988 nach Berlin Kreuzberg. Nach dem Mauerfall verlagerte sich ihr Interesse in den Osten, im Auftrag der "Neuen Zürcher Zeitung" reiste sie für eine Reihe von Städteporträts in die Metropolen Ostmitteleuropas, lebte vorübergehend in Lublin, Polen. 1994 ging sie nach New York, wo sie für vier Jahre als Kulturkorrespondentin für die "Neue Zürcher" Zeitung tätig war. Im Januar 1999 kehrte sie auf eigenen Wunsch nach Berlin zurück. Als freie Journalistin schreibt sie seither über kulturelle und soziale Themen.
Cornelia Geißler, 1965 in Berlin geboren, aber an der Küste aufgewachsen, hat Schriftsetzer gelernt und Journalismus in Leipzig und Moskau studiert. Sie arbeitet als Redakteurin bei der Berliner Zeitung, zuständig u.a. für Literatur, ist Mitglied der SWR-Bestenliste seit 1994 und war in der Alfred-Döblin-Preis-Jury 2019.
Hilke Gerdes ist Lektorin und Berlin-Guide. Sie hat Kunstgeschichte, Geschichte und Germanistik in Berlin, Rom und Washington studiert. Von 2003 bis 2006 lebte sie in Bukarest, dann kam sie nach Berlin zurück. 2009 hat sie ein Buch über die Geschichte und Gegenwart von "Türken in Berlin" verfasst.
Halleh Ghorashi hat seit September 2005 den PaVEM-Lehrstuhl für das Managment von Diversität und Integration an der Fakultät für Kultur, Organisation und Management an der Freien Universität Amsterdam inne. Sie wurde im Iran geboren und kam 1988 in die Niederlande. 1994 machte sie ihren M.A.-Abschluss in Ethnologie an der Freien Universität und promovierte 2001 an der Universität von Nijmegen. Sie ist die Autorin von "Ways to Survive, Battles to Win: Iranien Women Exiles in the Netherlands and the US" (2003, Nova Science Publishers, New York) und mehreren Artikeln zu Fragen von Identität, Diaspora und der iranischen Frauenbewegung.
Bernhard Giesen, Jahrgang 1948, studierte Soziologie in Heidelberg, promovierte 1974 an der Universität Augsburg mit einer Dissertation über "Theorien struktureller Inkonsistenz" und habilitierte sich 1980 an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster mit einer Arbeit über "gesellschaftliche Identität und Evolution". Anschließend lehrte Giesen unter anderem in Hamburg, Münster, Stanford, Los Angeles, Chicago, Bielefeld, Florenz, Gießen und Yale, bevor er 1999 den Lehrstuhl für Makrosoziologie an der Universität Konstanz antrat. Dort ist er Forschungsleiter im DFG-Sonderforschungsbereich "Norm und Symbol" und seit 2006 Vorstandsmitglied des Exzellenzclusters 16 "Kulturelle Grundlagen von Integration".
Daniele Giglioli ist Dozent für Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Bergamo und schreibt für die Zeitung Corriere della Sera.
Andre Glucksmann, 1937 als Sohn deutsch-jüdischer Emigranten in Boulogne-sur-Mer geboren, gestorben 2015, gehört mit Bernard-Henri Lévy und Alain Finkielkraut zur "Neuen Philosophie" in Frankreich, deren Vertreter in ihrer Auseinandersetzung mit dem Marxismus eine dezidierte Kritik totalitaristischer Systeme entwarfen. Bekannt wurde er 1967 mit der Abhandlung "Le discours de la Guerre", die er am Centre National de la recherche Scientifique anfertigte. Glucksmann weist der Philosophie die Aufgabe zu, vehement gegen menschliche Unzulänglichkeit und Unmündigkeit vorzugehen ("La bêtise", 1985; Die Macht der Dummheit). Eine rein akademische, methodisch strenge Philosophie lehnt er deshalb ab. Das Denken muss sich nach praktischen Erwägungen unter sozialen Fragestellungen ausrichten und deshalb zwangsläufig politisch sein. Es hat die Aufgabe, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit zu wecken und ihr kritisches Bewusstsein zu schulen. Ziel ist vor allem die Aufdeckung allgemeiner Strukturen staatlicher Gewalt.
Raphael Glucksmann, 1979 geboren, ist der Sohn des Philosophen Andre Glucksmann. Er hat am Institut d'etudes politiques de Paris studiert. Zusammen mit David Hazan und Pierre Mezerette hat er 2004 den Dokumentarfilm "Tuez-les Tous!" über den Völkermord an den Tutsi in Ruanda gedreht und ebenfalls 2004 eine Dokumentation über die Orange Revolution in der Ukraine.
Gabriele Goettle (* 31. Mai 1946 in Aschaffenburg) ist eine deutsche Journalistin und Schriftstellerin, die für ihre Reportagen bekannt ist. Sie wuchs in Karlsruhe auf und studierte Bildhauerei, Literaturwissenschaft, Religionswissenschaft und Kunstgeschichte in Berlin. Nachdem sie Mitherausgeberin der Berliner anarchistischen Zeitschrift Die Schwarze Botin war, liefert sie seit den 1980er Jahren Reportagen über den Alltag in der Bundesrepublik Deutschland wie etwa für die Zeit, vorwiegend jedoch für die taz unter dem monatlichen Ressorttitel Freibank. Seit 1991 erscheinen unregelmäßig gesammelte Reportagen in Buchform.
Rainald Goetz wurde 1954 in München geboren. Er studierte Geschichte, Theaterwissenschaft und Medizin und wurde 1977 in Geschichte und 1982 in Medizin promoviert. Seit 1976 veröffentlichte er in Zeitungen und Zeitschriften, u. a. in der Süddeutschen Zeitung und dem Musikmagazin Spex. Sein erster Roman "Irre", eine Erzählung aus der Psychiatrie, erschien 1983. Eine entscheidende Prägung erfuhr sein Schreiben durch das Aufkommen von Techno und House: Er begleitete DJ-Größen wie Westbam und Sven Väth auf Tourneen und verfasste eine Reihe von vieldiskutierten Texten über Techno und DJ Culture. 1998 wurde Goetz eingeladen, die Frankfurter Poetik-Vorlesungen zu halten. Im selben Jahr schrieb Rainald Goetz in Berlin ein Netztagebuch unter dem Titel "Abfall für alle". Um 1999 beteiligte er sich an dem Internet-Literaturprojekt "Pool". Von Februar 2007 bis Juni 2008 schrieb Goetz einen Blog mit dem Titel "Klage" auf den Internetseiten von Vanity Fair. Sein jüngster Roman "Johann Holtrop" erschien 2013 bei Suhrkamp. Goetz lebt in Berlin.