Perlentaucher-Autor

Bernhard Giesen

Bernhard Giesen, Jahrgang 1948, studierte Soziologie in Heidelberg, promovierte 1974 an der Universität Augsburg mit einer Dissertation über "Theorien struktureller Inkonsistenz" und habilitierte sich 1980 an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster mit einer Arbeit über "gesellschaftliche Identität und Evolution". Anschließend lehrte Giesen unter anderem in Hamburg, Münster, Stanford, Los Angeles, Chicago, Bielefeld, Florenz, Gießen und Yale, bevor er 1999 den Lehrstuhl für Makrosoziologie an der Universität Konstanz antrat. Dort ist er Forschungsleiter im DFG-Sonderforschungsbereich "Norm und Symbol" und seit 2006 Vorstandsmitglied des Exzellenzclusters 16 "Kulturelle Grundlagen von Integration".

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Identität und Transzendenz

Essay vom 31.01.2013 31.01.2013. Poly- und Monotheismus lösen sich nicht nur ab in der Religionsgeschichte; in komplexen Gesellschaften existieren sie auch als Perspektiven unterschiedlicher Trägerkreise nebeneinander. Die Gewaltneigung der monotheistischen Perspektive ergibt sich aus der spannungsreichen Grenzsituation zum Polytheismus und anderen Monotheismen.