
Unter vier Darstellungen des Ungarn-Aufstands von 1956
hebt der
Historiker Eric Hobsbawm, lange Jahre Mitglied der Kommunistischen Partei Englands, vor allem die von
Charles Gati hervor ("
Failed Illusions: Moscow, Washington, Budapest and the 1956 Hungarian Revolt"), in der der Autor nahelegt, dass
Imre Nagy durchaus als verhängnisvolle Figur gesehen werden müsse, insbesondere, weil er die Attacke auf das Hauptquartier der Kommunistischen Partei am 30. Oktober nicht verhindern konnte. Moskau hätte bereits den Rückzug seiner Truppen angekündigt, als "das Gebäude erobert, der Budapester Parteichef - ein starker Befürworter von Reformen - getötet und 23 Geheimpolizisten vor den Kameralinsen der Weltpresse vom Mob
gelyncht wurden. Es war diese Demonstration anarchistischer Wut, kombiniert mit Nagys steigenden Zugeständnissen an maximale Forderungen der Straße, die beide, Moskau und Peking, davon überzeugten, dass die Situation in Ungarn
völlig außer Kontrolle war. 'Am Ende', schreibt Gati, 'wurde Nagy ein Revolutionär wider Willen, der den plötzlichen Ausbruch der Gewalt nicht kontrollieren konnte... und das war der Hauptgrund, warum er das Vertrauen Moskaus verlor.'"
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ist verblüfft von
Jack Nicholsons kranker schauspielerischer Leistung im neuen
Scorsese-Film "The Departed": Nicholson spiele seine Gangster-Figur als "Psychopathen, der vorgibt, ein
Witzbold zu sein", oder mehr noch, als einen, "der so tut, als würde er nur so tun". Und Andrew O'Hagan
amüsiert sich blendend bei der Lektüre des vom britischen Innenministerium herausgegebenen
Informationshandbuchs für
Anwärter auf die britische Staatsangehörigkeit, "Life in the United Kingdom: A Journey to Citizenship".