Efeu - Die Kulturrundschau - Archiv

Kunst, Ausstellungen, Architektur

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Efeu - Die Kulturrundschau vom 28.06.2024 - Kunst

Ausstellungsansicht "Flowers of Life". Foto: Norbert Miguletz.
"Die gefährlichste Frau der Welt" nennt sich die bosnische Künstlerin Selma Selman selbst, Lisa Berins kann sich für die FR nun in der Kunsthalle Schirn in der Schau "Flowers of Life" selbst ein Bild davon machen. Zentraler Bestandteil ihres Werkes sind Performances, in denen sie Autos und Computer nach Altmetallen auseinandernimmt: "Es geht bei diesen Aktionen nicht nur um die Wiederverwertung von Wegwerfprodukten der Mehrheitsgesellschaft, sondern auch um einen transformativen Akt auf mehreren Ebenen, wie Matthias Ulrich, der Kurator der Ausstellung, erklärt: Vermeintlicher Müll wird zu etwas Wertvollem, zugleich lässt Selman Männer für sich arbeiten und bezahlt sie aus dem Kapital des Kunstsystems. Die Mitglieder der nichtprivilegierten Gruppe der Roma und Romnja, zu der die Künstlerin selbst gehört, treten so in den Kunstkontext. Klischees und patriarchale Strukturen werden auf den Kopf gestellt, Machtverhältnisse umgekehrt. In der Kunst von Selman geht es hintergründig stets um erlebte Unterdrückung, Ausgrenzung, Gewalt - und daraus generierte Kraft."

In der Pariser Cinématèque kann Kathleen Hillenbrand in "L'Art de James Cameron" für die SZ das bildkünstlerische Werk des Regisseurs entdecken: "Weil James Cameron nicht vom Schreiben, sondern vom Visuellen, vom Malen und Basteln zum Film kam, gibt es in dieser Ausstellung viel zu sehen. In mehreren, abgedunkelten Räumen zum Beispiel Modelle vom 'Alien'-Xenomorph, vom Terminator und den sechsbeinigen Pferdetieren aus 'Avatar'. Aus einem anderen Glaskasten glotzt eine Miniversion des durchsichtigen Glibberwesens aus 'Abyss - Abgrund des Todes von 1989' mit seinem ausfahrbaren Gesicht. Das Schönste ist aber, dass man durch Camerons Kinderzeichnungen, seine Skizzen und Konzeptpapiere auch zu nie gedrehten Filmen einen Einblick in die Ideenmaschine dieses Regisseurs bekommt."

Nach zwei Jahren kann Rolf Brockschmidt für den Tagesspiegel endlich wieder den Zypern-Saal des Neuen Museums Berlin besichtigen, und lässt sich von Kurator Anton Gass Besonderheiten der zypriotischen Kunst erklären: "'eine zypriotische Skulptur ist niemals nackt', sagt Gass. Einer der Männer trägt eine zypriotische Mütze, das Gewand ist griechisch beeinflusst, ebenso wie das Medusenhaupt auf der Kleidung. Die Schlangen, die davon herabhängen, sind wiederum phönizisch. Zudem sind beide Torsi aus Kalkstein und nicht aus Marmor, den gibt es auf Zypern nicht. Und so sind die Säulen im Zypernsaal ebenfalls aus gepickeltem Kalkstein, der dann mit Stuck verkleidet wurde, sodass er aussah wie Marmor."

Weiteres: Monopol interviewt Ai Weiwei sowie Bryan Adams anlässlich seiner Ausstellung "Exposed" im Leica-Museum in Wetzlar.

Besprochen werden: "Le Monde comme il va" in der Pariser Bourse de Commerce und "Carte Blanche à Kimsooja am selben Ort (Monopol) und das Kunstfestival "48 Stunden" in Neukölln (taz).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 27.06.2024 - Kunst

Spätestens seit der Gründung der Initiative Urheberrecht, mit der ausübende Künstler Schutz vor generativer KI fordern (unsere Resümees), sind die Auswirkungen von KI auf dem Kunstmarkt ein heiß diskutiertes Thema. Im Standard-Interview hat der Kunsthistoriker Wolfgang Ullrich allerdings keine Sorge vor der Autonomie von KI: "Alles, was mithilfe von KI generiert wird, verdankt sich riesigen Mengen an Daten, mit denen die Programme trainiert werden." Aber: "Je mehr Erfahrung wir im Umgang mit diesen Programmen sammeln, desto weniger dürfte sich noch eine Idee von Autonomie starkmachen lassen. Vielmehr wird uns durch die Art und Weise, wie die KI-Programme agieren, bewusst, dass auch wir für alles, was wir uns einfallen lassen, auf Vorbilder und Traditionen zurückgreifen. Zumindest implizit arbeiten wir immer schon mit Bedeutungen und Strukturen, an deren Zustandekommen Menschen vieler Generationen vor uns mitgewirkt haben. Autonomie ist also wirklich und überall eine Illusion. Wenn die KI-Programme uns das etwas deutlicher vergegenwärtigen, als wir es bisher wahrhaben wollten, dann wäre das gar nicht so schlecht."

Das Haus der Kunst in München feiert den 80. Geburtstag der Künstlerin Rebecca Horn mit einer Retrospektive. Zu sehen ist ein breites Spektrum an Arbeiten, darunter Filme, motorisierte Skulpturen und Installationen. Barbara Sachs berichtet für die FAZ enthusiastisch über die Ausstellung, in der "es fließt und schwingt, blitzt und klingt". Aber von Chaos und "Anarchie", wie es der Titel einer Arbeit suggeriert, kann bei Horn nicht die Rede sein, versichert Sachs, die viel Choreografie erkennt. Zum Beispiel angesichts "allein rastlos trippelnder Spitzentanzschühchen. Klar, die rosa Schuhe können auch an schmerzhaften Ballettdrill erinnern, und der schöne, aber tote und vielleicht einer vom Aussterben bedrohten Art angehörende Falter flattert nur noch mit maschineller Hilfe - Dualismus wird hier immer mitkalkuliert."

Dass auch die Schweiz langsam dazu übergeht, nicht mehr zwischen Raubkunst und Fluchtgut zu unterscheiden, also wie Deutschland auch bereit ist, jene Werke zu restituieren, die von ihren Besitzern verkauft wurden, um die Flucht vor den Nazis zu finanzieren, stößt bei Philipp Meier in der NZZ auf wenig Gegenliebe, sieht er hier doch zu viele verschiedene Interessen am Werk: "Museen wollen sich rechtlich und moralisch nicht angreifbar machen, sie wollen primär unbedenkliche und bereinigte Sammlungsbestände. Dabei werden die Museen nicht zuletzt von einer progressiven Kunst- und Intellektuellenszene angetrieben, die keine Werke mehr an Museumswänden dulden will, die an vergangenes Unrecht erinnern könnten. (…) Von den Preisexzessen auf dem Kunstmarkt werden auch Kunstfahnder angezogen. Sie suchen proaktiv nach potenziell zu restituierenden Kunstwerken. Anwälte wiederum sichern sich für Restitutionsverfahren vertraglich hohe Erfolgshonorare."

Weitere Artikel: In der FR erinnert Arno Widmann an den vor 450 Jahren gestorbenen Architekten und Maler Giorgio Vasari. Für den Standard wirft Michael Wurmitzer einen Blick auf das kommende Programm der Kunsthalle Wien unter der neuen Leitung von Michelle Cotton.

Besprochen werden außerdem die Ausstellungen "Göttinnen und Gattinnen. Frauen im antiken Mythos" im Alten Museum Berlin (FAZ), das Buch "Global Protests Through Art. collaboration, co-creation, interconnectedness", in dem die türkische Künstlerin Işıl Eğrikavuk untersucht, wie die Gezi-Proteste 2013 in der Kunst fortleben können (taz), und die "Triënnale aan Zee" in Beaufort, die Badetouristen mit zeitgenössischer Kunst konfrontieren will (FAZ).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 26.06.2024 - Kunst

"Wieder einmal steht eine bedeutende Kulturinstitution vor den Trümmern eines Kommunikationsdesasters", seufzt Marcus Woeller, der es in der Welt ziemlich naiv findet, dass die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden den "inhaltlich motivierten Gesprächsbedarf" mit der Kuratorin Zoe Samduzi erst kurz vor der Ausstellungseröffnung erkannten, denn "Akademische Forschung und persönliche Überzeugungen sind bei Zoé Samudzi schwer zu trennen. ... In ihrem Buch 'As Black As Resistance' entwarf sie eine Theorie des schwarzen Anarchismus. Zuletzt war sie Assistenzprofessorin für Holocaust- und Genozid-Studien an der privaten Clark University in Worcester, Massachusetts. Samudzi versteht sich zudem seit vielen Jahren als meinungsstarke Fürsprecherin Palästinas. Sie hat Israel der 'Apartheid' bezichtigt, einen 'Staat des Siedler-Kolonialismus' genannt und der israelischen Regierung in einem nach dem 7. Oktober 2023 geführten Interview vorgeworfen, sie wolle 'Gaza und die Gazaer eliminieren'." Da hätte auch keine Antidiskriminierungsklausel geholfen, meint Woeller, denn: "die Verantwortung liegt bei den Museen, gerade wenn sie die offenen Orte sein wollen, an denen 'freier Meinungsaustausch möglich und ausdrücklich willkommen ist'."

Schade um die Ausstellung, die wäre spannend gewesen, meint Nicola Kuhn im Tagesspiegel: "Die Ausstellung sollte das zweite Kapitel in einer dreiteiligen Reihe unter dem Titel 'Sequenzen: Verflochtene Internationalismen' bilden, bei der es um die DDR und die deutsche koloniale Vergangenheit in Namibia ging. Ähnlich wie bei der vorherigen Ausstellung 'Revolutionary Romances' sollte offengelegt werden, wie 'sozialistische Solidarität und Freundschaft' Vergangenes bemäntelte, hier insbesondere die Verbrechen der deutschen Kolonialmacht."

Weitere Artikel: In der FAZ freut sich Niklas Maak, dass der Städelsche Museums-Verein die Skulptur "fressender Löwe" des italienischen Bildhauers Rembrandt Bugatti erworben hat. Auf den Geisteswissenschaften-Seiten der FAZ wird der von Horst Bredekamp am 9. Juni in der öffentlichen Sitzung des Ordens Pour le Mérite für Wissenschaften und Künste im Berliner Konzerthaus vorgetragene Nekrolog auf Richard Serra publiziert. Für die Berliner Zeitung streift Margit J. Mayer mit Jenny Captain, Model und Vertraute von Helmut Newton durch die Jubiläumsschau "Berlin, Berlin" in der Berliner Helmut Newton Stiftung.

Besprochen werden die Ausstellung "1863 · Paris ·1874: Revolution in der Kunst" im Kölner Wallraf-Richartz-Museum (FAZ) und die Ausstellung "Le monde comme il va" mit Werken der Pinault Collection in der Pariser Bourse de Commerce (Tsp).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 25.06.2024 - Kunst

"Wish This Was Real", 2015 © Tyler Mitchell, Courtesy of the artist

Berühmt wurde der amerikanische Fotograf Tyler Mitchell für das Beyoncé-Porträt, das ein Vogue-Cover zierte, sein Werk changiert zwischen "Chanel und street credibility", weiß Christiane Meixner, die für den Tagesspiegel die Ausstellung "Wish This Was Real" im C/O Berlin besucht hat. Aber sein Werk geht über Hochglanz hinaus, so Meixner: "Es führt auf ein Rugbyfeld und an ein Flussufer, wo Mitchell seltsam unbewegte Picknick-Szenen arrangiert, die ursprünglich mit einer weißen Kulturgeschichte verknüpft sind. Der junge Fotograf besucht schwarze Menschen, um zu dokumentieren, mit welchen familiären Erbstücken sie sich in ihrem Zuhause umgeben, und er porträtiert Zwillinge - unaufgeregt und höchst sensibel, wenn er zwei Männer mit jeweils einem Arm in ein sandfarbenes Sacko schlüpfen lässt. Die beiden teilen sich ein Kleidungsstück und sind dadurch aufeinander angewiesen."

Zandile Tshabalala: Two Reclining Women, 2020. Courtesy of the Maduna Collection, © Zandile Tshabalala Studio


Ratlos steht Hans-Joachim Müller (Welt) in der großen Schau über afrikanische Malerei, "When We See Us", die das Kunstmuseum Basel mit Kuratoren aus Kapstadt ausgerichtet hat. "Alltagsszenen. Kleine-Leute-Gemütlichkeit, Glücksträume. Aktdarstellungen, Sex, Feststimmung. Figurenensembles in eurythmischer Aufstellung. Erinnerungen an mystische Praktiken. Und immer wieder Bildnisse, Porträts mit der Neigung zur Maske. Kaum einmal Landschaft, kaum einmal Stadt." Nach "Formen subtiler Kritik" sucht Müller vergeblich. "Und anders als im europäischen Realismus, der ziemlich getreulich die Katastrophen des Jahrhunderts spiegelt, könnte man vom Auftritt des vielköpfigen 'When-We-See-Us'-Teams schwerlich auf die Geschichte des Kontinents schließen. Kolonisation, Sklaverei, Apartheid, Stammeskriege, Kampf um Demokratie, korrupte Regime, verweigerte Menschenrechte, Abhängigkeit von internationalem Kapital, Migration - all die Schmerzensschreie scheinen wie erstickt in der Parole 'Wir sind die Größten der Welt, und die Mutigsten sind wir auch'."

Eine sehr seltsame Diskussion ist um eine Ausstellung der amerikanisch-simbabwischen Kuratorin Zoé Samudzi in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden entbrannt, die am Abend vor der Eröffnung abgesagt wurde (unser Resümee). Es wäre die zweite in einer dreiteiligen Reihe über das Verhältnis der DDR zur deutschen Kolonialgeschichte gewesen. Worum der Streit inhaltlich ging? "Das bleibt weiterhin unklar, immerhin erklären die SKD so viel: Man habe die Inhalte der Ausstellung erst wenige Tage vor der Eröffnung sehen können, die fertige Ausstellung überhaupt erst am Abend vorher. Danach aber habe sich unverzüglich 'inhaltlich motivierter Gesprächsbedarf' ergeben", berichtet Sonja Zekri in der SZ.

Weitere Artikel: Im Tagesspiegel stellt Birgit Rieger die von der Initiative Urheberrecht und der Stiftung Kunstfonds in Auftrag gegebene Studie KI und Bildende Kunst vor, die untersucht, "wie sich der Einsatz von KI in Deutschland auf den Kunstmarkt und das ganze Ökosystem Kunst auswirkt, also auch auf Kunstvermittler, Kritiker, Kuratoren und Händler." Ex-Uffizien-Chef Eike Schmidt wird nicht neuer Bürgermeister von Florenz, die sozialdemokratische Kandidatin Sara Funaro setzte sich mit 60,6 Prozent der Stimmen durch, Schmidt musste sich mit 39,4 Prozent der Stimmen begnügen, meldet der Standard mit APA. In der Berliner Zeitung schreibt Ingeborg Ruthe den Nachruf auf den im Alter von 87 Jahren verstorbenen Berliner Fotografen und Verleger Hansgert Lambers.

Besprochen werden die Ausstellung "Das Rauschen des Kosmos" der chilenischen Zeichnerin Sandra Vásquez de la Horra in der Berliner Akademie der Künste (Eine so "intellektuelle wie mythische Mischung aus Surrealem und Expressivem", lobt Ingeborg Ruthe in der FR), die Ausstellung "Welten in Bewegung", mit der das Kunstmuseum Wolfsburg sein 30-jähriges Jubiläum feiert (taz) und die Ausstellung "Mika Rottenberg. Antimatter Factory" im Museum Tinguely in Basel (Tsp).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 24.06.2024 - Kunst

Lucia Moholy, Gisela Schulz, c. 1929. Bauhaus-Archiv, Berlin. Lucia Moholy © OOA-S 2024 / Bauhaus-Archiv Berlin

Noemi Smolik besucht für die FAZ die erste große Retrospektive der Künstlerin und Fotografin Lucia Moholy-Nagy in der Kunsthalle Prag und freut sich, dass sie hier neben vielem anderem zum ersten Mal die berühmten Glasplatten der Künstlerin sehen kann, die sie, nachdem sie 1933 vor den Nazis fliehen musste, zunächst für verschollen hielt: "Sie enthielten Negative von Aufnahmen von Walter Gropius, von Paul Klee in seinem Atelier, von Wassily Kandinsky, aber auch von Ise Gropius, Julia Feininger, Lily Hildebrandt, Lou Scheper und der ebenfalls erst vor gar nicht langer Zeit wiederentdeckten Bauhauskünstlerin Anni Albers. Alles selbstbestimmte Frauen mit dem damals modischen kurzen Haarschnitt, die sich ihrer Rolle als Künstlerinnen durchaus bewusst sind." Ziemlich überrascht war sie, so Smolik, als sie ihre Bilder nach und nach in Zeitschriften auftauchen sah, allerdings ohne ihre Autorschaft. Schließlich erfuhr sie, das Walter Gropius die Bilder ohne ihr wissen benutzte, nur durch einen Prozess konnte sie diese zurück erlangen. Welch ein Glück, atmet Smolik auf, dass zumindest einige davon hier zu sehen sind.

Sarah Lucas, Self-Portrait with Fried Eggs, 1996, c-print, 151 x 103 cm © Sarah Lucas. Courtesy Sadie Coles HQ, London.

Die SZ freut sich über die Retrospektive der britischen Künstlerin Sarah Lucas in der Kunsthalle Mannheim. Mit ihrem Interesse am "Ordinären" in konkreter Form wie Toiletten, Badewannen, Zigaretten oder dem männlichen Fortpflanzungsorgan habe sie unbeachtete Motive in den Kunstbetrieb eingeführt und die Grenze zwischen Humor und Seriosität verhandelt: "Mit diesem Zaubertrick sind dann Feminismus und Penisneid auch keine Widersprüche mehr. Jedenfalls nicht in den Sphären der Kunst, wo Konventionen das wirklich Abgeschmackte sind. Diese Haltung zur Vielschichtigkeit des scheinbar Blöden hat Lucas am Goldsmiths in einer Klasse mit jenen Rabauken gelernt, die ab 1988 als der Kern der 'Young British Artists' berühmt wurden."

Besprochen werden die Ausstellung "New Ecologies. Gegenwarten II" in der Innenstadt von Chemnitz (taz), die Ausstellung "Sex. Jüdische Positionen" im Jüdischen Museum Berlin (taz), die Ausstellung "Nie wieder Krieg" im kulturgeschichtlichen Museum Osnabrück (taz), die Ausstellung "Das Leben festhalten, Fotoalben jüdischer Familien im Schatten des Holocaust" im Museum Schöneberg (taz).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 22.06.2024 - Kunst

Omar Victor Diop, "Being There"


Sophie-Charlotte Opitz (FAZ) kommt bei der Frankfurter Fototriennale "Ray" schwer ins Nachdenken über Fotografie und Erinnerung. Dass die Fotografie "ein 'mémoire fidèle', ein exaktes Gedächtnis" ist, glaube heute niemand mehr. Also kann man auch damit spielen, wie zum Beispiel Omar Victor Diop (webseite), der sich für seine Serie "Being there" (auch als Buch erhältlich) in "Familien- und Urlaubsfotos weißer (vermutlich) amerikanischer Familien aus den Fünfziger- und Sechzigerjahren" montiert hat. "Stets für den Anlass der Bilder richtig gekleidet, korrekt ausgeleuchtet und von Tonung und Körnung perfekt auf die Fotografien abgestimmt, kreiert Diop so den Effekt, er wäre auf den Originalfotografien mitabgelichtet worden. Seine konstruierte Anwesenheit ist so geschmeidig passend und unaufgeregt, dass der Wunsch entsteht, sie glauben zu dürfen - dass die schwarze Person, die hier in jedem Foto zu sehen ist, Teil der sichtbaren Welt ist. Doch gerade aufgrund Diops forcierter Präsenz in diesen Lichtbildträgern, die sonst nur Weiße zeigen, kristallisiert sich wie durch ein Brennglas eine Leerstelle heraus, die durch jene geformt ist, die nicht Teil dieser Erinnerungen sind und sein sollen."

Weitere Artikel: Ebenfalls in der FAZ beglückwünscht Matthias Alexander die "klugen Bürger" Wiesbadens, die erst Helmut Jahns Entwurf für ein kistenförmiges Stadtmuseum abgelehnt hatten und dann dafür stimmten, dass der Unternehmer Reinhard Ernst von der Stadt für einen Euro Erbpacht ein Grundstück bekam, das er nach eigenem Gutdünken mit einem Museum bebauen durfte: Beauftragt hat er dann den Architekten Fumihiko Maki und das Ergebnis ist "ein Meisterwerk", schwärmt Alexander. Für einen zweiten Artikel erkundet ein stark beeindruckter Stefan Trinks die abstrakte Sammlung Ernsts in der Ausstellung "Farbe ist alles" und staunt, "wie furchtlos Ernst noch vor grellsten Farbkombinationen ist. Für ihn bestimmt Farbe massiv unser körperliches wie seelisches Empfinden. Auf der Fotografie-Seite der FAZ zeigt der Belgrader Reuters-Fotograf Marko Djurica in eindrucksvollen Bildern die Zerstörung eines serbischen Dorfes durch die chinesischen Betreiber einer Kupfermine.

Besprochen werden eine Hannah-Höch-Ausstellung im Wiener Belvedere (Standard), die Ausstellung "Silence" mit Bildern des dänischen Künstlers Vilhelm Hammershøi in der Galerie Hauser & Wirth in Basel (Tsp), die Ausstellung "Things we Meet in the Dark" in der Kleinen Humboldt Galerie in Berlin (Tsp), eine Ausstellung der japanischen Künstlerin Hitomi Uchikura in der Berliner Galerie Semjon Contemporary (Tsp) und die Ausstellung des Fotografen Akinbode Akinbiyi "Being, Seeing, Wandering" in der Berlinischen Galerie (die Laura Helena Wurth in der FAS wärmstens empfiehlt: "Seine Bilder scheinen leicht zugänglich. Wenn man sich aber auf sie einlässt, sind in ihnen all die Fragen zu entdecken, die heute politisch verhandelt werden.")

Efeu - Die Kulturrundschau vom 21.06.2024 - Kunst

Mark Rothko: Untitled, 1969. Bild: Kate Rothko Prizel & Christopher Rothko.

Norwegen ist zwar nicht unbedingt um die Ecke, aber die Reise allein schon wegen der Ausstellung "Mark Rothko. Paintings on Paper" im Osloer Nationalmuseum wert, bekräftigt Alexandra Wach in der FAZ. Es werden Papierarbeiten gezeigt, die in den letzten zwei Jahren seines Lebens entstanden sind, nach einem Herzinfarkt und vor dem Suizid, wobei die Ausstellung mit einem diesbezüglichen Mythos aufräumt: "Die Ausstellung widerspricht der These, der angeschlagene Maler hätte seinen Tod in Grau, Braun und Schwarz vorhergesagt. Einen nachvollziehbaren Beweis bleibt man nicht schuldig. Hinter dem braun-grauen Raum befindet sich eine weitere Galerie, die ätherische Bilder enthält, deren Farbtöne immer heller werden, insbesondere die Pastelle aus sanftem Rosa und verschwommenem Himmelblau, umhüllt von wolkenartigem Grauweiß. (...) Rothko selbst sagte damals über die immense Bandbreite seiner Malerei: 'Glauben Sie, meine Bilder seien ruhig, wie Fenster in einer Kathedrale? Dann sollten Sie noch einmal nachschauen. Ich bin der gewalttätigste aller amerikanischen Maler.'"

Die aserbaidschanische Künstlerin Sabina Shikhlinskaya stellt ihre regimekritische Kunst in der Freiburger E-Werk-Galerie für Gegenwartskunst aus und lehrt Kerstin Holm für die FAZ mit "Life on Borrow", was es bedeutet, wenn Kunst nur noch außerhalb des Landes kritisch sein kann: "Das Hauptwerk der Schau, ein etwa zweiminütiges, auf einem Riesenbildschirm in Endlosschleife laufendes Video namens 'Gefährliches Rot' (russisch: Opasnyj krasnyj) lässt in einem aus tiefroten Früchten, frischen Innereien und Tierköpfen komponierten Stillleben die in barockem Luxus versteckte Gewalt hervorbrechen. Plötzlich hervorspringende Katzen bringen die Granatäpfel, die zitternde Flüssigkeit im Glas, die Fleischstücke, die in christlicher Ikonographie Brutalität nur assoziieren, in blutige Unordnung. Dazu hat sie eine vierkanalige Video-Arbeit gleichen Namens gestellt, in der sie eigene Gemälde nach Pressefotos von der Verhaftung eines Demonstranten oder einer Selbstverbrennung in einer Geste des Protests mit revolutionär roter Farbe übermalt. Das Bild von der Festnahme könne sie in Baku, wo nach der Verhaftung etlicher Journalisten die Angst herrsche, nirgends ausstellen, versichert Shikhlinskaya."

Die Gastkuratorin Zoé Samudzi sollte im Dresdner Museum Albertinum eigentlich vorgestern die Schau "Das Jahr 1983" eröffnen, nun hat sie plötzlich abgesagt, Ulrike Knöfel fragt sich bei Spon, woran es liegt: "Was man genau in der Schau hätte sehen können, ist im Detail nicht bekannt. Samudzi wollte selbst wohl die Gelegenheit der Ausstellung nutzen, um ihre Sicht aufs heutige Deutschland darzulegen. Auf Instagram schrieb sie: 'Wir wissen, dass das Ethos, das Deutschland in seiner kurzen Phase als imperiale Macht angetrieben hat, nie verschwunden ist'. Sie legte nach, 'dass die gegenwärtige völkermordende Außenpolitik eng mit den Grausamkeiten des faschistischen Imperialismus verbunden ist'. Kontroverse Behauptungen wie diese wären in der Dresdner Schau selbst nur möglich gewesen, wenn sie als Meinungsäußerungen der Kuratorin gekennzeichnet - und nicht als vermeintlicher Fakt wiedergegeben worden wären." An der Vorbereitung der Ausstellung waren auch BDS-nahe Künstlerinnen und Künstler beteiligt, weiß Knöfel.

Weiteres: Das Museum Reinhard Ernst eröffnet in Wiesbaden, Lisa Berins ist für die FR zugegen und stellt fest, dass mit "Farbe ist alles!" gleich zum Auftakt eine sehenswerte Auswahl aus der Sammlung des Gründers und Stifters gezeigt wird. Mit dem Preis der Nationalgalerie wird künftig keine Einzelperson mehr ausgezeichnet, sondern gleich die ganze Shortlist. Das stößt bei Welt-Kritiker Marcus Woeller auf Unverständnis: "Mit der Überbetonung des Kollektiven wird eine qualitative Entscheidung diskreditiert; die Jury delegitimiert sich selbst. Das entwertet nicht nur einen bedeutenden Kunstpreis, sondern missachtet das Interesse des Publikums am künstlerischen Wettkampf. Vor allem aber schwächt das die kritische Urteilskraft des Kunstbetriebs, die nicht nur nach den Erfahrungen einer kollektiv verantwortungslosen Documenta dringend gestärkt werden sollte." Die FAZ macht sich Gedanken zur Geschichte und Geschichtsschreibung der Fotografie und stellt mit Raoul de Keysers "Krijtlijnen hoek" das erste von elf Bildern mit Fußballthema vor, die anlässlich der Europameisterschaft näher betrachtet werden.

Besprochen werden: Nancy Holts "Circle of Light" im Martin-Gropius-Bau (SZ), Kate Andrews' "The Semantics of Softer Landings" in der Städtischen Galerie Bremen (taz) und Helena Uambembes "On the Site of the Okawango" in der Galerie Anton Janizewski (Tagesspiegel).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 20.06.2024 - Kunst

Nadya Tolonnikova: "Rage Chapel". Museum OK Linz. Foto: Manuel Carreon Lopez

Sie wolle gute propagandistische Kunst machen, erzählt Nadya Tolokonnikova, zu 34 Jahren Lagerhaft verurteilte, heute im Exil lebende Pussy-Riot-Gründerin, die ihr Geld inzwischen mit Sexarbeit verdient, dem Zeit-Kritiker Tobias Timm. Das Museum OK Linz stellt derzeit Tolokonnikovas zwischen "Politkunst, Fluxus und Camp" changierende Werke in der Ausstellung "rage" aus - und Timm spürt die Wut in jeder der Zeichnungen, Gemälde und Installationen: "Sie ist noch mit dem Aufbau beschäftigt, hat Putins Asche in mehrere Glaszylinder abgefüllt und in einem dunklen Raum, dem sogenannten Mausoleum, auf Podeste gestellt. Die Asche ist der Rest, der von der Verbrennung eines riesengroßen Porträts von Putin übrig ist. Im OK Linz läuft auch der Film, der die Performance dokumentiert: Ein gutes Dutzend Frauen in durchsichtigen Negligés, die Köpfe unter roten Mützen, trägt eine schwarze, mit weißem Plüsch gerahmte Tafel, auf der ein großer, roter Knopf klebt, darunter ein Schild: 'Dieser Knopf neutralisiert Wladimir Putin'. Als die Anführerin der Gruppe - man erkennt Tolokonnikova nur an ihren Tätowierungen - den Knopf drückt, beginnt das Putin-Bild zu brennen."
William Blake: "Der Tod auf dem fahlen Pferde (Death on a Pale Horse) © The Fitzwilliam Museum, University of Cambridge

Die Anerkennung blieb ihm zu Lebzeiten verwehrt - und auch in Deutschland findet mit der Schau "William Blakes Universum" in der Hamburger Kunsthalle erst die zweite Schau des britischen Malerdichters statt, schreibt eine fassungslose Nicola Kuhn, die im Tagesspiegel dringend dazu rät, das grafische Werk des "Exzentrikers" zu entdecken - auch wenn es weniger malerisch als durch seine überschäumende Fantasie besticht: "Blake entwickelte seine eigene Mythologie. Bei ihm treten die sich bekämpfenden Mächte personifiziert gegeneinander an: Urizon, der Schöpfer der Welt mit dem Zirkel, repräsentiert die alte Ordnung, Org verkörpert als Schlange die Revolution, die sich als Apokalypse über Urizon erhebt. Das Drama nimmt seinen Lauf in Gestalt sehniger Muskelmänner. Selbst die Engel, die in Blakes Buch der Offenbarung mit ihren gewundenen Blasinstrumenten die Pest über die Erde versprühen, haben stramme Pos und feste Waden. ... Daneben stehen in schön geschnörkelter Schrift die Texte, mit denen man sich regelrecht in einen Furor lesen kann, etwa bei der Klage über Englands heruntergekommenen Zustand."

"Wir brauchen eine Verfassung der Kunst", die besagt, die "Würde der Kunst" ist "unantastbar", fordert Jonathan Meese, der vor mehr als zehn Jahren angeklagt und freigesprochen wurde, nachdem er den Hitlergruß zeigte und den die NZZ heute zu Cancel Culture und Kunstfreiheit befragt. Heute werde alles "behindert durch eine große Ideologisierung", meint er: "Wenn man Deutschland ... mit politischem Quark füllt, dann spaltet man die Gesamtheit immer mehr, und das ist kleinkariert und zukunftslos. Natürlich darf es keine Bücher geben, die man verbietet. Es darf auch kein Wort geben, was man verbietet. Es darf auch keine Kostümierung geben, die man verbietet. Aber wir müssen in die Sachen hineingehen, in die Sachen reinkriechen, um sie neu auszubeulen, auszuloten. Gucken: Ist da noch Dreck drin?"

Mit ihrem Generationenschiff vertritt die israelische Künstlerin Yael Bartana Deutschland auf der Biennale in Venedig. Im Tagesspiegel-Gespräch gefragt, weshalb die ersten Reisenden auf ihrer "interstellaren Arche" Juden sein sollen, antwortet sie: "Wer definiert eigentlich, wer ein Jude, eine Jüdin ist? (…) Ich habe angefangen, über Identität nachzudenken, als ich Israel verließ, um im Ausland zu leben. Und als ich dann in Europa war, wurde ich plötzlich zu einer jüdischen Person. Diese Erfahrung war interessant, denn allen säkularen Israelis geht es so. Ich wollte herausfinden, was es bedeutet, Israeli zu sein, welche Systeme, Mechanismen und welche Geschichte das festlegen und ob unsere Identität besser nicht durch den Staat definiert werden sollte."

Weitere Artikel: In der NZZ erzählt Philipp Meier die Geschichte hinter Cuno Amiets Gemälde "Bildnis Ferdinand Hodler vor seinem Marignano-Bild", das morgen versteigert werden soll. Ebenfalls in der NZZ berichtet Philipp Meier, dass der Erlös, den das Kunsthaus Zürich für den Verkauf von Monets Gemälde "L'homme à l'ombrelle" erhalten hat, an die Erben des jüdischen Textilunternehmers Carl Sachs geht.

Besprochen werden die Sommerschau der Fondation Beyeler in Riehen (Tsp), die Ausstellung "Watch! Watch! Watch! Henri Cartier-Bresson" im Bucerius Kunst Forum (FAZ), Andreas Mühes Installation "Bunker" im Berliner Kunsthaus Dahlem (FAZ) und die Ausstellung "Wälder. Von der Romantik in die Zukunft", die derzeit im Deutschen Romantik-Museum, dem Senckenberg-Museum (beide in Frankfurt am Main) und ebenso im Sinclair-Haus in Bad Homburg zu sehen ist (Zeit).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 19.06.2024 - Kunst

Käthe Kollwitz - Selbstbildnis 1915. Quelle: Wikimedia Commons, gestiftet vom Metropolitan Museum of Art. Lizenz: CC0 1.0 UNIVERSAL

In New York erweist sich ausgerechnet eine im MOMA Käthe Kollwitz gewidmete Schau als Ausstellung der Stunde, weiß Sebastian Moll in der taz. Die von antiisraelischen Protesten erschütterte Stadt, in der "Zionisten" dieser Tage schon einmal dazu aufgefordert werden, U-Bahnen zu verlassen, erkennt sich offenbar in der pessimistischen Kunst Kollwitz' wieder: "Die düstere Bildsprache von Kollwitz erfasst nicht nur den jetzigen Augenblick der USA. Die Unmittelbarkeit, mit der Kollwitz Hilflosigkeit und Schmerz angesichts des Weltgeschehens persönlich macht und mit der sie sich gegen die Verzweiflung stemmt, trifft überall einen Nerv. Aber vielleicht rüttelt sie New York deshalb besonders auf, weil die Konflikte hier einem gerade so nahe rücken, dass Kollwitz' Realismus plötzlich nicht mehr als sentimental erschient."

Außerdem: Zoe Williams spricht im Guardian mit Anthony McCall über dessen Lichtskulpturen, die bald in der Tate Modern ausgestellt werden. Marcus Boxler stellt in monopol Kunstwerke vor, die auf Flughäfen ausgestellt werden. Olga Kronsteiner zeichnet im Standard nach, weshalb die Heidi Horten Collection anonymisiert verkauft wird.

Besprochen werden die Ausstellung "Lee Guttman - Ein gezeichnetes Leben" in der Galerie Weise, Chemnitz (FAZ) und die Schau "Patterns of (In)Security" mit Sabine Hornig und Tamuna Chabashvili im Projektraum Die Möglichkeit einer Insel, Berlin (Tagesspiegel, taz).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 18.06.2024 - Kunst

Sophia Süßmilch: "Then I'll huff and puff and I'll blow your house in." 2024. Courtesy of Sophia Süßmilch. Foto: Lee Everett Thieler.

Es gibt Zoff um eine Ausstellung in der Kunsthalle Osnabrück, die sich mit dem Thema Erziehung und Kindsein beschäfigt, berichtet kopfschüttelnd Harff-Peter Schönherr in der taz. Der CDU-Kreisverband und Fraktion riefen nach einem Besuch der Ausstellung "Kinder, hört mal alle her" zum Boykott auf. Es sei inakzeptabel "dass unter dem Deckmantel der Kunst derartige groteske und verstörende Darstellungen öffentlich gezeigt werden", zitiert Schönherr das Statement. Besonder erzürnt hat die Politiker wohl eine Performance der Künstlerin Sophia Süßmilch in der ehemaligen Dominikanerkirche, die "auf kannibalische Szenografien einer Hexenversammlung zurückgreift". Zur Schau gehören außerdem, so der Kritiker "'Kannibalistische Choräle', in denen böse und komisch von 'Säuglings-Sauerbraten' und 'Steak aus Stiefkind' die Rede ist. Auch kann, wer ein Fernglas zur Hand nimmt, in 20 Metern Höhe Meerschweinchenrezepte lesen. Riesige Rattenschwänze hängen von der Decke, zudem das 'Guinea Pig of Death' zum Anbeten. Auf schwarzen Stoffbahnen liegen Kugelobjekte, wie aus Haut genäht. Ein paar Püppchen wirken creepy. Aber schockierend? Eher nicht."

Weiteres: In der FAZ informiert Hubertus Beutin über den jünsten Stand bei der Sammlung Bührle (mehr bei der NZZ). Nicola Kuhn meldet im Tagesspiegel, dass das Brücke-Museum in Berlin den Preis "Museum des Jahres 2023" der deutschen Sektion des Kritikerverbands Aica bekommt. Besprochen werden die Ausstellung "Poesie der Zeit" in der Akademie der Künste Berlin (taz) und die Ausstellung "Sarah Lucas. Sense of Human" in der Kunsthalle Mannheim (taz) und die Andy-Warhol-Ausstellung in der Neuen Nationalgalerie (SZ).