Stichwort

Kriegsende

95 Presseschau-Absätze - Seite 1 von 7
9punkt 08.05.2015 […] Die taz erinnert auf 15 Seiten an das Kriegsende vor siebzig Jahren, unter anderem sorgt sich der Historiker Norbert Frei um das historische Gedächtnis angesichts "schwindender Zeitgenossenschaft": "Während unsere politische Klasse bei jeder sich bietenden Gelegenheit die Notwendigkeit des "Erinnerns" postuliert, wird überall im Land der Geschichtsunterricht zusammengestrichen. Darin zeigt sich einmal […] einmal mehr die Krux einer Politik, die von historisch-politischer Reflexion nichts wissen will." Auch die SZ bringt zehn Sonderseiten zum Kriegsende. Klaus-Helge Donath berichtet unterdessen, wie russische Staatsanwaltschaften reihenweise Teenagern hinterher jagen, die mit frivolen Tanzvideos vor geschichtsträchtigen Orten das vaterländische Gedenken besudelten: "Diese Verbindung aus Patriotismus und […] wie auch Ost- und Südosteuropas insgesamt. Es sind Lücken, in die propagandistische Vereinnahmungen und irrationale Fiktionalisierungen des historischen Geschehens stoßen können." Ebenfalls zum Kriegsende: In der FAZ erinnert sich Günther Uecker im Interview mit Rose-Maria Gropp und Jürgen Kaube. Und Jürg Altwegg zeichnet neue deutschfeindliche Ausfälle des französischen Linkspopulisten Jean-Luc Mélenchon […]
9punkt 07.05.2015 […] Die FAZ hat einen neuen freien Mitarbeiter. Er heißt Wladimir Putin und erzählt im Feuilletonaufmacher Krieg und Kriegsende aus Sicht seiner Mutter und seines Vaters: "Es gab ja keine einzige Familie, in der nicht jemand gefallen ist. Es gab viel Kummer, viel Unglück, Tragödien. Was verwunderlich ist: Sie empfanden keinen Hass gegenüber dem Feind. Ich kann das, ehrlich gesagt, bis heute nicht ganz […] waren einfache Leute, und sie sind auch im Krieg gefallen." Das ist erstaunlich." Passend dazu verfolgt im Zeit-Dossier Steffen Dobbert Gerüchte, wonach Putins Mutter nicht gestorben sei, sondern in Georgien lebe und mehrere Journalisten, die bei der Frau recherchiert hätten, ums Leben gekommen seien. Während Russland zum siebzigsten Jahrestag des Kriegsendes sein "antifaschistisches" Geschichtsbild […]
9punkt 05.05.2015 […] kollektiven Erlösungswünschen plus Sinnangebot", sagt der Historiker Valentin Groebner im Gespräch mit Jan Feddersen (taz) mit Blick auf das ritualisierte Gedenken rund um den nahenden Jahrestag des Kriegsendes: "Das Gedenken an den Nationalsozialismus ist Identitätspolitik und gleichzeitig Abwehr, Schutzschirm. Es lässt sich als Verschluss einsetzen, um sehr viel gegenwärtigere Geschichten als weniger […] noch mainstreamfähig. Das muss getrennt bleiben - moralisches "Wir"-Pathos bitte nur dorthin, wo es keine Unordnung erzeugt." Düstere Meditationen Sonja Margolinas zur Feier des 70. Jahrestags des Kriegsendes unter dem neuen Zar Wladimir Putin in der Welt: "Die Zeit zerfließt wie auf dem Zifferblatt der Uhr von Salvador Dalí, auf dem es keinen Uhrzeiger gibt. Man ist im Jahr 1919, 1936, 1941 und 1992 […]
Efeu 10.12.2014 […] uns auf eine Waffenmesse in Abu Dhabi mitnimmt. Es ist Bestandteil des Festivals "Waffenlounge", in dem sich das Theater mit der Militärindustrie und Krieg auseinandersetzt: "Zutage tritt die glatte Sprache einer Branche, die in das Geschäft mit dem Krieg verstrickt ist, aber von Schäden und Opfern ablenkt, indem sie mit den Errungenschaften und Vorteilen argumentiert." Weitere Artikel: Sehr wehmütig […] Der Dramatiker Ewald Palmetshofer erklärt im Interview mit dem Standard, warum er sein neues Stück "die unverheiratete" - es geht um eine Frau, die kurz vor Kriegsende einen Wehrmachtssoldaten denunziert, der daraufhin hingerichtet wird - in Jamben geschrieben hat. Grund war das Aktenmaterial: "Ich wusste nicht, dass die österreichische Protokollpraxis in diesen Jahren anders war als bei den Entna […]