Andre Breton

Andre Breton wurde 1896 in Tinchebray (Orne) geboren. Er verbrachte seine Kindheit in der Bretagne am Atlantik und begann früh, Gedichte zu schreiben. Ein angefangenes Medizinstudium mündete in die Beschäftigung mit der Psychiatrie. 1921 traf Breton Siegmund Freud in Wien.
Während des ersten Weltkrieges versorgte Breton in Nantes Geisteskranke und schloss sich 1916 zunächst der dadaistischen Bewegung an, dann wandte er sich dem Surrealismus zu. Zusammen mit Louis Aragon und Philippe Soupault gründete er die Zeitschrift "Litterature". Breton und seine Kollegen glaubten, die Quelle für die persönliche und soziale Freiheit läge im Unbewussten.
Von 1927 bis 1935 war Breton Mitglied der Kommunistischen Partei, die er aus Abscheu vor den stalinistischen Verbrechen verließ. Trotzdem gründete er 1938 zusammen mit Leo Trotzki die Federation de l'Art Revolutionnaire Independant. Vor der deutscher Besetzung Frankreichs floh Breton u.a. mit Marcel Duchamp und Max Ernst in die Vereinigten Staaten.
1946 kehrte Breton nach Frankreich zurück und gründete eine Gruppe junger Surrealisten. Er starb 1966 in Paris. Zu seinen bekanntesten Werken zählen "L'Amour fou", "Die Manifeste des Surrealismus" und "Nadja".

Andre Breton: Nadja.

Cover: Andre Breton. Nadja. Suhrkamp Verlag, Berlin, 2002.
Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2002
Aus dem Französischen von Bernd Schwibs. Mit einem Nachwort von Karl Heinz Bohrer. "Nadja" ist die Geschichte einer zufälligen Begegnung, die zugleich die Aktualisierung einer lange bestehenden, äußerst…