Die Verlage werden nun von der
VG Wort Nachforderungen für Beiträge erhalten, die an sich an Autoren hätten gehen müssen,
berichtet der
Buchreport (siehe die im
Perlentaucher publizierten
Artikel Martin Vogels, der diese Rückzahlungen erstritt). Insgesamt werden Forderungen von 30 Millionen Euro erhoben. Einige Autoren haben freiwillig auf die ihnen zustehenden Gelder verzichtet, so dass den Verlagen fünf Millionen Euro erspart bleiben: "Die Verzichtserklärungen, mit denen die Urheber auf ihre Nachausschüttungen verzichten, wurden den jeweiligen Verlagen zugeordnet und mit deren Rückforderungssummen für die Jahre 2012 bis 2015 verrechnet. Sie müssen jetzt das zu Unrecht erhaltene Geld
innerhalb von 30 Tagen an die VG Wort zurückzahlen. Die Forderungen reichen von 0 bis 3,2 Millionen Euro."
Laura Hertreiter
erzählt in der
SZ die Geschichte des Fotografen
David J. Slater, der einst den Schopfmakaken Naruto dazu brachte, ein Selfie von sich aufzunehmen, das seitdem weltberühmt ist. Slater scheiterte vor Gericht, als er ein
Urheberrecht auf das Bild verlangte. "Jeder dürfe das Foto frei veröffentlichen. 'Verheerend war das', sagt der Fotograf heute. Und dann kamen die
Tierschützer. Peta, nach eigenen Angaben mit mehr als fünf Millionen Unterstützern die weltgrößte Tierrechtsorganisation, zog 2015 im Namen des Affen gegen Slater vor Gericht. Der Name des Tieres, Naruto, ist seither ein Kampfbegriff... Die steile These lautet: Weil Naruto den Auslöser gedrückt hat, soll er die
Rechte am Bild haben. Peta als gesetzlicher Vertreter will den Erlös laut eigenen Angaben zum Schutz des Affen, seiner Artgenossen und Heimat verwenden."