In der
FR freut sich Michael Hesse, dass ein großer Teil der durch den Brand 2004 beschädigten
Bücher der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar restauriert werden konnte. "In der Brandnacht begann ein logistisches und
konservatorisches Wunder. Über 40 Tonnen Bergungsgut wurden erstversorgt, verpackt, nach Leipzig gebracht, gereinigt und bei −20 Grad eingefroren, um sie gefriertrocknen zu können, erinnert sich Reinhard Laube, Direktor der Herzogin Anna Amalia Bibliothek, im Gespräch mit der
FR. Die Rettung war
bürgerschaftliche Tat ebenso wie staatliche Aufgabe: Spenden, Hilfskommandos, öffentliche Mittel - ein beispielloser Wiederaufbau. Aus der Katastrophe erwuchs eine systematische Arbeit. Die Aschebücher sind keine wiederhergestellten Schönheiten. Sie tragen ihre Narben offen - Brandflecken, zerplatzte Buchrücken, geschwärzte Seiten. Sie sind Mahnmale einer Verletzung, die sichtbar bleiben soll."