Außer Atem: Das Berlinale Blog
Stichwort: Pferd - 9 Artikel
Außer Atem: Das Berlinale Blog 13.02.2015 Wie kann das afrikanische Filmerbe bewahrt werden? Eine Diskussion im Forum Expanded beschreibt Beispiele aus dem Sudan, Guinea-Bissau, Südafrika und Ägypten.
Von Nikolaus Perneczky
Außer Atem: Das Berlinale Blog 14.02.2014 Zeresenay Berhane Meharis Film "Difret" zeigt am Beispiel eines jungen Mädchens, das sich gegen die traditionelle Entführung durch einen unerwünschten Verehrer wehrt, die Umbrüche in Äthiopien.
Von Anja Seeliger
Außer Atem: Das Berlinale Blog 14.02.2012
Es war von Anfang an ein großes Versprechen: Drei Filme aus der klassischen Phase des kambodschanischen Kinos hat das Forum dieses Jahr in seinem Programm. Drei Filme aus einem Kino, das kaum überliefert ist, weil die Roten Khmer nach der Machtübernahme in den Siebzigern mit dem filmischen Erbe so gründlich aufgeräumt hatten, dass die Archivlage dort heute noch verheerender ist als in anderen südostasiatischen Ländern. Die Kopien (in einem Fall leider nur eine DVD-Kopie) gelangten unter abenteuerlichen Bedingungen nach Berlin, vorgeführt werden können sie nur ein einziges Mal, da eine Restaurierung und Sicherung der kostbaren Rollen noch aussteht. Von Lukas Foerster
Außer Atem: Das Berlinale Blog 18.02.2011
In Albanien, auf dem Dorf. Mit Handys mit Videofunktion und Computerspielen ist alles dem Anschein nach auf dem Gegenwartsstand der westlichen Zivilisiertheit. Auch Kamera und Erzählweise sind mit technisch halbwegs versierter Middlebrow-Vorhersehbarkeit zugange. Ein paar Menschen lernt man, teils bei ihnen zuhause, teils in der Kneipe kennen und begreift sofort: Hier wird ein Knoten geschürzt. Eine Wegerechtsstreitigkeit führt zu einem Mord oder Totschlag und der Umgang mit der Tat lehrt, dass in diesem Dorf in Albanien ein aus westlicher Sicht etwas problematisches funktionales Äquivalent des kodifizierten und ausdifferenzierten Rechtssystems herrscht, das wir kennen und lieben: der Kanun. Von Ekkehard Knörer
Außer Atem: Das Berlinale Blog 16.02.2011
Ein Mann und eine Frau im Haus, ein Pferd im Stall. Das Pferd bekommt Wasser aus dem Brunnen, die Menschen essen Kartoffeln. Der Mann sitzt stumm vor seinem Teller und lässt seine Faust auf die Kartoffel knallen, bevor er sich sie, noch kochend heiß, in den Mund stopft. Genauso stumm und stumpf sitzt er auch vor den Holzscheiten, auf die er mit der Axt einschlägt, oder vor dem Gürtel, in den er Löcher sticht. Die Frau, die sich bei allem, was sie macht, ein wenig raffinierter anstellt als der Mann, die aber trotzdem nichts zu lachen hat, pustet auf die Kartoffeln, bevor sie sie verspeist. Als das Pferd vor den Wagen gespannt werden soll, bockt es. Von Lukas Foerster
Außer Atem: Das Berlinale Blog 14.02.2011
Die erste Einstellung von Wim Wenders "Pina" simuliert den Guckkastenblick aufs Theater aus den hinteren Reihen.
An der Bühnenwand trifft der Blick auf ein hingekrakeltes "Alles vorbei. Von Ekkehard Knörer
Außer Atem: Das Berlinale Blog 09.02.2011 22 potenzielle Oscars sind im Anmarsch auf die Berlinale: "True Grit", der Eröffnungsfilm der Coen-Brüder , hat zehnmal die Chance, wird allerdings, wie es aussieht, vergleichsweise leer ausgehen in Konkurrenz zum Historien-Heuler, -Flucher und -Stotterer "The King's Speech", den Dieter Kosslick in die unfreiweillig surreal zusammengesetzte Gemischtwarenreihe namens Berlinale Special nachnominiert hat, auf deren Operationstisch sich regelmäßig Nähmaschinen und Regenschirme begegnen.
"The King?s Speech" sagte im Gegenzug den zugesicherten Schlussfilmauftritt beim kurz vor Berlin liegenden Rotterdam-Festival wieder ab.
Nur ein Zeichen für das Von Ekkehard Knörer
Außer Atem: Das Berlinale Blog 19.02.2010 Der Berlinale-Wettbewerb bewegt sich schnurstracks in den Abgrund. Die letzten Jahre waren schlimm genug, in diesem ist die Katastrophe monumental. Unter den zwanzig zur Bärenvergabe präsentierten Filmen gab es, bei großzügiger Betrachtung, vielleicht eine Handvoll, die im Wettbewerb eines A-Festivals etwas verloren haben. (Bei Lichte betrachtet ist die Berlinale keins mehr.) Der Rest sind nicht etwa Werke, die Nobles im Gemüt gehabt hätten, das ihnen leider misslang. Sondern es ist konzeptuell, ästhetisch, intellektuell minderwertige Ware, für den Zustand des Weltkinos von vorneherein ohne jede Bedeutung. Von Ekkehard Knörer
Außer Atem: Das Berlinale Blog 16.02.2010 Ein Mann läuft durch den Wald und nähert sich der Kamera. An der Hand führt er einen Lastesel. Im Bildvordergrund angekommen, beginnt er, auf einen Baum zu klettern. Dort oben, auf dem Baum, möchte er, das wird man allerdings erst in der Mitte des Films erfahren, Bienenstöcke aufhängen. Als er schon einige Meter über dem Boden schwebt, beginnt der Ast, an dem er sein Kletterseil befestigt hat, verdächtig zu knacken. Bald hängt er frei in der Luft. Während er verzweifelt um sich blickt, kommt die erste von mehreren Bienen in den Film gesummt. Von Lukas Foerster