Außer Atem: Das Berlinale Blog
Stichwort: Beton - 7 Artikel
Außer Atem: Das Berlinale Blog 17.02.2016 "Qapirangajuq" von Ian Mauro und Zacharias Kunuk führt uns in die Welt der Inuit, findet aber keine Bilder für seine Erzählung. Ciro Guerras "El abrazo de la serpiente" erzählt dafür höchst spannend vom Kampf eines Schamanen am Amazonas gegen westliche Forscher. Von Thekla Dannenberg
Außer Atem: Das Berlinale Blog 09.02.2015 Patricio Guzmán erzählt von den Ureinwohnern Patagoniens, die erst von den Kolonialherren und dann von Pinochet massakriert wurden.
Von Nikolaus Perneczky
Außer Atem: Das Berlinale Blog 09.02.2013
Wer kein Geld hat, dreht einen Hausfilm. Der Raum ist bühnenartig begrenzt, die Blickachsen liegen fest, die Blicke bleiben drinnen oder gehen nach außen oder gehen von außen nach innen. "Halbschatten", der Zweitling von Nicolas Wackerbarth, ist ein Hausfilm. Sein Debüt "Unten Mitte Kinn" war etwas anderes, ein Ensemble von Schauspielschülern, weitgehend improvisiert, ein Theaterfilm. Mit dem Improvisieren ist es vorbei. Die Dialoge sind sehr geschrieben, scheinen es jedenfalls. An die Stelle von Bernhard Kellers hochnervöser Kamera treten die hinreißend komponierten Bilder Reinhold Vorschneiders, die zwar das Licht schön haben, aber auch etwas leblos bleiben. So spielen sie leider dem Eindruck zu, den "Halbschatten" insgesamt macht. Er hat etwas Geklügeltes. Von Ekkehard Knörer
Außer Atem: Das Berlinale Blog 14.02.2012
Kinder und Tiere sind beliebte Sujets des Festivalbetriebs. Das spricht nicht unbedingt gegen sie. Es lässt sich aus ihrem erhöhten Aufkommen aber ein gewisser Rechtfertigungsdruck ableiten: Weshalb braucht die Welt einen weiteren Film, der uns an die unausdrückliche Ausdruckskraft kindlicher und tierischer Akteure heranführt? Von Nikolaus Perneczky
Außer Atem: Das Berlinale Blog 13.02.2012
Es sieht so aus, als sei 2012 die Berlinale, die die DDR, zumindest filmisch gesehen, in ein neues Licht rückt. Zuerst präsentierte Christian Petzold seinen neuen Film "Barbara" im Wettbewerb - "Ich wollte, dass die DDR Farbe hat", so Petzold in der taz - und jetzt läuft in der Perspektive Deutsches Kino "This Ain't California" über die Skaterszene im Ostberlin der 80er Jahre. Von Elena Meilicke
Außer Atem: Das Berlinale Blog 14.02.2011
Die erste Einstellung von Wim Wenders "Pina" simuliert den Guckkastenblick aufs Theater aus den hinteren Reihen.
An der Bühnenwand trifft der Blick auf ein hingekrakeltes "Alles vorbei. Von Ekkehard Knörer
Außer Atem: Das Berlinale Blog 11.02.2011
Ist "True Grit", der Eröffnungsfilm der Berlinale, nun ein Remake von "True Grit" (1969), Henry Hathaways spätem Hollywoodwestern mit einem 62-jährigen John Wayne, der für diese Rolle mit dem einzigen Oscar seines Lebens ausgezeichnet wurde, oder eine weitere Verfilmung des beiden Filmen zu Grunde liegenden Romans von Charles Portis? Für die Coen-Brüder, die mit "True Grit" gerade den größten kommerziellen Erfolg ihrer bisherigen Karriere feiern, liegt die Antwort klar auf der Hand: Mehrfach betonen sie auf der Pressekonferenz, dass der John-Wayne-Western für sie nur eine blasse Kindheitserinnerung darstelle, der Roman sie aber sehr fasziniert und gereizt habe. Und dennoch, stets aufs Neue, die Fragen nach ihm, dem einzigen, dem großen: John Wayne. Wie man sich in dessen Fußstapfen fühle, was er für das heutige Kino bedeute, wie man denn persönlich zu ihm stehe und was nicht noch. Es ist eine sonderbare Pressekonferenz: Enorm gute Stimmung auf dem Podium (mit 10 Oscarnominierungen locker leistbar), dann wieder ausweichende Antworten, allgemeine Verwirrung, manche Fragen werden gar nicht erst beantwortet und um jede Ecke lugt John Wayne. Von Thomas Groh