Buchautor

Nikolaus Harnoncourt

Rubrik: Literatur, Stichwort: Barockmusik
Nikolaus Harnoncourt wurde 1929 in Berlin geboren und wuchs in Graz auf. Er studierte Violoncello bei Paul Grümmer und an der Wiener Musikhochschule bei Emanuel Brabec. Von 1952 bis 1969 war er Mitglied der Wiener Symphoniker. Nebenher und hauptsächlich widmete er sich der Aufführungspraxis von Musik der Renaissance bis zur Klassik sowie der Spieltechnik und Klangmöglichkeiten alter Instrumente. So gründete Harnoncourt 1953 das Ensemble "Concentus Musicus", das 1957 erstmals öffentlich auftrat. Sehr bald folgten Schallplattenaufnahmen, die das Repertoire von 1200 bis 1800 umspannen. Einen Zentralpunkt bildet dabei das komplette Kantatenwerk Bachs, das gemeinsam mit Gustav Leonhardt im Rahmen eines fast 20 Jahre dauernden Projektes aufgenommen wurde. Seit der Saison 1978/79 leitete Harnoncourt einen eigenen Concentus-Musicus-Zyklus bei der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien.
Galt Harnoncourt in früheren Jahren als Spezialist für Renaissance- und Barockmusik, so hat er später auch die Werke der Klassik und Romantik aufgeführt. Ab 1985 wirkte er regelmäßig bei dem von ihm mitgeplanten, jährlich in Graz stattfindenden Festival "styriarte" mit. Hier führte er mit dem Chamber Orchestra of Europe wiederholt Werke von Haydn, Beethoven, Schumann, Schubert,  Mendelssohn und Brahms zyklisch auf.
Harnoncourts Wirken wurde mit zahlreichen internationalen Auszeichnungen gewürdigt worden. Er war Ehrenmitglied der Gesellschaft der Musikfreunde  und der Konzerthausgesellschaft in Wien (seit 1992), Ehrendoktor der Universität Edinburgh und Ehrenmitglied der Musikuniversitäten Graz und Wien. 2002 erhielt er den Ernst-von-Siemens-Musikpreis, und 2005 wurde ihm der Kyoto-Preis verliehen, der weltweit bedeutendste unabhängige Kulturpreis, der herausragenden internationalen Persönlichkeiten aus Kultur und Wissenschaft zugesprochen wird. Nikolaus Harnoncourt starb 2016 in St. Georgen, Österreich.
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