
Vor 50 Jahren trat die sogenannte "
polnische Filmschule" in Erscheinung. Die Erstlingswerke von
Andrzej Wajda,
Kazimierz Kutz,
Andrzej Munk und
Tadeusz Konwicki zeigten von der Geschichte desillusionierte Menschen, eine junge Generation, die durch den Krieg und die triste Nachkriegszeit verbittert war und ihren Platz in der Wirklichkeit suchten. Diese Themen und die
kritische Auseinandersetzung mit dem polnischen Patriotismus, machen die damals entstandenen Filme noch heute aktuell,
findet Malgorzata Sadowska. "Auf der Ebene der Szenographie und der Sprache bemerkt man Anachronismen, aber schon die Musik gehört zum wichtigsten Erbe der polnischen Filmschule. (...) Wenn man diese schwarz-weißen Werke heute anschaut, fällt auf, wie sehr heutige Filmemacher
kontroverse Themen vermeiden. Es fehlt an belebender Distanz und Ironie." Eine gute Gelegenheit zum Vergleich wird sich bald ergeben, wenn
Andrzej Wajdas Katyn-Film in die Kinos kommt.
Das
Schmuddel-Image Oberschlesiens kann bald der Vergangenheit angehören,
glaubt Grzegorz Raczkowski. Nicht nur, dass die Bergwerke, die die Restrukturierung überlebt haben, ohne öffentliche Zuschüsse auskommen und sogar letztens schwarze Zahlen schreiben. Durch
innovative Technologien zur Herstellung von Gas aus Steinkohle wird sich das Antlitz der Region bald ändern. "Oberschlesien wird nicht nur zum Produzenten
ökologischer Energien, sondern auch moderner Technologien auf Steinkohlebasis. Dadurch wird man nicht nur Gas, sondern auch neuartige Kunststoffe und vielleicht Benzin herstellen können. Solche Investitionen würden auch die Entstehung wissenschaftlicher Labors und
Forschercluster nach sich ziehen", hoffen Experten. Dann ist es mit dem Image des grauen und rückständigen Schlesiens endlich vorbei, so das hoffnungsvolle Fazit.