
Vergangene Woche wurde schon kurz darüber berichtet, jetzt
schreibt Harsh Kabra einen detaillierteren Bericht über die
Stürmung des renommierten
Bhandarkar Oriental Research Institute in der Universitätsstadt
Pune am 5. Januar. Der britische Historiker
James Laine hatte sich dort zu Recherchezwecken aufgehalten und kürzlich sein Buch "
Shivaji: Hindu King in Islamic India", über einen Herrscher des 17. Jahrhunderts veröffentlicht. Mitglieder einer einflussreichen Gruppe namens
Sambhaji Brigade (
mehr) sehen in Laines Studie das
Ansehen Shivajis verunglimpft und haben ihre Wut an den wertvollen Archiven des Institutes ausgelassen, das sie sozusagen der
Mithilfe zur Majestätsbeleidigung schuldig befanden. Am schlimmsten aber, schreibt Kabra, ist die offene Unterstützung der Sambhaji Brigade durch offizielle Stellen, die einen
Bann über das Buch verhängten (
mehr).
Sanghamitra Chakraborty
berichtet über die
Movers and Shakers von Kalkutta, der westbengalischen Metropole, die bis vor kurzen als
"sterbende marxistische Hölle" galt und jetzt eine Renaissance erlebt. Wirtschaftsboom und Lebensqualität sind die Stichwörter, und Chakraborty ist beeindruckt: Neubauten, Restaurant, Clubs, und all die jungen, dynamischen, gut angezogenen Menschen ...
Weitere Artikel: In der Titelgeschichte
fragt sich Saba Naqvi Bhaumik, ob die Regierungspartei BJP mit ihrem Spitzenkandidaten, dem amtierenden Premierminister
Atal Behari Vajpayee (
Porträt), zu Beginn des Wahljahres 2004 wirklich Grund hat für all ihren demonstrativ zur Schau gestellten Optimismus. Sind die
Hindunationalisten wirklich die
Überflieger, für die sie sich halten? Oder ist die Konkurrenz von der Kongresspartei mit ihrer Spitzenkandidatin
Sonia Gandhi (
mehr) momentan einfach nur zu schwach? Saumya Roy
erklärt, was das für Leute sind, die seit Tagen zu Tausenden nach Bombay strömen und sich unter seine ohnehin schon gestressten Bewohner mischen. Und was es mit dem
Weltsozialforum auf sich hat. Warum es
gut ist, dass es in diesem Jahr in Indien stattfindet. Und warum Kritiker trotzdem der Meinung sind, dass seine Teilnehmer keineswegs die Welt verändern, sondern bloß
Woodstock verpasst haben. Dom Moraes schließlich
erinnert sich liebevoll an den kürzlich im Alter von 79 Jahren verstorbenen Dichter
Nissim Ezekiel (
Biografie und hier ein
Gedicht).