Stichwort

Myanmar

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9punkt 14.09.2018 […] In Myanmar sind vor zehn Tagen zwei Journalisten zu hohen Gefängnisstrafen verurteilt worden, weil sie zu den Massakern an den Rohingya recherchierten (unser Resümee). Die einst so verehrte Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi hat diese Strafen jetzt in einer Konferenz in Hanoi gerechtfertigt, berichtet Verena Hölzl in der taz: "In Hanoi erklärte Aung San Suu Kyi jetzt: 'Ich frage mich, wie […] eigentlich gelesen haben. Es hatte nichts mit Pressefreiheit, sondern mit einem Gesetz zum Geheimnisverrat zu tun.' (...) Umso enttäuschter reagieren nun viele Presseleute in ihrer Heimat: 'Sie hat Myanmars Volk betrogen, das echte Demokratie wollte. Und sie hat auch die internationale Gemeinschaft betrogen, die sie so lange bei diesem Kampf unterstützt hat', sagt Lawi Weng, Journalist der Nachricht […]
Magazinrundschau 18.01.2018 […] Die Vertreibung der Rohingyas aus Myanmar reiht sich für Mukul Kesavan in ein politisches Denken, das in Südostasien immer weiter um sich greift und mörderische Gestalt annimmt: Die Hoheit der ethnischen Mehrheit, die bereits in Pakistan, Bangladesch und Sri Lanka gilt und auch Indien allmählich erfasst: "Dieses Denken der Mehrheit behauptet verschiedene Ränge der Staatsbürgerschaft. Die Angehörigen […] oder ausweisen, mit eben dem Argument, dass sie, obwohl Bewohner, keine Bürger seien und anderswohin gehörten - nach Indien, Pakistan, Tamil Nadu oder, wie im Fall der Rohingya, nach Bangladesch. Myanmar hat drei Kategorien von Staatsbürgerschaft: Staatsbürger, naturalisierte und assoziierte Bürger. Die Rohingyas sind klassifiziert als Ausländer." […]