In der Welt empfiehlt Hans-Joachim Müller wärmstens die Retrospektive zum Werk der Turiner Künstlerin Carol Rama, die die Schirn in Frankfurt ausgerichtet hat: Weniger Rebellion als hellwache Reflexion des 20. Jahrhunderts findet er hier: Rama war vielleicht "die Einzige, die aus ihrer untrüglichen Intuition für die Zerfallenheit und mehr noch für die Richtungslosigkeit der künstlerischen Dinge Kunst gemacht hat. Eine Künstlerin, die mit ungemein produktivem Gespür für das unrettbar verlorene Ganze und im Rhythmus der Brüche ihres Kunsterlebens ihr Werk immer wieder neu beginnen ließ. (...) Es ist, als fiele sich die Künstlerin ständig ins Wort und könnte selbst nicht ganz begreifen, wie es funktionieren konnte, dass sie sich im einen Lebensalter als hochbegabte Figurenmalerin bewährt, um im nächsten dem konstruktiv konkreten Zeitgeist zu huldigen und gleich wieder die informellen Muster aufzugreifen und die Bildmittel freier, gestischer, haptischer einzusetzen, um schließlich im Nachtdunkel der Arte povera zu versinken, ins Großformat zu wechseln und Fahrradschläuche schwarzen Bildwänden zu applizieren, die an ihnen hängen wie vor Generationen die Damenstrümpfe an der Wäscheleine."
Drama funktioniert in Schwarz-Weiß immer noch am besten, lernt Alexandra Wach (FAZ) in der Wiener Albertina vor den übergroßen fotorealistischen Kohlezeichnungen des amerikanischen Künstlers Robert Longo, die oft Schreckensmomente der jüngeren Geschichte festhalten: "Die dichte Präsentation wirkt, als hätte sie gerade erst das Atelier verlassen, was an einer um Autorität, Widerstand, Macht und Freiheit kreisenden Kunst liegen mag, deren Ausdehnung den ganzen Globus einschließt, von dem von Demonstranten getragenen Fotoporträt der ermordeten Iranerin Masha Amini bis zu vom Schnee bedeckten Tannen im Schwarzwald, über denen das Unheil des Klimawandels zu spüren ist. ... Bis auf eine rot blühende Rose vor schwarzem Hintergrund sind alle anderen Großformate im kontrastreichen Schwarz-Weiß gehalten, das für genug Distanz sorgt, um die Essenz der Situation ins Auge springen zu lassen. Longo hat als Legastheniker seine Kindheit vor dem Schwarz-Weiß-Fernsehen verbracht. Schwarz-Weiß ist für ihn 'eine Möglichkeit, die Wahrheit auszudrücken', sagt er in einem Interview im Katalog, während seine Kunst 'eine Form der Sühne' sei mit dem Ziel, die flüchtigen Bilder zu verlangsamen."
Besprochen werden außerdem zwei Berliner Ausstellungen der französisch-österreichischen Künstlerin Gisèlle Vienne im Haus am Waldsee als auch im Kolbe Museum (taz), die Ausstellungen "Form Matters, Matter Forms. Vom Readymade zum Warenfetisch" im Kunstmuseum Winterthur (NZZ), "Vom Teilen. Kunst an der (polnisch-deutschen) Grenze" im ZAK Zentrum für aktuelle Kunst in der Zitadelle Spandau (Tsp), "Aber hier leben? Nein danke" im Lenbachhaus in München über die Kunst des Surrealismus als politische Bewegung (taz) und die große Surrealismus-Ausstellung im Centre Pompidou (Tsp).
Praktiziert Bayerns Kunstminister Markus Blume in Sachen Restitution von Raubkunst nicht, was er predigt? Diesen Verdacht äußert Tobias Timm auf Zeit Online. Blume beklagte sich im Frühjahr dieses Jahres gemeinsam mit zwei Ministerkolleginnen anderer Bundesländer in der FAZ darüber, dass die bisher zuständige Beratende Kommission nicht in der Lage ist, Geschädigten angemessen zu helfen. Timm weißt nun darauf hin, dass Blume selbst in Sachen Restitution auf die Bremse drückt. Unterlagen, die der Zeit vorliegen, "belegen, dass eine Bronzeskulptur von Picasso, der Frauenkopf 'Fernande' aus dem Jahr 1906, nicht aus den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen zurückgegeben wurde an die Erben des jüdischen, 1937 im Londoner Exil verstorbenen Galeristen Alfred Flechtheim. Der Generaldirektor des Museums und sein Vize hatten sich zunächst ausdrücklich für eine Rückgabe ausgesprochen. Bei zwei weiteren Kunstwerken von Paul Klee, 'Grenzen des Verstandes' und 'Sängerin der Komischen Oper' von 1927, weigert sich das Land Bayern, die für die Klärung von strittigen Raubkunstfragen zuständige Beratende Kommission anzurufen, wie zahlreiche Schriftsätze belegen. Obwohl auch in diesen Fällen die Museumsleitung bereits im Sommer 2023 auf eine solche Anrufung drängte." In der SZ berichtet Jörg Häntzschel über den - juristisch komplexen - Fall.
Nicola Kuhn trifft sich für den Tagesspiegel mit dem israelischen Künstler Navot Miller, dessen Arbeiten jüdische Religiosität und Queerness auf lebensbejahende Weise verbinden. Elke Buhr interviewt in monopol den K-Pop Star Dawn, der inzwischen auch als Künstler von sich reden macht. Ebenfalls für monopolbesucht Justine Konradt Wolfgang Laib, der in Oberschwaben an seinen meditativen Blütenstaubskulpturen arbeitet. Ingeborg Ruthe porträtiert in der Berliner Zeitung den belgischen Künstler James Ensor, einen Zeitgenossen der Expressionisten.
Besprochen werden die Ausstellung "The Wall" mit Fotografien von Birgit Kleber in der Alten Feuerwache Berlin (tsp) und die Ausstellung "Beyond Water" in der Stadtgalerie Kiel (taz).
Besprochen werden außerdem die Ausstellungen "Rudolf Klaffenböck. Bilder. Objekte" im Kunstverein Passau (FAZ), "Survival in the 21st Century" in den Deichtorhallen Hamburg (taz) und "Träum weiter" im C/O Berlin (taz).
Medardo Rosso: Ecce Puer, post 1920 (ca. 1906). Detail, Courtesy: Federico Fabbri, London. Foto: Galleria Russo, Rom Von Künstlern wurde er verehrt, dem breiten Publikum ist eher unbekannt: Entsprechend klug findet es Standard-Kritiker Michael Wurmitzer, dass das Wiener Mumok dem italienischen Bildhauer Medardo Rosso in einer großen Retrospektive eine "illustre" Schar von fünfzig weiteren KünstlerInnen zur Seite setzt, die Rosso bewunderten. Neben Werken etwa von Guillaume Apollinaire, Alberto Giacometti, Louise Bourgeois, Robert Morris oder Phyllida Barlow strahlen Rossos Skulpturen in ihrer Eigenart: "Steht man vor Enfant à la Bouchée de pain ('Kind in der Armenspeisung'), mag man auf den ersten Blick nicht sagen, wo bei dem Volumen vorne und wo hinten ist. So schwach heben sich Gesicht und Händchen nur aus den Verwerfungen der Gipsoberfläche. Man darf sagen: Das ist reizend anzuschauen. Man erkennt darin aber einen umfassenden Eigensinn. Rosso verweigerte alles, was die Skulptur im 19. Jahrhundert noch ausmachte. Den Anspruch der Allansichtigkeit unterlief Rosso, indem er Skulpturen in selbst und eigens gebauten Vitrinen mit je darauf abgestimmter Elektrobeleuchtung präsentierte. Die Rückseiten beließ er als rohe Klumpen, teils hohl oder mit stabilisierenden Metallbändern."
Weitere Artikel: Anlässlich seiner Ausstellung "Fotografie und Provokation" im Zürcher Museum für Gestaltung spricht der 82-jährige Fotograf Oliviero Toscani, berühmt geworden vor allem für seine Benetton-Kampagne in den Achtzigerjahren, im großen SZ-Interview mit Andrian Kreye, über den Tod, den Verlust der Realität durch Bilder, und die Gegenwart, die weniger frei und tolerant als damals erlebt: "Wir sind in Stammeskulturen zersplittert. Und wir haben kein Mitleid mehr. Vor allem nicht mit Menschen, die uns nichts bringen. Einwanderer sind nur dann gut, wenn sie gute Fußballspieler sind oder Geld mitbringen. Ich finde, wir sollten uns für die Geschichte der Einwanderung und der Integration schämen." Im Aufmacher des FAS-Feuilletons denkt Niklas Maak anlässlich der Ausstellung und Tagung mit dem Titel "Preserving the Brain: A Call for Action" in der Fondazione Prada in Mailand über Kunst und Hirnforschung nach. Auf den Bilder und Zeiten-Seiten der FAZ liefert Stefan Trinks einen Almanach der sehenswertesten Museen der siebzig Stationen umfassenden Ausstellungsserie "Pacific Standard Time" in Kalifornien. Besprochen werden außerdem die Ausstellung "Kindsköpfe - Kinderporträts vom Barock bis zur Romantik" in der Anhaltischen Gemäldegalerie Dessau (FAZ) und die Art Basel (FAZ, Tagesspiegel).
Navot Miller, "A Pink Shul." Wannsee Contemporary Berlin. Foto: Jens Ziehe Der queere israelische Künstler Navot Miller ist 2013 nach Berlin gekommen, wollte eigentlich Architektur studieren, es hat ihn dann aber doch an die Kunsthochschule Weißensee verschlagen, erfährt Tagesspiegel-Autorin Nicola Kuhn im Interview anlässlich seiner Ausstellung "A Pink Shul" in der Wannsee Contemporary Galerie. Dort gibt es ungewohnte Perspektiven zu sehen: "Eine Synagoge, deren Innenraum quietschbunt ausgemalt ist, vor allem in diversen Rosatönen, Männer, die paarweise oder zu dritt umschlungen, mit dem Rücken zum Betrachter im Gebetsraum stehen, dazu auch noch nackt." Wie ist Miller zu diesen bunten Darstellungen gekommen? Er "erwarb zu Beginn in Melbourne ein Set mit Pastellkreiden in Neonfarben und war fortan für alle Zwischentöne verloren.Und die flächige Malweise, der summarische Stil, der an Illustrationen in Kinderbüchern erinnert? Auch dafür hat Navot Miller eine einfache Erklärung. Er mag eben die klare Darstellung von Spielzeugen, kleine Autos, Kartenspiele. Darauf bricht er auch seine Malerei herunter. Für seine Freundschaftsbilder greift er auf Fotos von seinen Liebhabern zurück."
Karlheinz Lüdeking legt in der FAZ dringend nahe, die William Kentridge-Ausstellung "Self-Portrait as a Coffee-Pot" im Arsenale Institute for Politics of Representation in Venedig zu besuchen, so lange sie noch zu sehen ist. Neun Filme werden auf Leinwänden gespielt und zeigen den Künstler im Atelier: "Bäume haben es Kentridge besonders angetan... man erinnert sich, dass auch Picasso, als er für den Film von Clouzot auf einer Glasscheibe malte, eine unbewusste Vorliebe für gewisse anthropomorphe Figurationen erkennen ließ. Wenn man verfolgt, wie Kentridge einen dicken, runden Pinsel ergreift und mit schwarzer Tusche geschwungene Linien auf ein Papier malt, bemerkt man, wie seine Hand von links nach rechts und gleichzeitig von oben nach unten oszilliert. Solche Handbewegungen sieht man auch, wenn er mit einem Stück Kohle Schraffuren anlegt oder diese ausradiert. Man spürt einen Enthusiasmus des Machens. "
Weiteres: Der Tagesspiegel sieht sich auf dem neuen Pariser Ableger der Art Basel um. Besprochen werden die Ausstellungen "Mexican Prints at the Vanguard" im New Yorker Metropolitan Museum (taz) und "Textile Universen" von Gunta Stölzl und Johannes Itten im Kunstmuseum Thun (FAZ) und die Ausstellung .
Passt arme Kunst in reiche Museen? Manchmal nicht allzu gut, findet Bernhard Schulz in monopol angesichts einer "Arte Povera"-Ausstellung im Pariser Bourse de Commerce: "Die Protagonisten der Arte Povera liefen gegen die etablierte Institution des Museums Sturm, aber auch ihnen bleibt nicht erspart, am Ende doch im Museum zu landen. Die Präsentation im clean-coolen Gehäuse des White Cube, des neutralen Museumsraumes, übernimmt die Pinault-Stiftung in ihrem Pariser Haus, der von Tadao Ando so edel-minimalistisch hergerichteten Bourse de Commerce. Wer die ein oder andere Aktion der Arte-Povera-Künstler außerhalb des Museums erlebt und erfahren hat, wird ein bisschen wehmütig sein angesichts der jetzigen, gewissermaßen staubfreien Präsentation. Künstler wie Mario Merz, Jannis Kounellis oder Luciano Fabro, um nur einige der großen Namen zu nennen, wollten ja gerade die ästhetischen Potenziale der Nicht-Kunst-Materialien freilegen, wollten weg vom Künstler-Genie und hin zum handwerklichen Produkt."
Außerdem: Bei Sotheby's wurde zum ersten Mal ein von einem Roboter gemaltes Bild versteigert, gibt unter anderem der Standard durch.
Besprochen werden die Ausstellung "Yalla. Arabisch-jüdische Berührungen" im Jüdischen Museum Hohenems (Standard) und "Helen Frankenthaler: Painting Without Rules" im Palazzo Strozzi, Florenz (Tagesspiegel).
Wer Jean Tinguely immer noch als einen "Schweizer Dinosaurier" unterschätzt, der lediglich "vollkommen anachronistische Macho-Monumentalmaschinen aus Stahl zusammengeschweißt" habe, der soll sich aufmachen zu einer monumentalen Werkschau im Hangar Bicocca, Mailand, empfiehlt Stefan Trinks in der FAZ. Tinguely, zeigt sich hier, war schlicht "einer der bedeutendsten Kinetiker: sein Interesse an Bewegung und Modi der visuellen Wahrnehmung verlegt er in Maschinen, die ihrerseits eine Eigengesetzlichkeit der Kinesis bewirken. Manche zerstören sich partiell durch Abnutzung und wandeln sich, andere bringen neue Maschinen hervor und werden so selbst zu Künstlern. Seine Zeichenmaschine 'Méta-Matic', die gegen einen Jeton zu benutzen ist, schafft je nachdem, wie nahe zum Papier man den Filzstift in sie einspannt, immer wieder neue Originale, ist also selbst künstlerisch tätig."
Besprochen werden die Ausstellung "L'Or des Ming. Fastes et beautés de la Chine impériale (XIVe-XVIIe siècle)", die im Pariser Musée GuimetKunsthandwerk der Ming-Dynastie präsentiert (NZZ), die Ausstellung "Surrealismus" im Centre Pompidou (SZ), Daniela Comanis Schau "Reading Room" im Berliner Kunstverein Am Rosa-Luxemburg-Platz e. V. (taz Berlin), Elmgreen & Dragsets "L'Addition" im Musée d'Orsay, Paris (monopol) und Melvin Edwards' Ausstellung "Some Bright Morning" im Fridericianum, Kassel (monopol).
Chaïm Soutine: Les Maisons, 1921, Musée de l'Orangerie, Paris. Bild: gemeinfrei/Wikipedia Maria Becker (NZZ) spürt in der Ausstellung "Gegen den Strom" im Kunstmuseum Bern das Leiden des in der Nähe von Minsk geborenen jüdischen Malers Chaïm Soutine, der zeitlebens ein Getriebener und im Kunstbetrieb ein Außenseiter blieb, bis er mit knapp fünfzig Jahren an einem Magenleiden starb: "Menschen, Tiere, Bäume, Häuser - alles ist von gewaltsamer Bewegung erfasst. Wellen gehen durch Landschaften wie Erdbeben, Gesichter schauen uns aus Porträts gleichsam in existenzieller Nacktheit entgegen. Tierkadaver in Stillleben scheinen noch immer zu leiden wie Opfer brutaler Gewalt. Soutines Bilder sind ungeschönt; er wühlt in den Farben, als müsste er diese dem Fleisch anverwandeln. Was kam da aus ihm heraus? Der Maler scheint sich mit jedem seiner Motive zu identifizieren. Auch heute noch wirkt vieles krass durch die mit leuchtender Farbschönheit gepaarte Gewalt. Soutine ist expressiv, aber kein Maler des Expressionismus erreicht solche Intensität." Seine Modelle waren Dorfkinder, Dienstmädchen und Hotelpagen, er malte "ihre Unsicherheit und ihr Misstrauen, ihre Ängste und ihre Ärmlichkeit."
Edith Rimmington: "Museum". Bild: The Estate of Edith Rimmington. Photo credits : Chris Harrison Photography, Holt. Norfolk Heute vor hundert Jahren veröffentlichte André Breton sein surrealistisches Manifest, dem Jubiläum widmet das Pariser Centre Pompidou eine Ausstellung, die ihresgleichen sucht, staunt Martina Meister in der Welt. Die Schau ist angelegt als Labyrinth in dreizehn Sälen, eine KI liest etwa mit Bretons Stimme aus dem Manifest vor: "'Ich insistiere auf dem Faktum', schrieb Breton, 'dass der Surrealismus historisch nur in Abhängigkeit vom Krieg verstanden werden kann - ich meine von 1918 bis 1939 - zugleich im Zusammenhang mit dem Krieg, bei dem er einsetzte, und dem, zu dem er zurückkehrte.' Angesichts des destruktiven Umfelds und der Auswirkung und Verfolgung vieler Künstler, wirkt die Kunst der Surrealisten wie eine bunte, verzaubernde Ausflucht in eine innere Bildwelt. Sie war alles andere als unpolitisch. Breton fand eine gute Beschreibung für den Anspruch, das Gesellschaftliche mit dem Individuellen zu verbinden. 'Die Welt verändern, hat Marx gesagt; das Leben ändern, hat Rimbaud gesagt. Diese beiden Losungen sind für uns eins.'"
Frauen hatten es bei den Surrealisten schwer, im Manifest heißt es: "Und ist es schließlich nicht das Wesentliche, dass wir Herr über uns selber und auch über die Frauen, die Liebe sind?", erinnert Till Briegleb in der SZ, der sich freut, dass die überbordende Schau auch unzählige Surrealistinnen präsentiert: "So wird auch der Vergleich provoziert, ob Frauen und Männer Erotik, Pornografie und Geschlechtsteile, zentrale Themen des Surrealismus, anders zeigen. Könnten Hans Bellmers brutale Sexpuppen, die gesichtslos nackten Frauen von Max Ernst, Dalís 'Gesicht des großen Masturbators' oder Paul Delvaux' nackte Traumfrauen auch von Frauen stammen? Könnten Männer die explizite Marquis-de-Sade-Illustration von Valentine Hugo, Toyens Frauen-Sexfantasien, Mimi Parents Zopfpeitsche ('Maitresse') oder Ithell Colquhoums 'Scyla' und 'Tree Anatomy', Surrogate aus Natur und Geschlechtsorganen, geschaffen haben? André Breton wäre das alles recht gewesen."
Besprochen werden außerdem die Ausstellungen die "Neuen Wilden im Berlin der Achtziger Jahre" in der Galerie Deschler in Berlin (FR), "Samuel Fosso: 'Black Pope'" im Kindl - Zentrum für zeitgenössische Kunst in Berlin (taz), "Impuls Rembrandt. Lehrer, Stratege, Bestseller" im Museum der Bildenden Künste Leipzig (FAZ) und "Der andere Impressionismus. Internationale Druckgrafik von Manet bis Whistler" im Kulturforum Berlin (tsp).
BuchLink: Aktuelle Leseproben.
In Kooperation mit den Verlagen (Info)
Sighard Neckel: Katastrophenzeit In seinem neuen Buch analysiert der Soziologe Sighard Neckel das große Dilemma unserer Zeit: Während der Klimawandel auf eine ökologische Katastrophenzeit zuläuft, stellen…
Navid Kermani: Sommer 24 Das scheinbar Unversöhnliche versöhnen und das wirklich Unversöhnliche aushalten - Wie ist es, wenn sich die vertraute Welt auflöst, wenn das, was gestern noch normal war,…
Magdalena Schrefel: Das Blaue vom Himmel Was, wenn es die Möglichkeit gäbe, die Erde abzukühlen, der Himmel dadurch aber nie wieder blau wäre? Hannah arbeitet an einer Ausstellung mit, die dieses Blau bewahren soll,…
Hartmut Berghoff: Trügerischer Wohlstand Vom Musterknaben zum Patienten? Die deutsche Wirtschaft seit der Wiedervereinigung Die Bundesrepublik befindet sich mitten in einer "Zeitenwende" und steht vor tiefgreifenden…
Alle aktuellen BuchLink-Leseproben finden Sie
hier