"Noch nie gab es in Italien so viele Ausstellungen über den Futurismus in öffentlichen Museen und privaten Galerien wie in diesem Jahr", hält Karen Krüger in der FAZ fest. Er droht damit zum "Aushängeschild" der Rechten zu werden: "Tatsächlich hat das Kulturministerium von Giorgia Meloni den Scheinwerfer auf den Futurismus gerichtet, schon kurz nachdem die rechtsgerichtete Regierung im Oktober 2022 ihre Arbeit begann. Es war sofort klar, dass man dem Futurismus wieder neues politisches Gewicht beimisst." Der ehemalige Kulturminister Sangiuliano attestierte ihm laut Krüger "'eine Idee von Modernität, die aus dem Alten, aus der Vergangenheit kommt'. Zusammen mit dem damals noch von Giuli geleiteten MAXXI-Museum werde man eine 'neue italienische Vorstellungswelt' erschaffen." In Kürze eröffnet die von Sangiuliano angekündigte Ausstellung "Die Zeit des Futurismus" in der Galleria Nazionale d'Arte Moderna in Rom. Krüger "kann nur hoffen, dass der Futurismus nicht auf die italienische Identität festgelegt werden soll".
Besprochen wird eine Ausstellung von Noah Davis im Kunsthaus Minsk (Tsp).
In der wochentazgibt Carmela Thiele Einblicke in die Ausstellung "Fellow Travelers. Kunst als Werkzeug, die Welt zu verändern" im ZKM Karlsruhe, in dem vor allem "politisch" engagierte Werke, unter anderem vom Konzeptkünstler Renzo Martens zu sehen sind. Mitkuratiert hat die Schau die kubanische Künstlerin Tania Bruguera (unser Resümee), die in einem Video zusammen mit dem neuen ZKM-DirektorAlistair Hudson erklärt, was sie politische Kunst ausmachen sollte: "Im spanischen útil stecke nicht nur der Aspekt des Nützlichen, auch das Wort Werkzeug. Gemeint ist also Kunst als Tool, um verhärtete Strukturen aufzulösen, Missstände zu beheben. 'Ethisch und ästhetisch' solle sie sein, sind sich Hudson und Bruguera einig." Nichts gegen Kunst, die die Welt verändern will, findet Thiele. Es ist aber Vorsicht geboten: "Politischer Aktivismus von Kunstschaffenden, etwa die Forderung von der Gruppe Art Not Genocide Alliance (ANGA), Israel aufgrund des Kriegs in Nahost von der diesjährigen Biennale von Venedig auszuschließen, bedient sich ausschließlich der Mittel des Protests. Das kann man machen, ist aber keine Kunst. Hier zumindest lässt sich eine rote Linie ziehen, um sich in dem unübersichtlich gewordenen Feld künstlerischer Einmischungen noch ein paar letzte Elemente autonomer, freier Kunst zu bewahren."
Außerdem: Laura Helena Wurth unterhält sich für die FAS mit den zwei Freiwilligen Gaby Frey und Luca Klett, die in der Zürcher Retrospektive Marina Abramovics Performance "Imponderabilia" nachstellen: Sie stehen also nackt in einem Türrahmen, die Besucher müssen sich an ihnen vorbeischieben. Besprochen wird die Ausstellung "Country bin pull'em" im Weltkulturen Museum Frankfurt (FR), eine Ausstellung mit Werken der Finalisten des Losito-Kunstpreises in di Galerie in Berlin (tsp), die Ausstellung "This is feeling all of it" mit Werken von Ryan Gander in der Galerie Esther Schipper in Berlin (tsp) und die Ausstellung "Eccentric - Ästhetik der Freiheit" in der Pinakothek der Moderne in München (tsp).
Adrian Ghenie, Weltwehmut 1, 2024. Foto: Infinitart Foundation
Karoline Heinzl wandert in der Wiener Albertina maßvoll inspiriert durch eine Ausstellung des rumänischen Künstlers Adrian Ghenie, der sich von den "Schattenbildern", den verloren gegangenen Bilder Egon Schieles, von denen einige nur durch ein paar Fotografien dokumentiert sind, hat inspirieren lassen. Nur dass er seine Figuren noch stärker zergliedert als Schiele, erzählt sie in der FAZ: "Schon Schieles Figuren entsprangen keinem Naturalismus und entsprachen noch seltener der 'Realität': Meist äußerst hager, wirken die Extremitäten oft insektenhaft. Ghenie scheint diese Evolution des Grauens im 21. Jahrhundert um einen weiteren Faktor zu erweitern, namentlich die Technologie. Laptops, Smartphones, moderne Laufschuhe und andere Insignien der Jetztzeit finden sich in den Gemälden wieder. Ghenies Werke spiegeln damit nicht nur den Grundgedanken Schieles wider, nach dem man manchmal suchen muss, sondern auch wie bei diesem eine verzerrte Darstellung der Gegenwart. Er erweitert den menschlichen Körper damit um die Komponente der technologischen Entwicklung; das Smartphone wird zu einem eigenen Körperteil."
Weitere Artikel: Ebenfalls in der FAZ kann Hubertus Butin nachvollziehen, warum die Beratende Kommission NS-Raubgut keinen Grund sah, zwei Bremer Bilder George Grosz' an dessen Nachfahren zu restituieren.
Besprochen werden Egidio Marzonas Sammlung an Künstlerbüchern in der Neuen Nationalgalerie Berlin (Tsp), Folke Köbberlings Ausstellung "Mash & Heal" im Stadtraum München (taz) und Cordula Ditz' Video-Installation "They Speak to Us in Dreams" im Kunsthaus Hamburg (taz).
Weitere Artikel: Die im Jahr 1989 von dem unabhängigen Kurator Andrej Jerofejew in Moskau gegründete Abteilung für zeitgenössische Kunst wird nun der neu gegründeten Abteilung für russische Kunst des späten 20. und frühen 21. Jahrhunderts der Tretjakow-Galerie zugeschlagen, berichtet der ukrainische Kunsthistoriker Konstantin Akinsha in der FAZ: Diese bewacht die 72-jährige Natalja Alexandrowa, eine "Spezialistin für den sozialistischen Realismus, der in Putins Russland zu neuen Ehren kommt". Die Beratende Kommission NS-Raubgut hat der Freien Hansestadt Bremen empfohlen, zwei Gemälde von George Grosz nicht an die Erben zu restituieren, meldet Birgit Rieger im Tagesspiegel: Grosz habe die Bilder "Pompe Funèbre" von 1928 und "Stillleben mit Fisch und Muschel" (auch Stillleben mit Okarina) von 1931 wegen zu hoher Schulden weggegeben, argumentiert die Kommission.
Besprochen werden eine Ausstellung im Kurhaus Kleve des von den Nazis als "entartet" verfemten Bildhauers Ewald Mataré, der mit seinen avantgardistischen Skulpturen für Soldatenfriedhöfe, Kirchenausstattungen und Brunnen in der BRD eine zweite Karriere starten konnte (taz), die Noah-Davis-Ausstellung im Kunsthaus Minsk in Potsdam (Tagesspiegel, mehr hier), die Albert-Oehlen-Ausstellung "Computerbilder" in der Hamburger Kunsthalle (SZ) und eine MarinaAbramovic-Retrospektive im Kunsthaus Zürich (NZZ).
Neda Saeedi, Two Shades of Green, 2021, Ausstellungsansicht. Unterstützt von der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden, Courtesy the artist, Neda Saeedi, Kunsthalle Tirol, 2024. Foto: Günter Kresser
Schön, aber auch abgründig und in der Tendenz gesellschaftskritisch sind die Installationen der iranisch-deutschen Künstlerin Neda Saeedi, freut sich Ivona Jelčić im Standard, die die Saeedi gewidmete Ausstellung "in fire yet we trust" in der Kunsthalle Tirol besucht. Zum Beispiel die Arbeit "Two Shades of Green": "Der gläserne Garten, den Neda Saeedi in der Kunsthalle im Innsbrucker Taxispalais angelegt hat, ist zwar an die Idee des Paradiesgartens angelehnt, aber er ist schockgefroren: Die Pflanzen sind in künstlicher Perfektion erstarrt, die als Einfriedung dienenden Gartendarstellungen sind ihrer Farbigkeit beraubt und auf schlichte geometrische Formen aus kaltem Stahl reduziert. Die auf Glastischen arrangierten Schneekugeln halten kleine grüne Männchen gefangen, die sich als Avatare aus einem Videospiel entpuppen. 'Echte' Natur? Sprießt einzig und allein aus einer Ecke des Ausstellungsraums, es handelt sich um ein getrocknetes Büschel Unkraut."
Anna und Bernhard Blume, Mahlzeit, Ausschnitt. Courtesy Buchmann GalerieAngeregt flaniert Hannes Hintermeier für die FAZ durch zwei Fotoausstellungen in der Kunsthalle Krems. Gabriele Engelhardt zeigt in ihrer Serie "Kremser Berge" für die Kamera arrangierte Schrotthaufen. Die Arbeiten von Anna und Bernhard Blume hingegen nehmen in "Komplizenschaften (A=B)" geschickt und ohne Angst vor großen Gesten die kleinbürgerliche Lebenswelt aufs Korn: Das "traute Heim entpuppt sich als abgründig. So sieht man in der achtteiligen Serie 'Mahlzeit' (1985/86) die Blumes in unscharfen Aufnahmen wie geknebelt mit einem Styroporwürfel im Mund. Auch der Titel der Arbeit ist aus Styroporbuchstaben geformt, und allzu groß ist die Begeisterung über die Plastiknahrung offensichtlich nicht - Bernhard Blume speit die Hartschaumteile in großem Bogen wieder aus. In 'Küchenkoller' aus dem gleichen Jahr jongliert Anna Blume mit Dutzenden Kartoffeln und einem Sieb, bis sie samt Küchenstuhl nach hinten kippt."
Besprochen werden außerdem die Schau "Act I: In-Between-Space" in der Galerie 1-06 Berlin (taz Berlin), eine Dora-Hitz-Ausstellung in der Berliner Villa Liebermann (Tagesspiegel), die dem Zeichner Dieter Goltzsche gewidmete Schau "Ohne Bitterstoffe" in der Berliner Galerie Amalienpark (BlZ) und Hito Steyerls Ausstellung "Normalität" im Heidelberger Kunstverein(monopol).
Helena Uambembe: "Standard Issue (A meditation on things we do not care), 2024. Installationsansicht Kunsthalle Bremen. Foto: Carolin Weinkopf / Kulturkreis der deutschen Wirtschaft Ihre Kunst soll alle Sinne erreichen, erfährt Jonathan Guggenberger in der taz von der südafrikanischen Künstlerin und Tochter eines angolanischen Soldaten Helena Uambembe, der die Kunsthalle Bremen anlässlich der Auszeichnung mit dem Ars Viva Preis eine Ausstellung widmet. Guggenberger selbst fährt dann doch lieber mit Derrida und Freud das große Besteck auf, um Uambembes Werke zu erläutern: "In 'Das Unbehagen in der Kultur' schildert der Psychoanalytiker einen Spaziergang durch Rom. Was er an der römischen Architektur erkennt: Geschichte gestaltet sich in 'Schichten' - genauso die menschliche Psyche. Eine architektonische Epoche legt sich über die andere, eine Erfahrung über die nächste, und verändert die Oberfläche. In Werkserien wie 'Commander Nel's Archive' (2020) oder 'Ghost of my Parents Past' (2018/19) sind es Foto- und Lithografien archivarischer Bilder, die Uambembe neu beschichtet. Mit Zeichnungen, Beschriftungen oder Scherenschnitten des eigenen Körpers. Es sind Fotos aus Kolonialarchiven, schwarz-weiße Bilder, die Momente der Geschichte des Bürgerkriegs in Angola zeigen. Ein Krieg, der mit Unterbrechungen von 1975 bis 2002 andauerte. Uambembe versucht sich einzuschreiben in diese Momente, 'Interventionen in Geschichte' nennt sie das. Man könnte auch sagen: Eine postkoloniale Aneignung der eigenen Geschichte, die immer auch eine der Fremdherrschaft, der Entfremdung ist."
Weitere Artikel: In der tazberichtet Jürgen Gottschlich von einer Petition, initiiert von Zahi Hawass, ehemaliger Direktor der Ägyptischen Antikenverwaltung, und unterzeichnet von inzwischen 21.000 Menschen im In- und Ausland, die fordert, die Nofretete von Berlin ins neue Pharaonenmuseum in Kairo zu schaffen.
Besprochen werden die Ausstellungen "Aber hier leben? Nein danke. Surrealismus und Antifaschismus" im Lenbachhaus München (SZ) und "Monet and London. Views of the Thames" in der Courtauld Gallery London (NZZ).
Ivan Padalka, Tomatenpflücken, 1932. Fünf Jahre später wurde Padalka zusammen mit anderen Bojtschukisten im Rahmen der Stalinschen Säuberungen erschossen. Bild: ArtHive, Gemeinfrei
Jens Malling stellt in "Bilder und Zeiten" (FAZ) die ukrainische Künstlerbewegung um Mychajlo Bojtschuk vor, die in den dreißiger Jahren Stalins Terror zum Opfer fiel. "Von der Ermordung der 'Bojtschukisten' und der Auslöschung ihres Werks führt eine direkte Linie zum Versuch des heutigen russischen Regimes, die Kultur der Ukraine zu beseitigen", so Malling. "Es waren oft epische, viele Quadratmeter messende Kompositionen für Sanatorien oder Theater, die das sowjetische Projekt verherrlichten, so wie Bojtschuk und seine Anhänger es verstanden. 'Ihre Kunst war sowjetisch und proletarisch, aber stets mit lokalen Motiven. Die Fresken sprachen ein ukrainisches Publikum an - insbesondere die Schicht der Bauern, die damals den größten Teil der Bevölkerung ausmachte', so [die ukrainische Kunsthistorikerin Katia] Denysova." Heute sind davon fast nur noch schwarz-weiß-Fotos geblieben, "denn seit Ende der Dreißigerjahre wurden die Malereien der Bojtschukisten systematisch zerstört. Sowjetische Kommissare ließen sie von den Wänden abkratzen, mit Hämmern abschlagen oder übermalen." Die prominentesten Mitglieder der Bewegung wurden hingerichtet. Warum? Stalin, der in den Dreißigern die ukrainischen Bauern verhungern ließ, wollte sie wohl nicht als Hauptdarsteller monumentaler Gemälde, und der nach Lenins Tod wiederaufblühende russische Chauvinismus ließ eine ukrainische Version sowjetischer Kunst wohl auch nicht zu, erklärt Denysova.
Weitere Artikel: Bettina Wohlfahrt besucht für die FAZ im Pariser Vorort Chatou das erste Museum für Kunst und Kultur des Sufismus: "Der Ausstellungsparcours über drei Stockwerke versteht sich als Erfahrung des spirituellen Aufstiegs, der bei der dritten und letzten Etappe symbolisch zum Raum der Veränderung und des reinen Lichts führt. Plastiken des marokkanischen Künstlers Younès Rahmoun begleiten diese Aufwärtsbewegung in der Initiation des Besuchers." In der NZZzeichnet Philip Meier den künstlerischen Werdegang Marina Abramovics nach, der das Kunsthaus Zürich gerade eine Retrospektive widmet. Michaela Nolte stellt im Tagesspiegel die Sammlerin Helene Kröller-Müller vor und ihr Kröller-Müller Museum im niederländischen Otterlo.
Amoako Boafo, White Nail Polish, 2021. Bildausschnitt. Foto: Roberts ProjectBesprochen werden die Alison Knowles Retrospektive im Museum Wiesbaden (FR), eine Ausstellung der Malerin Dora Hitz in der Villa Liebermann am Wannsee (Tsp) und eine Ausstellung des ghanaischen Künstlers Amoako Boafo im Wiener Belvedere (Standard-Kritiker Michael Wurmitzer ist begeistert! "Diese Bilder knallen. Sie wirken ganz direkt. Überlebensgroße Protagonisten schauen von ihnen aus dem Betrachter entgegen und oft geradewegs in die Augen. Selbstbewusste Individuen einer schwarzen Kultur. Ob sie eine coole Kappe aufhaben, einen großen Sonnenschlapphut, ihre Haare kurz abgeschnitten und blondiert haben oder kess ihre Brille mit spitzen Fingern die Nase herunterziehen. 'Wollen Sie was von mir?'").
Rosa Loy: Die andere Seite, 2009. Bild: Museum der schönen Künste.
Ingeborg Ruthe ist für die FR nach Tschechien gereist, um im Museum der schönen Künste in Liberec die Ausstellung "Verwobene Sphären" des Leipziger Künstlerpaars Neo Rauch und Rosa Loy zu sehen. In einem ehemaligen Schwimmbad, das nun das Museum beheimatet, fangen die Bilder an, miteinander zu kommunizieren: "Mit ihren märchenartigen Motiven flankiert die Malerin Rauchs verstörende 'Krönungs'-Zeremonie. Als wolle sie sagen, dass die Kunst eine Hoffnungsmaschine bilden kann. Als schaffe sie mit ihren farbleuchtenden weiblichen Figuren, die sich in keinem der Motive unterkriegen lassen, eine lebensfrohe, trotzige Unterströmung zu Neo Rauchs tiefsinniger Melancholie. Diese in den Tür-an-Tür-Ateliers der alten Leipziger Baumwollspinnerei entstandenen Werke, all diese frei fließenden mythologischen und märchenhaften Elemente, sind sehr intim. Doch sie lassen jeden Betrachter freundlich ein in diese Zeit-Raum-Ebenen zwischen Realem und Traum, auch Albtraum, zwischen Emotion und Flucht in die Distanz. Darauf angesprochen, wird Neo Rauch auf einmal witzig: 'Unsere Ausstellung ist total uncool; es entsteht Hitze durch emotionale Reibung.'"
"Keine Angst vor Francis Bacon", ermutigt Eva Ladipo in der FAZ, angesichts der Ausstellung "Francis Bacon: Human Presence" in der National Portrait Gallery in London. Bacon, vor allem als Chronist des Verstörenden bekannt, zeigt sich hier von einer anderen Seite, etwa in den Porträts, die er von Nahestehenden angefertigt hat: "Kein Modell sieht sich in Bacons Werken ähnlich, alle werden hässlich verzerrt. ... Ihn interessierten die körperlichen Ausströmungen und das 'Pulsieren'. Doch gerade deshalb zeugen die Bilder auch von Vertrauen, Loyalität und Kameradschaft innerhalb von Bacons berüchtigtem Freundeskreis." Manchen Bilder erscheinen Ladipo fast zärtlich, andere humorvoll: "Ein großes, farbenfrohes Gemälde zeigt seinen Liebhaber George Dyer mit dem untypischen Detail einer goldenen Armbanduhr. Der Legende nach soll Dyer dem Maler die gestohlene Rolex an ihrem ersten gemeinsamen Abend geschenkt haben. Fast zwangsläufig kulminiert die Ausstellung in dem berühmten Triptychon, auf dem der Selbstmord von Dyer dargestellt ist. Der animalisch verformte, bereits aufs Fleischliche reduzierte Geliebte übergibt sich, sitzt auf der Toilette und bricht zusammen. Doch selbst dieses rohe Abbild des Leids vermittelt mehr als Entsetzen, denn das dreiteilige Bildnis ist auch eine überwältigende Liebeserklärung an Dyer."
Weiteres: Eine Online-Petition fordert die Rückgabe der Nofretete nach Ägypten, berichtet der Tagesspiegel, bislang gibt es mehr als 21 000 Unterschriften. Monopol ist auf der KunstmesseContemporary Istanbul unterwegs.