Efeu - Die Kulturrundschau - Archiv

Film

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Efeu - Die Kulturrundschau vom 04.10.2025 - Film

Trump im Bett mit Satan: Screenshot aus der aktuellen "South Park"-Staffel

Katharina J. Chichoch staunt in der taz über die aktuell laufende Staffel der für ihren mal beißend satirischen, dann wieder infantil skatologischen Humor bekannte Zeichentrickserie "South Park". Deren beiden Macher Trey Parker und Matt Stone sind zwar bekannt dafür, dass sie "dem Wahnsinn der Gegenwart immer noch ein Schnippchen schlagen würden." Aber "jetzt kann man der Serie beim Hadern mit dem Realitätsprinzip in Echtzeit zusehen. ...  In wahnsinnigem Tempo verarbeiten sie quasi live eine politische Gegenwart, die vielen nurmehr als Travestie erscheint. Und versuchen dabei, ein geradezu Kant'sches Prinzip, niemanden ob seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit zu schonen."

Weitere Artikel: In der FAS unterhält sich Tobias Rüther mit Fatih Akin über dessen (in taz und Standard besprochenen) Film "Amrum" nach dem gleichnamigen Roman von Hark Bohm. Elmar Krekeler spricht in der Welt mit dem Schauspieler Moritz Führmann, der in der Netflix-Serie "Alphamännchen" mitspielt. Martin Scholz spricht in der WamS mit der Schauspielerin Emily Blunt. In der FAZ spricht Christian Aust mit dem Schauspieler Martin Freeman, der in der (in der NZZ besprochenen) Neuverfilmung von Michael Endes "Momo" zu sehen ist. Valerie Dirk verweist im Standard auf zwei Wiener Filmreihen über Konrad Wolf und Karin Brandauer.

Besprochen werden Carrie Rickeys Biografie über die Autorenfilmerin Agnès Varda (FD), Christina Tournatzés' Kindesmissbrauchsdrama "Klara" (Zeit Online), Christian Petzolds "Miroirs No. 3" (Jungle World, unser Resümee), Emmanuel Parvus "Drei Kilometer bis zum Ende der Welt" (Standard), Kathryn Bigelows Atomkriegsfilm "A House of Dynamite" (WamS, mehr dazu bereits hier), die deutsche RTL-Adaption "Euphorie" der HBO-Skandalserie "Euphoria" (Zeit Online), die Netflix-Serie "Monster: Die Geschichte von Ed Gein" (Welt), die ARD-Serie "Naked" über die Folgen von Sexsucht (Welt), die vierte Staffel der Serie "Slow Horses" mit Gary Oldman (Freitag), Amélie Bonnins "Nur für einen Tag" (SZ) und die auf AppleTV+ gezeigte Animationsserie "Die Schwestern Grimm" (FAZ).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 02.10.2025 - Film

"A Letter to David" von Tom Shoval

Sehr beeindruckend findet Perlentaucher Benjamin Moldenhauer Tom Shovals Dokumentarfilm "A Letter to David" über die Folgen des genozidalen Hamas-Massakers vom 7. Oktober. Es geht um den von der Hamas entführten und bis heute gefangenen Schauspieler David Cunio. Der Film ringt um ein ethisches Verhältnis zu den Bildern der Gewalt - und zeigt sie nicht, sondern allenfalls als Latenz, etwa in einer Ansprache von Davids Zwillingsbruder Eitan, der selbst den 7. Oktober gerade so überlebt hat: Eine "Analogie zu 'Shoah' besteht in der Weise, wie die Kamera Eitan Cunios Rede und ihren körperlichen Ausdruck aufzeichnet, wie er damit als eine Art Medium der Veranschaulichung der Gewalt fungiert, die ihm angetan worden ist. Körper und Sprache erzählen von einem Geschehen, das als unmittelbares Bild nicht zeigbar wäre." Hingewiesen sei in diesem Zusammenhang auch auf eine Berliner Ausstellung, die an das Hamas-Massaker beim Nova-Festival erinnert: "The Moment Music Stood Still". Gezeigt wird dort auch ein Film des Regisseur Yariv Mozer, "We Will Dance Again", der den Opfern und Überlebenden gewidmet ist. Evelyn Finger hat in der Zeit einige Aussagen aus dem Film dokumentiert.

Beim Zurich Film Festival wurde Mstyslav Chernovs Dokumentarfilm "2000 Meters to Andriivka" über eine ukrainische Soldatentruppe direkt an der Front gezeigt. Der Film basiert zum großen Teil auf dem Videomaterial, das die Soldaten mit den ständig laufenden Kameras an ihrer Ausrüstung selbst automatisch anfertigen. "Diese Aufnahmen können sehr persönlich sein", sagt der Regisseur im NZZ-Gespräch gegenüber Ivo Mijnssen. "Weil du die Welt durch die Augen der Soldaten siehst. Und wir wollten die Zuschauer direkt in den Schützengraben bringen. Aber wenn die Videos schnell geschnitten und mit Musik unterlegt sind, sehen sie aus wie Computerspiele. Das mussten wir vermeiden, um die Menschlichkeit zu erhalten. ... Die Leute sollen aus dem Kino gehen und sich fragen: Wie können wir die Männer unterstützen, wie können wir stark bleiben? ... Krieg ist das Schlimmste, was sich die Menschheit je angetan hat. Ich bin allergisch gegen seinen Gestank. Ich hasse all die Albträume, die ich habe. Aber wenn wir bombardiert werden, kämpfen wir. Die Männer an der Front haben eine irrationale Hoffnung."

Eine Kunst für sich: "Amrum" von Fatih Akin

SZ und Zeit Online unterhalten sich mit Fatih Akin, der mit "Amrum" einen Roman seines Mentors Hark Bohm verfilmt hat. Es geht um einen kleinen Jungen auf der gleichnamigen nordfriesischen Insel zur Zeit des Zweiten Weltkriegs. Akin zeigt sich hier als "leiser Erzähler", stellt Susan Vahabzadeh in der SZ fest. "Man kann auf die unterschiedlichsten Arten vom Nationalsozialismus erzählen, hart und klar und distanziert. 'Amrum' hat sich für Zwischentöne und Unsicherheiten entschieden, und das funktioniert richtig gut: Die Widersprüche und organischen Übergänge aus gesellschaftlichem Druck, elterlicher Gehirnwäsche und kindlicher Erkenntnis abzubilden, ohne in falsche Freisprüche und wackelige Wertungen zu verfallen, ist eine Kunst für sich."

Weitere Artikel: Sehr zur Verunsicherung der Hollywood-Schauspielbranche wurde beim Zurich Film Festival die KI-"Schauspielerin" Tilly Norwood der Öffentlichkeit vorgestellt, berichten Tobias Sedlmaier (NZZ) und David Steinitz (SZ). Katja Nicodemus erzählt in der Zeit von ihrer Begegnung mit Dwayne Johnson, der aktuell in Ben Safdies (in taz und FR besprochenem) Sportdrama "The Smashing Machine" zu sehen ist (unser Resümee). In der Zeit verabschiedet sich Alice Schwarzer von Georg Stefan Troller, der vor wenigen Tagen 103-jährig verstorben ist (unser Resümee). Zu Trollers Tod schreibt auch Rüdiger Suchsland auf Artechock. Außerdem ruft er Hartmut Bitomsky nach (hier weitere Nachrufe). Valerie Dirk spricht für den Standard mit dem Regisseur Andreas Prochaska, der seinen Film "Welcome Home Baby" präsentiert. In der SZ porträtiert Sara Maria Behbehani die Schauspielerin Alexa Goodall, die in der Neuverfilmung von Michael Endes "Momo" die Titelrolle spielt. Der Guardian erinnert mit einer Bildergalerie an den italienischen Maler Renato Casaro, der im Alter von 89 Jahren gestorben ist und der im Lauf seiner Jahrzehnte umspannenden Karriere zahlreiche international ikonische Filmplakate gestaltet hat.

Besprochen werden Peter Mettlers experimenteller Essayfilm "While the Green Grass Grows (Part 1+6)" (Perlentaucher, critic.de), Christina Tournatzẽs' Missbrauchsdrama "Karla" (Artechock, SZ) und Kogonadas Liebesfilm "A Big Bold Beautiful Journey", der laut FR-Kritiker Daniel Kothenschulte so aussieht "als habe er sich zum guten Teil der Gestaltungshoheit von KI überantwortet. Und wie die Erotik glänzt der Humor durch Abwesenheit." Auch Artechock bespricht den Film.

Efeu - Die Kulturrundschau vom 01.10.2025 - Film

Matter Fleischberg: Dwayne Johnson, kaum wiederzuerkennen, in "The Smashing Machine"

"The Smashing Machine" ist das Solodebüt des sonst mit seinem Bruder Josh im Kino für ekstatisch-exzessive Inszenierungen generalzuständigen Regisseurs Ben Safdie. Für sein Sport-Biopic über den Wrestler Mark Kerr konnte er den normalerweise auf hochbudgetierte Actionsausen abonnierten Ex-Wrestler Dwayne "The Rock" Johnson gewinnen, der hier erstmals ins oscarverdächtige Charakterfach wechselt. Safdie "blickt hinter die Fassade fleischbergiger Männlichkeit", schreibt Jens Balkenborg in der FAZ, der sich in mancher Ringszene vor Schmerz im Kinosessel windet. Das setzt den Modus dieses Films, der "in den Kampfszenen und ganz generell nicht durch Stilisierung oder Dramatisierung überzeugt, sondern durch einen so ungeschönten wie zurückhaltenden Realismus." Aber Sadie "sucht keinen kinematographischen Sensationalismus", er "entwirft (ohne zu werten) mit empathischem Blick ein zartes Porträt seines Protagonisten und des nicht eben zarten Sports."

Dieser Film versucht die Dramaturgie des Sportfilms zu unterlaufen, hält auch Tobias Sedlmaier in der NZZ fest: "Meist muss sich der Underdog in seiner jeweiligen Disziplin nach oben ackern. ... 'The Smashing Machine' hingegen steigt auf dem Höhepunkt des noch unbezwungenen Kämpfers ein und arbeitet sich von dort aus weiter. Eine leicht nach unten drängende Sinuskurve statt eines blutigen Märchens." Doch das "fluide, ziellose Erzählen hat seinen Preis: Am Ende erschlaffen die um sich selbst kreisenden Bewegungen, die ewige Sucht von Kerr, jeder weitere Kampf, der abläuft wie der vorherige. ... Unter dem wankelmütigen Drehbuch leidet vor allem die von Emily Blunt gespielte Dawn Staples, die Freundin von Kerr. Auch ihre Metamorphose zur White-Trash-Lady mit Leopardenlook ist gelungen. Doch ihre Figur ist undankbar angelegt." Für den Standard bespricht Stefan Weiss den Film.

Weitere Artikel: Tobias Obermeier spricht für die taz mit Christina Tournatzes über ihren Film "Karla", in dem sie von einem realen Fall von Kindesmissbrauch erzählt. Wolfgang Hamdorf resümiert im Filmdienst das Filmfestival San Sebastián. In der FAZ gratuliert Andreas Kilb der Schauspielerin Julie Andrews zum 90. Geburtstag. Besprochen werden Christian Ditters Neuverfilmung von Michael Endes Fantasyklassiker "Momo" (Welt), die ARD-Serie "Naked" über Sexsucht (Tsp), Paul Greengrass' auf Apple gezeigter Katastrophenfilm "The Lost Bus" (SZ) und William Bridges' auf Apple gezeigte Online-Dating-Komödie "All of You" (SZ).

Und Werner Herzog hat mal wieder Conan O'Brien im Podcast-Studio besucht: 

Efeu - Die Kulturrundschau vom 30.09.2025 - Film

Hans-Jürgen Syberberg hat "Nachtgesang", den dritten Teil seiner Demmin-Trilogie, parallel in Moskau und in Demmin uraufgeführt, berichtet Kerstin Holm in der FAZ. Dieser "Film ist logischer Abschluss und künstlerisches Konzentrat von Syberbergs Versuchen, die Traumata der ehemals stolzen Stadt in Mecklenburg-Vorpommern, die in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs zerstört wurde und wo sich mehr als tausend Einwohner, da die Rote Armee einrückte, das Leben nahmen, mit Mitteln der Kultur zu therapieren." Die Filmcollage ist auch auf der Website des Regisseurs zu sehen.

Weiteres: Patrick Heidmann spricht in der FR mit Paul Thomas Anderson über dessen neuen Film "One Battle After Another" (unsere Kritik). Stefan Reinecke schreibt in der taz einen Nachruf auf Hartmut Bitomsky. Das Filmmagazin Revolver hat Dietrich Leders 2009 gehaltene Laudatio auf Bitomsky online gestellt. Mehr zu Bitomskys Tod hier in unserem Resümee. Besprochen wird die auf einem von ihm selbst nie umgesetzten Drehbuch von Ingmar Bergman basierende Arte-Serie "Faithless" (eine "im sonst auf schnell dahinfließender Unterhaltung ausgelegten Seriengeschäft eine seltene und sehenswerte Arthouse-Perle", findet tazler Florian Schmid).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 29.09.2025 - Film

Georg Stefan Troller, 2011 (Bild: Bodow, CA BY-SA 4.0)

Georg Stefan Troller ist tot. 103 Jahre ist er geworden - und was für ein Leben der Autor, Journalist und Filmemacher geführt hat: Den Nazis ist er als in Wien geborener Jude über Marseille in die USA entkommen, als US-Soldat kehrte er zurück, war an der Befreiung des KZ Dachau beteiligt und blieb fortan in Paris. Mit seinem Magazin "Pariser Journale" und der Porträtreihe "Personenbeschreibung" schrieb er schließlich bundesrepublikanische TV-Geschichte mit sagenhaften Einschaltquoten. Gefühlt bis zuletzt empfing er in seiner Pariser Wohnung Journalisten aus Deutschland, die sich nach ihm erkundigten und an seinen Lippen hingen. Für seine großen TV-Sendereihen traf er nahezu alle, die im 20. Jahrhundert Rang und Namen hatten, und wurde so zu "einem der beliebtesten Reporter seiner Zeit", wie Uwe Ebbinghaus in der FAZ schreibt. "Wo kam die impressionistische Leichtigkeit her, mit der Troller von 1962 an in seinem 'Pariser Journal' Persönlichkeiten, Straßen und Orte der französischen Hauptstadt einfing?" Selbst noch in den Neunzigern war es "eine staunenswerte Erfahrung, zufällig in einen Troller-Film zu geraten und zum ersten Mal diese markante, offenbar völlig selbstgewisse Stimme zu hören. Eine Sprachmelodie, die wie ein Walzer zum Ende eines jeden Satzes immer wieder anhebt und in den nächsten hinübergleitet, als müsse man nicht viel Aufhebens um die Einzelheiten machen."



In seinen Filmen ging es Troller darum "immer wieder neue Formen der Wirklichkeitsauslegung zu entwickeln", schreibt Christian Hißnauer im Filmdienst in einer ursprünglich 2021 erschienenen Rezension einer DVD-Box mit einer Auswahl von Trollers TV-Arbeiten. Diese "sind ungezügelt. Sie zelebrieren die Lust am sprachlichen und visuellen Ausdruck - und an dokumentarischen Grenzgängen." Im TV unserer Gegenwart hätte Troller wohl "keinen Platz mehr. Insofern zeigen seine Filme auch, was Fernsehen einmal war, was Fernsehen sein könnte." Daniel Kothenschulte lobt in der FR die "Kunst der Annäherung" dieses "selbstbewussten Flaneuers". Dessen Beiträge lebten "von einer Kombination aus mobiler Handkamera und Kommentierung. Diese verfasste er in einem scheinbar spontanen Reportagestil im Nachhinein, wobei er das Bild nicht zu erklären, sondern zu erweitern suchte." Dieser "Wortgewalt stand dabei ein visueller Überschuss entgegen, das Finderglück von Kameraleuten wie dem großen Carl F. Hutterer. ... Blickt man heute auf Trollers immenses Filmwerk, betritt man die Schatzkammer eines untergegangenen Kulturfernsehens. Experimentierfreudig und doch stets auf Augenhöhe."



Bei diesem "Grandseigneur des Fernsehens wurden aus Heroen Menschen und aus Menschen Heroen", schreibt Paul Jandl in der NZZ über diesen "Jahrhundertmenschen". Nicht nur Stars traf Troller, sondern auch den gesellschaftlich Ausgegrenzten und an den Rand Gestellten hat er "jene Würde gegeben, die das Fernsehen seinen Opfern oft nimmt. Hier war die berühmte Glotze etwas anderes. Keine Schicksalsverwertungsgesellschaft, sondern ein Zeichen dafür, dass Journalismus nicht nur Zeitgenossenschaft ist, sondern auch eine Form der Mitmenschlichkeit. ... Troller-Interviews waren Seelenerkundungen, waren Literatur für sich." Mara Delius erinnert sich in der Welt an ihren Besuch bei Troller, als er seinen 100. Geburtstag feiern konnte: "Der alte Mann hatte nichts Abgeschlossenes oder Starres, obwohl er, wie er selbst mit blitzendem Blick sagte, 'eigentlich ein Fossil' sei." Auch Christoph Amend erinnert sich auf Zeit Online an persönliche Begegnungen.

Die Archive sind reichgefüllt: Zur Literarischen Welt hatte Troller bis zuletzt Kolumnen über seine zahlreiche Begegnungen mit Künstlern und Prominenten beigesteuert - hier seine letzte Lieferung über einen Besuch im Globe Theatre in London. Das ZDF hat ein fast dreistündiges Gespräch mit Troller im Angebot. Auch SWR und Dlf Kultur haben große Gespräche mit Troller in ihren Archiven. Die ARD-Mediathek hat hier, dort und hier Porträts. Auf Youtube gibt es zahlreiche seiner Reportagen, Porträts und Gespräche - wir empfehlen diese sorgfältig zusammengestellte und aus Anlass von Trollers Tod nochmals aktualisierte Playlist. Bücher von und über Troller finden Sie in unserem Online-Buchladen Eichendorff21.



Weiteres: Thomas Abeltshauser resümiert für die taz das Filmfestival in San Sebastián. Dass AppleTV die Serie "The Savant", in der Jessica Chastain im Netz nach rechten Amokläufern fahndet, fürs Erste doch noch nicht online gestellt hat, dürfte wohl an dem Anschlag auf Charlie Kirk liegen, vermutet Florian Schmid in der taz. Tobias Sedlmaier berichtet in der NZZ von einer Veranstaltung mit Russell Crowe beim Zurich Film Festival. Markus Ströhlein erzählt in der Jungle World von seiner Reise nach Birmingham, wo die Erfolgsserie "Peaky Binders" angesiedelt ist. Marie-Luise Goldmann spricht für die Welt mit dem Team der ARD-Serie "Naked", in der es um die Folgen von Sexsucht geht. Besprochen werden Gabriel Mascaros auf der Berlinale preisgekrönter Film "Das tiefste Blau" (Zeit Online) und Paul Thomas Andersons "One Battle After Another" (vom TA für die SZ online nachgereicht, unsere Kritik).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 27.09.2025 - Film

Hartmut Bitomsky, 2024 (Bild: Kaethe17, CC BY-SA 4.0)
Die Filmkritiker trauern um Hartmut Bitomsky. Er war im ersten, legendären Jahrgang der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb). Gemeinsam mit seinem Kommilitonen Harun Farocki zählte er zu den wichtigsten Filmessayisten der alten BRD, zugleich drehte er Einspieler für die "Sesamstraße" etwa über Arbeitsabläufe in Fabriken. Später lehrte er selbst an der dffb, die er schließlich auch für ein paar Jahre leiten sollte.

Oder kurz: Er war "einer der einflussreichsten Denker und Regisseure des deutschen Films", wie Andreas Busche im Tagesspiegel schreibt. Sein Interesse galt "dem, was hinter den Dingen liegt. ... Mit seinen 'Deutschlandbildern' prägte er ab 1983 eine spezielle Form der Medienarchäologie, die aus dem brachliegenden Bilderfundus der frühen Bundesrepublik bis zurück in die NS-Zeit schöpfte. Die Trilogie aus 'Deutschlandbilder', 'Reichsautobahn' (1986) und 'Der VW-Komplex' (1989), bestehend aus historischen Filmaufnahmen, verfasst eine kritische Kulturgeschichte der Bundesrepublik. Und auch hier demonstrierte er, wie unerlässlich ein ästhetisches Verständnis des Kinos ist. Mit 'Deutschlandbilder', einer Analyse von NS-Propagandafilmen, entlarvte er die Nazi-Ideologie über die Bilderproduktion. In 'Reichsautobahn' (1986) und 'Der VW-Komplex' (1989) wiederum untersuchte er die problematischen Implikationen deutscher Mobilität bis in die Gegenwart." 



Gemeinsam mit Farocki bildete Bitomsky nach 1968 den "Filmflügel" der Kritischen Theorie, "wenngleich schon auf neuen und eigenen Wegen", schreibt Bert Rebhandl in der FAZ. "In der Zeitschrift Filmkritik" erwies sich Bitomsky "zugleich als Liebhaber des populären Kinos wie als genauer Analytiker von dessen Produktionsverhältnissen. Hollywood gefiel ihm immer dann am besten, wenn es sich in das 'Hinterland des Nihilismus' begab", eine "Formulierung aus seinem Bilderessay 'Das Kino und der Tod'." Auch Dietrich Leder kommt in seinem großen Nachruf im Filmdienst auf Bitomskys Texte zu sprechen, "immer noch verblüfft, wie sich die Genauigkeit des Blicks auf Filmbilder in sprachlich präzisen Sätzen ausdrückt, wie strukturelle Analysen, etwa zu den Figuren der Ford-Filme, die lakonischen Nacherzählungen der jeweiligen Geschichte ergänzen, wie knappe Sätze komplexe Stimmungslagen treffend erfassen." Auf critic.de findet sich zudem Tilman Schumachers Essay über Bitomsky aus dem Jahr 2020. Bei der ARD kennt man Bitomsky, der viele Jahre für sie Filme gedreht hat, offenbar nicht mehr - weder in der Audio-, noch in der Mediathek findet sich Material.

Weitere Artikel: Caroline Smith schaut sich für die taz in der Welt des deutschen Synchronwesens um. In der FAZ gratuliert Jürgen Kaube dem Schauspieler Richy Müller zum 70. Geburtstag. David Steinitz plauscht in der SZ mit dem früheren Wrestler und Schauspieler Dwayne "The Rock" Johnson, der mit "The Smashing Machine" vom Actionblockbuster ins Sportdrama wechselt.

Besprochen werden Gabriel Mascaros auf der Berlinale preisgekrönter Film "Das tiefste Blau" (Standard), Martina Priessners Dokumentarfilm "Die Möllner Briefe" (taz, unsere Kritik), Paul Thomas Andersons "One Battle After Another" (WamS, unsere Kritik), Christian Petzolds "Miroirs No. 3" (FAS, unser Resümee), Macon Blairs Remake des Trashfilm-Klassikers "The Toxic Avenger" (Zeit Online), die neue Staffel der Serie "Slow Horses" mit Gary Oldman (taz) und die ARD-Miniserie "Naked" (WamS).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 26.09.2025 - Film

Der große Filmessayist Hartmut Bitomsky ist tot. Weder die Agenturen, noch die Zeitungen haben davon bislang Notiz genommen. Für Dlf Kultur hat Matthias Dell einen kurzen Radio-Nachruf verfasst.

Außerdem: Derya Türkmen spricht für die taz mit Nubar Hamamci und Rizan Abdulaziz, die in Berlin das Kurdische Filmfestival organisieren. Jakob Thaller hat für eine Standard-Reportage die neuen Archiv-Räumlichkeiten des Österreichischen Filmmuseums in Wien besucht. China zensiert westliche Filme mittlerweile mit KI-Einsatz, meldet Valerie Dirk im Standard: Beim Horrorfilm "Together" wurde zum Beispiel der Kopf eines Mannes bei einer gleichgeschlechtlichen Hochzeit durch den einer Frau ersetzt. Urs Bühler plaudert für die NZZ mit Benedict Cumberbatch, der beim Zurich Film Festival geehrt wird. Peer Teuwsen spricht in der NZZ mit Anke Engelke. Wiebke Hüster liest für die FAZ ein Piece, das der kürzlich verstorbene Robert Redford 1976 für die National Geographic über seine Reise auf dem Outlaw Trail geschrieben hat.

Besprochen werden Gabriel Mascaros auf der Berlinale ausgezeichneter Film "Das tiefste Blau" (Tsp, SZ), Paul Thomas Andersons "One Battle After Another" (Welt, mehr dazu bereits hier und dort) und die neue Staffel von "Slow Horses" mit Gary Oldman (FAZ).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 25.09.2025 - Film

"Claudia Cardinale war die Göttin der Zukunft", schreibt Georg Seeßlen in seinem Nachruf auf die Schauspielerin auf Zeit Online. Fellini, Visconti, Leone, Herzog - alles, was im Kino des 20. Jahrhunderts Rang und Namen hatte, riss sich um sie. Frühzeitig spielte sie die "sizilianische Frau, die zu klug ist, um ständig Opfer zu bleiben, aber auch zu sizilianisch, um sich entwurzeln zu lassen", in den Filmen Viscontis wurde das weiter definiert: "Beide Mal war Alain Delon Cardinales Partner, beide Mal war er die hyperbewegliche Peripherie und sie die ruhigere Mitte, und beide Mal war er es, der an der Modernisierung scheitert, und sie war es, die zu ihrer eigentlichen Kraft wird. Und beide, Claudia Cardinale und Alain Delon, spielten souverän mit ihrer Schönheit." Aber "bei Federico Fellini - in 'Achteinhalb' - ist sie ganz einfach Claudia. Der Traum. Immer wieder geht es um die Begegnung einer fast übersinnlichen Erscheinung mit einer überaus rauen sozialen und sexuellen Wirklichkeit. Um die Selbstbehauptung einer Frau gegen die Projektionen ihrer Umwelt." Sie "kultivierte ... eine bodenständige und zugleich übergroße Idee von Weiblichkeit, die ihre männlichen Mitspieler häufig überstrahlte", hält Daniel Kothenschulte in der FR fest. 



Andreas Kilb erinnert in der FAZ an Cardinales legendären Tanz mit Burt Lancaster in Viscontis "Der Leopard", eine der ganz großen Szenen in Cardinales Karriere: "Sie spielt die Tochter eines Emporkömmlings und Kriegsgewinnlers, und Lancaster ist der Vater ihres Bräutigams, ein Fürst mit Stammbaum bis ins Hochmittelalter, aber als Angelica und Don Fabrizio vor dem versammelten Adel Siziliens in einen Walzer gleiten, ist das alles vergessen, denn jeder der beiden tritt in den Traum des anderen ein: ihren Traum von Glanz und Reichtum, seinen Traum, wieder jung zu sein. Visconti hat die Szene so inszeniert, dass sich der Tanz der beiden in den Augen aller anderen spiegelt, so dass er zugleich intime Berührung und gesellschaftliches Ereignis ist, aber in den Nahaufnahmen von Giuseppe Rotunnos Kamera sieht man nur noch die Intimität, die Versöhnung von Schönheit und Macht, Hollywood und Cinecittà, Claudia und Burt forever." Weitere Nachrufe in Welt, Tagesspiegel, Filmdienst, SZ und taz.

Sichtbar machen, was unsichtbar geblieben ist: "Die Möllner Briefe" von Martina Priessner

Martina Priessners Dokumentarfilm "Die Möllner Briefe" erzählt von einem Skandal sondergleichen: Nach dem rassistischen Brandanschlag in Mölln im Jahr 1992 verwahrte die Stadtverwaltung die dort eingegangenen Solidaritätsbekundungen und Beileidsbriefe, statt sie an die Hinterbliebenen der Opfer und Überlebenden weiterzuleiten. Es ist ein Film, "der daran arbeitet, sichtbar zu machen, was die längste Zeit unsichtbar geblieben ist", schreibt Stefanie Diekmann im Perlentaucher. "Die Briefe, Karten, Zeichnungen, die sich die Stadtverwaltung Mölln in einem Akt der Rechtsverletzung angeeignet hat ... und der Zustand einer verstörten, zutiefst traumatisierten Familie, mit der man sich im Rathaus nicht weiter abgegeben hat." Allerdings hat sie mit der Form durchaus Probleme: Denn "auf die Ungeheuerlichkeit, die diesen Vorgängen innewohnt, vertraut die Regisseurin Priessner nur bedingt. "Es gibt zu viel Musik", auch "zu viele Aufnahmen von Tränen ... und zu wenig Auseinandersetzung mit einer Dramaturgie, die darin besteht, Statements und Begegnungen aneinander zu reihen, um die Geschichte von Mölln als eine der guten, der schlechten und der dummdeutschen Menschen zu erzählen, nicht aber, bei allem Fokus auf Stadtarchiv und -verwaltung, als eine der systematischen Diskriminierung."

Artechock-Kritiker Axel Timo Purr sah "kein elegantes Erinnerungsstück, keine runde Gedenkveranstaltung im filmischen Gewand", sondern einen "stillen, beklemmenden Störfilm". Wolfgang Hamdorf hat für den Filmdienst mit der Regisseurin über ihren Film gesprochen.

Lustvolle Charge auf links: Leonardo DiCaprio in "One Battle After Another"

Was für "eine groß abgezogene Show": Kamil Moll ist im Perlentaucher absolut begeistert von Paul Thomas Andersons wüstem Guerilla-Bomben-Erektions-Film "One Battle After Another" (hier unser erstes Resümee zum Film): "Seit 'Boogie Nights' erzählt Paul Thomas Anderson immer wieder davon, wie sich gesellschaftliche Verheißungen und (gegen-)kulturelle Utopien in unterschiedlichen Formen von Abhängigkeiten und Zwängen auflösen." So folgt "einer eher kleinen, intimen Produktion, der sich in Myriaden von Erinnerungsdetails verlierenden, schwärmerischen Adoleszenzromanze 'Licorice Pizza'" nun "eine enigmatische Big-Budget-Produktion, wie es sie das Hollywood-Kino der Gegenwart sonst schon längst nicht mehr ermöglicht." Und mittendrin Leonardo DiCaprio, dem es ein sichtliches Vergnügen ist, "die lächerliche Tragik des Älterwerdens mit komödiantischer Methode und Mut zur lustvollen Charge auf links zu drehen." Mit ihm glückt "Anderson ein vielköpfiges Meisterwerk, das unterschiedliche Genres bündelt und miteinander verzwirbelt: eine eigensinnig verblödelte Gesellschaftskomödie (die man gleichwohl nicht zu beflissen auf vermeintlich aktuelle Bezüge hin auflösen sollte), einen abstrakten Thriller, ein gefühlsseliges Familiendrama". Weitere Kritiken liefern ArtechockFilmdienstFRStandardFAZ und Zeit.

Weiteres: Dass Apple die für morgen angekündigte Serie "The Savant", in der Jessica Chastain potenzielle Amokläufer im Internet aufspürt, nun zumindest bis auf weiteres doch nicht online stellt, könnte auch damit zu tun haben, "dass die Serie ... besser in die US-amerikanische Gegenwart passt, als es dem ausführenden Unternehmen lieb war", vermutet Matthias Kalle auf Zeit Online. Rüdiger Suchsland berichtet auf Artechock vom Filmfestival in San Sebastian, wo neue Filme von Alice Winocour, Claire Denis und Arnaud Desplechin laufen. Janick Nolting resümiert für Artechock das Gegenkino-Festival in Leipzig. Sein Artechock-Kollege Eckhard Haschen hat derweil das 32. Internationale Filmfest Oldenburg besucht. Tobias Sedlmaier gibt in der NZZ Tipps zum Zurich Film Festival.

Besprochen werden Emanuel Pârvus "Drei Kilometer bis zum Ende der Welt" (taz, Artechock), David Mackenzies "The Negotiator" (Artechock, critic.de), Gabriel Mascaroa "Das tiefste Blau" (FR), Ching Shen Chuangs beim Taiwan Film Festival in Berlin laufender Film "The Uniform" (critic.de) und Marie Luise Lehners "Wenn du Angst hast nimmst du dein Herz in den Mund und lächelst", der in Deutschland erst nächste Woche startet (Standard).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 24.09.2025 - Film

Fackelt viel Studiogeld ab: "One Battle After Another"

Dauererektionen, Bomben, linke Befreiungskämpfe, explosive Turbulenzen in den USA: Ein ziemlich ekstatisches Feuerwerk brennen Regisseur Paul Thomas Anderson und Leonardo DiCaprio mit ihrem Bombenleger-Thriller "One Battle After Another" ab. Eine ziemlich lose Vorlage für den Film ist Thomas Pynchons "Vineland", erfahren wir. "Anderson fährt einen auf Vistavision gedrehten Rausch von einem Film auf, bei dem alles irgendwie auseinander hervorgeht", schreibt Patrick Holzapfel in der NZZ. "Alle stolpern, fürchten sich, wären lieber anderswo. ... Dieses Kino lebt, es ist unberechenbar. Sämtliche Figuren sind atemlos, hilflos, sie reiben sich zwischen Zufällen und Lebensprinzipien auf." Diese "überladene Gleichzeitigkeit ist letztlich ein Symptom der derzeitigen Lage in den USA. Der Wahnsinn hat System, die politische Farce und der Kampf ums Überleben gehen Hand in Hand."

Ekkehard Knörer verließ den Kinosaal eher genervt. Von welchen Befreiungskämpfen in der jüngeren Vergangenheit faselt Anderson da eigentlich, in welcher Zeit soll das also spielen, fragt er sich auf critic.de. Anderson bekomme "trotz diverser Signale in Richtung Politikkommentar über ein allgemeines gefährliches Irresein der Verhältnisse hinaus wenig Spezifisches an der Gegenwart zu fassen bekommt." Und überhaupt: "Für diese Form des Hopplahopp ist Anderson seinem ganzen Regisseurswesen nach nicht trashfreudig, nicht frei und nicht crazy genug." Weitere Besprechungen in Tagesspiegel und taz.

Am Abend kam die Meldung, zu spät für die meisten Redaktionen: Die große Claudia Cardinale ist im Alter von 87 Jahren gestorben. In einem ersten Nachruf staunt Patrick Straumann (NZZ) über das sichere Händchen, mit dem sich die Cardinale ihre Filmografie kuratiert hat, "die ihr eine einzigartige Position in der Filmgeschichte garantieren" sollte. "In Viscontis 'Gattopardo' bewegte sie sich im Palast des Fürsten Salina, als ob sie ihn einnehmen wollte", in ihrer "Eingangssequenz von 'Once Upon a Time in the West' ließ Sergio Leone die Kamera von einem Kran in die Höhe hieven, um ihre Figur im Gewühl der Westernstadt nicht zu verlieren. Bei Fellini (in 'Otto e mezzo') erschien sie als eigentliche Lichtgestalt, als Traumfigur, die dem im Albtraum gefangenen Regisseur momentweise zu mentaler Ruhe verhalf." Zeit Online bringt eine Bildstrecke.



Weiteres: Die FR spricht mit Martina Trepczyk über deren Film "Tigereyes", eine Doku über Tigerhaie. Tobias Sedlmaier berichtet in der NZZ von Debatten um die Schweizer Filmförderung. Besprochen wird Gabriel Mascaros "Das tiefste Blau" (FAZ).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 23.09.2025 - Film

In einer Reportage für Zeit Online berichtet Christian Meier vom international ausgerichteten Film- und Serienboom in Spanien. Dort schickt man sich an, das "Hollywood Europas" zu werden - eine Losung, die nicht aus der Branche, sondern aus dem Mund des Ministerpräsidenten Pedro Sánchez stammt. "Die internationale Filmindustrie ... erhält hier hohe Steuernachlässe (rund 30 Prozent), die Studiokapazitäten steigen genauso wie der im Land ausgebildete Talentpool, die Arbeitskosten sind vergleichsweise niedrig, dazu kommen die staatliche Unterstützung und nicht zuletzt die vielen Sonnenstunden, die auch bei Außendrehs wichtig sind. Allein zwischen 2020 und 2023 sei die Zahl der in Spanien bei Film und Fernsehen Beschäftigten um 93 Prozent auf 62.000 Mitarbeiter gestiegen, verkündete das Ministerium für digitale Transformation im Sommer des vergangenen Jahres. Was gleichzeitig die größere Zahl der Produktionen belegt. In Deutschland hingegen ist von einer solchen Aufbruchstimmung nicht viel zu spüren. Eine Steuererleichterung für Produktionen, die bereits von der Ampelkoalition geplant war, wird erst einmal nicht umgesetzt." 

Weitere Artikel: Kais Harrabi schaut sich für die FAZ auf der Plattform Letterboxd um, wo sich die internationalen Cinephilen tummeln (mehr und etwas vertiefter zu diesem Phänomen siehe diese Diskussion in unserer Magazinrundschau). Maria Wiesner erinnnert in der FAZ (online nachgereicht) an den Monty-Python-Klassiker "Die Ritter der Kokosnuss". Mina Marschall schreibt ebenfalls in der FAZ über Christopher Nolans modernen Klassiker "The Prestige" von 2006. Clara Wutti und Isadora Wallnöfer sprechen im Standard mit der zwar in Österreich geborenen, lebenden und arbeitenden, rein formal aber serbischen Regisseurin Olga Kosanović, die darum kämpft, endlich die österreichische Staatsbürgerschaft zu erhalten.

Besprochen werden eine BluRay-Ausgabe von Carlos Sauras aufwändig restauriertem Debüt "Die Straßenjungen" von 1959 (FD), Emma Benestans "Animale" (critic.de), die Netflix-Serie "Black Rabbit" mit Jude Law (NZZ) und das Buch "Jetzt schon?" der Schauspielerin Naomi Watts über ihre Menopause (NZZ).
Stichwörter: Filmproduktion, Spanien