Außer Atem: Das Berlinale Blog
Stichwort: Politisches Kino - 5 Artikel
Außer Atem: Das Berlinale Blog 13.02.2015 Wäre ein Meisterwerk der improvisierten Weltumrundung, wenn er es denn überhaupt sein wollte: Doch noch ein Versuch, über Kidlat Tahimiks "Balikbayan #1 Memories of Overdevelopment Redux III" zu schreiben. Von Nikolaus Perneczky
Außer Atem: Das Berlinale Blog 08.02.2013
Wo man hinschaut: schmutzige Scheiben. Oft dreht Gus van Sant durch Scheiben hindurch, so dass man die Schlieren auf dem Glas sieht. Oder das Licht auf der Frontscheibe eines Autos reflektiert so, dass Matt Damon dahinter nur schemenhaft erkennbar ist. Ein Kontrast zu den weiten Panoramen oder den aus einiger Höhe aufgenommenen Gottesperspektiven: Hier, wo die USA am amerikanischsten sind, im Hinterland, wo die meisten - wenn auch zunehmend unter wirtschaftlichen Schwierigkeiten - noch auf Farmen leben, hier also, wo manche Einstellung so aussieht, als sei sie der Rahmenhandlung vom "Wizard of Oz" entnommen, wo man den Eindruck gewinnt, als habe sich die USA in den letzten Winkel und ihren eigene Ursprungsmythos zurückgezogen, hier liegt das Land in aller Klarheit vor einem. Nur die Leute, die in die Stadt kommen, bleiben undurchsichtig. Von Thomas Groh
Außer Atem: Das Berlinale Blog 18.02.2011
Für Katzen ist das kein guter Berlinalewettbewerb: In "The Future" (unsere Kritik) stirbt eine im Heim über Beziehungskrisen nicht abgeholte Katze den Tod durch Einschläferung, bei "Wer wenn nicht wir" wird gleich zu Beginn eine Katze standesgemäß erschossen. Das Jahr ist 1949, auf der anderen Seite des Gewehrs steht Will Vesper, Literat im Dienste des Dritten Reiches, und hält eine pädagogische Rede an den Sohn, Bernward Vesper: Die Katzen gehören nicht zu uns, sie stammen aus dem Orient und sind damit die Juden unter den Tieren und insbesondere diese Katze, die des Sohns, tötete die schönen Nachtigallen. Von Thomas Groh
Außer Atem: Das Berlinale Blog 14.02.2011
Die Oddity der diesjährigen Berlinale fängt verhältnismäßig harmlos an, nämlich als Fernsehsitcom der banalsten Art. Ein tumber Vater und seine smarte Tochter streiten sich über Politik, die Mutter sorgt sich, die Kochschürze umgebunden, um den Familienfrieden. Dazu die Lacher des Publikums aus der Konserve, eingespielt meist in Momenten, die alles andere als komisch sind. Von Lukas Foerster
Außer Atem: Das Berlinale Blog 13.02.2011
Wer die neuen Talente des Weltkinos entdecken möchte, der ist auf der Berlinale der Ära Kosslick eher fehl am Platz.
Die interessanten jungen Regisseure der Gegenwart tauchen, soweit sie sich überhaupt auf Festivals bewegen, in Rotterdam oder im koreanischen Jeonju auf und machen sich dann auf den Weg nach Cannes oder Venedig. Von Lukas Foerster