Außer Atem: Das Berlinale Blog
Stichwort: Bürgerkrieg - 13 Artikel - Seite 1 von 2
Außer Atem: Das Berlinale Blog 17.02.2016 Nach dem Tod eines kleinen Mädchens bei einem Shoot-out haben die Frauen auf der Southside Chicagos die Nase voll und organisieren einen Sexstreik gegen die Gewalt. Von Thekla Dannenberg
Außer Atem: Das Berlinale Blog 15.02.2016 Ein Hotel in Sarajewo, ein französischer Ehrengast, ein Streik, das Vermächtnis Gavrilo Princips, eine große Familie und ein Mord. Dies alles und mehr verwebt Danis Tanovic und bleibt dabei doch unspezifisch. Von Nikolaus Perneczky
Außer Atem: Das Berlinale Blog 14.02.2016 Ein Dokumentarfilm über die Jadegräber im Norden Myanmars und einen Onkel, der vom großen Fund träumt. Von Lukas Foerster
Außer Atem: Das Berlinale Blog 13.02.2016 Avo Karealian filmt in "Houses without Doors" den syrischen Bürgerkrieg aus seinem Fenster. In Tamer El Saids Film "In the Last Days of the City" schließt die Trauer über die verlorenen Träume des ägyptischen Frühlings nahtlos an die Trauer über die verlorene Jugend. Von Thekla Dannenberg
Außer Atem: Das Berlinale Blog 09.02.2015 Akram Zaatari untersucht in seinem Filmessay "Twenty-Eight Nights and A Poem" den Zusammenhang von Bild und Gesellschaft. In Ghassan Salhabs Thriller "The Valley" geht das Bekaa-Tal unglaublich ästhetisch vor die Hunde. Von Thekla Dannenberg
Außer Atem: Das Berlinale Blog 06.02.2015 Vladimir Tomics "Flotel Europa" erzählt mit altem Videomaterial von einem Flüchtlingsschiff im Kopenhagener Hafen.
Von Lukas Foerster
Außer Atem: Das Berlinale Blog 13.02.2014 Der Dokumentarfilm "Through A Lens Darkly" von Thomas Allen Harris erzählt die Geschichte der schwarzen Fotografen in den USA.
Von Thekla Dannenberg
Außer Atem: Das Berlinale Blog 10.02.2014 Peter Krüger meditiert in "N - The Madness of Reason" mit den wunderbaren Stimmen Michael Lonsdales und Wendyam Sawadogos über die Geschichte Afrikas.
Von Anja Seeliger
Außer Atem: Das Berlinale Blog 09.02.2014 Hubert Sauper zeigt in seinem Dokumentarfilm "We Come as Friends" unerträgliche Zustände im Südsudan, sollte aber noch eine Lehre über den Neokolonialismus beherzigen.
Von Thekla Dannenberg
Außer Atem: Das Berlinale Blog 13.02.2013
Ein Mann kehrt heim. Meist sagt man: in das Land seiner Väter, in diesem Fall muss man sagen: in das Land seiner Tochter. Baio hatte als Kämpfer in der portugiesischen Kolonialarmee gedient und musste Guinea-Bissau verlassen, als es unabhängig wurde, er wäre seines Lebens nicht sicher gewesen. Seine Tochter Fatou ist Lehrerin in diesem von Bürgerkrieg und etlichen Putschen gebeutelten Land. Ihre Studenten erinnert sie an die stolze Geschichte der Mandinga, die vor 4500 Jahren in Mali den Ackerbau erfanden, vor 2000 Jahren die gerechte Herrschaft, vor 1000 Jahren die Musik, aus der Reggae und Jazz hervorgingen – während die Europäer Kriege führten. Fatou will den Musiker Idrissa heiraten, der in der angesagtesten Band des Landes spielt und im Radio die stolze Geschichte der Mandinga erzählt. Idrissa, in dessen Rolle der real existierende Musiker Mamadu Baio auftritt, spielt Kora und Balafon, Fatous Instrumente sind Radio, iMac und Smartphone. Der Vater schleppt in seinem Koffer altes Gerät mit sich herum. Vielleicht haben ihm die Portugiesen erzählt, dass der rostige Wasserhahn ein Funkgerät sei. Von Thekla Dannenberg
Außer Atem: Das Berlinale Blog 09.02.2013
Eine 15-jährige, alleine in den Bergen, alleine mit der Natur. Felsen, Wiesen, Bäume, der Himmel mal strahlend blau, mal nebelverhangen, mal wolkenverzogen, oft stürmt und regnet es. Viele Naturtotalen, begleitet von flächiger, sinfonischer Musik. Die 15-jährige heißt Jin, also Geist; man kann das auf ihren legalen Status beziehen: Ein Mädchen ohne Papiere, eine junge Kurdin, die einmal Teil einer militanten Gruppierung war, jetzt aber allein, zwar bewaffnet, aber ohne Auftrag, ohne Ziel die Natur durchstreift. In die Welt, in den Film hineingeworfen, bleibt Jin eine ganze Weile lang einsame Überlebenskünsterin. Ein bloßer Zufall gibt ihrer Bewegung schließlich eine Richtung, ein Ziel (und einen möglichen Ausweg aus der geisterhaften Existenzform), dem Film eine Geschichte: Sie beschließt, nach Izmir, in die Großstadt, in den Westen der Türkei zu reisen. Und dafür muss sie zunächst einmal Geld auftreiben. Von Lukas Foerster
Außer Atem: Das Berlinale Blog 10.02.2012
Wenn afrikanische Regisseure über das neue afrikanische Kino lästern, dann haben sie meist einen Film vor Augen, der mit europäischen Geldern koproduziert wurde, eine Migrationsgeschichte erzählt und zur Freude eines schuldbewussten Publikums auf Festivals und bei Arte gezeigt wird. Und wahrscheinlich wird er nie in einem afrikanischen Kino zu sehen sein. Kann gut sein, dass Michel Zongos "Espoir Voyage" zu hundert Prozent das Klischee des Weltkinos erfüllt, er ist aber trotzdem sehr schön und sehr sehenswert. Von Thekla Dannenberg