Lorenzo da Ponte

Lorenzo da Ponte, geboren 1749 in Ceneda, dem heutigen Vittorio Veneto im italienischen Venetien, war in italienischer Dichter und Opernlibrettist. Da Ponte war von 1771 bis 1773 am Priesterseminar von Portogruaro als Lehrer für Rhetorik tätig und erhielt 1773 die Priesterweihe. Im Herbst desselben Jahres ging er nach Venedig und wurde 1774 Lehrer für klassische Literatur im nahegelegenen Treviso. Er musste Venedig am 17. Dezember 1779 verlassen, da er von der Inquisition wegen Ehebruchs und Konkubinats mit einer verheirateten Frau für 15 Jahre aus dem venezianischen Gebiet verbannt wurde. 1781 kam er auf Vermittlung des Dresdener Hofpoeten Caterino Mazzola in Kontakt mit Antonio Salieri, der ihm eine Stelle am Wiener Hof verschaffte. Bis 1791 arbeitete er dort als Textdichter für das italienische Theater. Er legte etwa 40 Libretti für eine ganze Reihe von Komponisten vor, darunter Antonio Salieri und Joseph Weigl. Berühmt wurde er für seine Texte zu Mozarts Opern Le nozze di Figaro (1786, Figaros Hochzeit), Don Giovanni (1787) und Cosi fan tutte (1790). 1791 ging da Ponte nach London, 1805 nach New York. Er versuchte sich in verschiedenen Geschäftszweigen - unter anderem als Tabak- und Branntweinhändler in Pennsylvania -, bevor er später als Privatlehrer Unterricht in Italienisch gab. Er starb 1838 in New York.

Lorenzo da Ponte: Geschichte meines Lebens. Mozarts Librettist erinnert sich

Cover: Lorenzo da Ponte. Geschichte meines Lebens - Mozarts Librettist erinnert sich. Insel Verlag, Berlin, 2005.
Insel Verlag, Frankfurt am Main und Leipzig 2005
Aus dem Italienischen und herausgegeben von Charlotte Birnbaum. Lorenzo Da Pontes Leben verlief wahrlich nicht geradlinig. Aus einfachen Verhältnissen stammend, führte ihn sein Weg über die Priesterweihe…