Hilde Spiel

Hilde Spiel wurde am 19. Oktober 1911 in Wien geboren. Sie besuchte die Reformschule Schwarzwald, an der unter anderen Arnold Schönberg, Adolf Loos und Oskar Kokoschka unterrichteten. Ab 1930 studierte sie Psychologie und Philosophie und wurde 1933 Mitglied der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (SDAP). 1933 erschien ihr erster Roman "Kati auf der Brücke". 1936 verließ sie Österreich ins Exil nach Großbritannien, 1938 holte sie ihre Eltern nach. Ihre in Österreich gebliebene Großmutter Melanie wurde im KZ Theresienstadt ermordet. Ein Jahr nach Ende des Zweiten Weltkrieges kehrte sie als Kriegsberichterstatterin des "New Statesman" nach Wien zurück. 1948 kehrte sie nach London zurück und nahm eine Stelle als Kulturkorrespondentin der "Neuen Zeitung" an. 1963 kam es zur Trennung, 1970 zur Scheidung von ihrem Mann Peter de Mendelssohn. Spiel kehrte nach Wien zurück und lebte mit ihrem langjährigen Freund Hans Flesch-Brunningen zusammen, den sie 1972 heiratete. 1963 erhielt sie einen Vertrag mit der "FAZ", für die sie bis Mitte der achtziger Jahre die Kulturberichterstattung aus Wien besorgte. In den letzten beiden Jahren vor ihrem Tod erschienen die beiden Erinnerungsbände "Die hellen und die finsteren Zeiten" (1989) und "Welche Welt ist meine Welt?" (1990). Spiel starb am 30. November 1990 und wurde in Bad Ischl beigesetzt. (Mit Material von der Seite literaturepochen.at)

Hilde Spiel: Rückkehr nach Wien. Ein Tagebuch

Cover: Hilde Spiel. Rückkehr nach Wien - Ein Tagebuch. Milena Verlag, Wien, 2009.
Milena Verlag, Wien 2009
Mit einem Vorwort von Daniela Strigl. Hilde Spiel hat Wien 1936 - auf den beginnenden Nazi-Terror reagierend - verlassen und sich eine neue Existenz in London aufgebaut. Zehn Jahre später kehrte sie als…