George Berkeley

George Berkeley, geboren 1685 in der Grafschaft Kilkenny (Irland), gestorben 1753 in Oxford, war Theologe, Empirist und Philosoph der Aufklärung. Berkeley besuchte das Trinity College in Dublin und war dort 1707-13 theologischer Lehrer. Zu seinen Hauptwerken gehören der "Treatise Concerning the Principles of Human Knowledge" (1710) und die "Three Dialogues between Hylas and Philonous" (1713). Er war befreundet mit Persönlichkeiten wie Joseph Addison, Alexander Pope, Richard Steele und Jonathan Swift. 1713 ging er nach London und reiste von dort über Frankreich nach Italien. Bekannt ist er durch seinen Plan, auf den Bermudas eine Missionsschule zu errichten, die auch durch das Beispiel eines einfachen und natürlichen Lebens auf Europa zurückwirken sollte. Von 1728 bis 1731 bemühte er sich sehr um die Verwirklichung dieses Vorhabens: Er reiste nach Rhode Island, wartete aber vergeblich auf die versprochene staatliche Unterstützung. Dort schrieb er "Alciphron" (1732), eine Verteidigung des Christentums gegen die Freidenker. Nach seiner Rückkehr wurde Berkeley 1734 bis zu seinem Tod Bischof von Cloyne (bei Cork in Irland). Im selben Jahr veröffentlichte er "The Analyst", eine kritische Betrachtung der Grundlagen der Wissenschaft, die im folgenden die Entwicklung der Mathematik wesentlich beeinflussen sollte. Die Stadt Berkeley in Kalifornien ist nach ihm benannt.

George Berkeley: The Querist. Containing Several Queries. Proposed to the Consideration of the Public

Verlag Wirtschaft und Finanzen, Düsseldorf 1999
Hrsg. v. Karl D. Grüske, Herbert Hax, Arnold Heertje und Bertram Schefold. Faksimile der 1735 bis 1737 erschienenen Erstausgaben: 172 Seiten und Kommentarband mit Beiträgen von George C. Caffentzis, Salim…