Benjamin Disraeli

Benjamin Disraeli, 1804 in London als Sohn einer jüdisch-italienischen Fanilie geboren, begann als Lehrling in einer Anwaltskanzlei. Als er er bei Aktienspekulationen sein Geld verlore, begann er mit einigem Erfolg, Romane zu schreiben. 1830 reiste er nach Spanien, auf den Balkan, in die Türkei und die Levante. Nach seiner Rückkehr ging er in die Politik, wobei er sich zuerst der Whig-Partei, dann den Konservativen anschloss. Ein Kabinettssitz blieb lange verwehrt. Erst in den konservativen Regierungen Derby war Disraeli 1852, 1858 bis 1859 und 1866 bis1868 Schatzkanzler. Als Parteiführer reformierte er die Partei nachhaltig, öffnete sie gegenüber den Arbeitern, für deren Wahlrecht er sich starkmachte. 1868 wurde Disraeli zum ersten mal Premierminister. Wenig später verloren die Konservativen die Parlamentswahlen und blieben sechs Jahre lang in der Opposition zur liberalen Regierung von William Ewart Gladstone. 1874 wurde Disraeli wieder Premierminister. Er verfolgte eine imperialistische Expansionspolitik, so kaufte er auf private Kosten vom Khediven von Ägypten vierzig Prozent der Aktien am Suezkanal. 1876 schuf er für Queen Victoria den Titel Kaiserin von Indien und betonte damit den imperialen Anspruch seiner Politik. Dafür adelte ihn Viktoria zum Earl of Beaconsfield. Seinen größten außenpolitischen Triumph feierte Disraeli 1878 als britischer Generalbevollmächtigter beim Berliner Kongreß, auf dem die Grenzen in Südosteuropa nach der Niederlage des Osmanischen Reiches im Russisch-Türkischen Krieg von 1877/1878 neu gezogen wurden. Disraeli starb am 1881.

Benjamin Disraeli: Tancred oder Der neue Kreuzzug. Roman

Cover: Benjamin Disraeli. Tancred oder Der neue Kreuzzug - Roman. Manesse Verlag, Zürich, 2004.
Manesse Verlag, Zürich 2004
Aus dem Englischen von Ingrid Rein. Die besten Köche des Landes, Dekorateure, Feuerwerksmeister, sie alle strömen zum Schloß des Herzogs Bellamont, denn es gilt, die Volljährigkeit von dessen Sohn Tancred…