Franziskus hat die Vorschläge der
Amazonas-
Synode, verheiratete Männer zur Weihe und
Frauen zur Weihe zu Diakoninnen in der Amazonas-Region zuzulassen (Unser
Resümee), vom Tisch gefegt,
meldet der
Tagesspiegel mit
dpa: Stattdessen sollten "lateinamerikanische Bischöfe (…) mehr Menschen ermutigen, Priester zu werden, und sie dazu bewegen, ins Amazonasgebiet zu gehen - statt in Länder wie die USA abzuwandern." Frauen sollten "'eine zentrale Rolle in den Amazonasgemeinden spielen, Zugang zu Aufgaben und auch kirchlichen Diensten haben, die nicht die heiligen Weihen erfordern, und es ihnen ermöglichen,
ihren eigenen Platz besser zum Ausdruck zu bringen'. Ein Bischof müsse sie zu solch einem Dienst beauftragen. 'Das bedeutet auch, dass Frauen einen echten und effektiven Einfluss in der Organisation, bei den wichtigsten Entscheidungen und bei der Leitung von Gemeinschaften haben, ohne dabei jedoch
ihren eigenen weiblichen Stil aufzugeben.'"
Die Exhortatio des Papstes ist ein "
Dokument der Angst",
kommentiert Matthias Dobrinski in der
SZ: "Der Angst vor dem Dominoeffekt, vor dem
Kontrollverlust, vor allem aber vor dem Argument, das die alten Festlegungen infrage stellen könnte. Für den Synodalen Weg, die Reformdebatte der deutschen Katholiken, ist das ein
schlechtes Zeichen. Die Mehrheit dort wünscht genau diese Öffnungen, die konservative Minderheit aber wird nun den Papst auf ihrer Seite sehen."