9punkt - Die Debattenrundschau - Archiv

Kulturmarkt

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9punkt - Die Debattenrundschau vom 10.10.2024 - Kulturmarkt

In der Zeit rekonstruiert Ijoma Mangold das Drama des Suhrkamp-Verlags, das in Teilen auch ein Familiendrama ist, und blickt in die Zukunft unter der neuen Leitung von Dirk Möhrle (unser Resümee): "Die Milliardäre dieser Welt kaufen Kunst im großen Stil. Mit viel kleinerer Münze könnten sie Verlage retten. Aber das tun sie in der Regel nicht, weil anders als die Kunst Verlage zehn Jahre später nicht plötzlich das Dreifache wert sind. Möhrle, dem alles Großsprecherische fernliegt, wird genau wissen, welche langfristige Verantwortung er übernimmt. Ein moderner Verlag braucht Kapital, um mitbieten zu können, wenn es um die Vorschüsse für die großen Weltautoren geht. Gleichzeitig macht es keinen Sinn, sich bei Suhrkamp einzubringen mit dem Ziel, dass der Verlag am Ende aussieht wie jeder andere. Denn das wird die Benchmark sein, an der sich Möhrles Tun wird messen lassen müssen: Geht es dem Verlag besser, wenn er sich im Besitz eines engagierten Kulturbürgers befindet, oder steht es um seine Überlebensfähigkeit besser, wenn die Verlagsprofis eines Konzerns ihn in ihre Strukturen integrieren?"
Stichwörter: Suhrkamp, Möhrle, Dirk

9punkt - Die Debattenrundschau vom 09.10.2024 - Kulturmarkt

Suhrkamp-Neueigentümer Dirk Möhrle sieht seinen Verlag nicht als Spekulationsobjekt, vielmehr will er sofort eigenes Geld in seine Anschaffung investieren. Das verspricht er Sandra Kegel im großen FAZ-Gespräch, in dem er auch Jonathan Landgrebe als Verleger und Tanja Postpischil als Geschäftsführerin erneut bestätigt. (Unsere Resümees) Streitereien mit den ehemaligen Miteigentümern habe es nicht gegeben: "Wenn Journalisten hier eine Story wittern, verstehe ich das, schließlich geht es ja auch um etwas. Aber wer uns einen Skandal andichten will, den muss ich enttäuschen. Es gibt ihn nicht. Wir haben das in einem langfristigen Prozess so entschieden, und wir glauben, dass jetzt die richtige Zeit ist für diesen Schritt. Mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Verlags hat das nichts zu tun. Ich finde es ja putzig, wenn eine Zeitung aus dem Süddeutschen es als großes Drama hinstellt, dass 2022 mal 270.000 Euro Miese verbucht wurden. Wenn das die Not des Verlages beziffern sollte, würde ich sagen: Wir haben wirklich gar kein Problem."
Stichwörter: Möhrle, Dirk, Suhrkamp

9punkt - Die Debattenrundschau vom 08.10.2024 - Kulturmarkt

Gibt es einen Verlag der in den letzten Jahren mehr Preise abgeräumt hat als Suhrkamp, fragt Marie Schmidt in der SZ. Nur wiegt das Investitionen leider nicht auf, ergänzt sie: "Dafür, dass ein Buch in Stapeln in großen Buchhandlungen liegt oder online empfohlen wird, bezahlen Verlage viel Geld. Und fast nur so lassen sich heute hohe Verkaufszahlen erzielen, eine Garantie ist eine gute Platzierung aber keineswegs. Literaturpreise bewirken im Vergleich bei den Verkaufszahlen leider fast nichts. Vor diesen Werbungskosten liegt noch die Herstellung bei gestiegenen Papierpreisen und der Vertrieb - genaue Summen und Strategien sind Betriebsgeheimnisse der Branche, die gehütet werden wie die Coca-Cola-Rezeptur. Man kann aber davon ausgehen, dass Verlage selbst in das Buch einer bekannten Stimme einen kleinen Millionenbetrag investieren, wenn sie der den Weg in die Bestsellerliste ebnen wollen. … Oft zahlt sich die Investition sogar bei prominenten Titeln nicht aus. Dieses Risiko tragen Häuser leichter, die Konzerne im Rücken haben."

"Debatten begannen, wenn Bücher aus dem Suhrkamp-Verlag sie ausriefen", erinnert Paul Jandl in der NZZ: "Über Jahrzehnte war man im Besitz einer Diskurshoheit, wie es sie heute nicht mehr gibt. Das brachte Ansehen und zugleich auch Geld. Das Ansehen von einst allerdings nur noch zu verwalten, kostet Geld. Und das ist die heutige Lage bei Suhrkamp. In den besten Zeiten trug die Backlist die Hälfte des Geschäfts, heute ist dieser Wert bei Suhrkamp unter 15 Prozent gesunken. Wo einst die Werke Hermann Hesses Dutzende neue Bücher finanzierten und Millionen einbrachten, tun sich heute Löcher in der Querfinanzierung auf. Der neue Hermann Hesse heißt Paulo Coelho und erscheint bei der Konkurrenz Diogenes. Ein Glückstreffer war die Entdeckung von Annie Ernaux für den deutschsprachigen Raum. Anderes blieb volatil."

Der Buchmarktexperte Rüdiger Wischenbart nimmt in seinem Blog die Suhrkamp-Krise zum Anlass für einen Rundumblick über eine radikal gewandelte Branche. Die vom Klett-Cotta-Verleger Tom Kraushaar neulich behauptete Gesundheit des traditionellen Modells (unser Resümee) will er so nicht bestätigen: "In den meisten publizierten Branchen-Statistiken wird mit Stolz herausgestrichen, wie 'resilient' - also stabil und robust - das Geschäft mit Büchern sei. Dabei werden Umsatzzahlen aufgeführt, die einigermaßen stabil sind. Dies gilt jedoch nur, solange man die Auswirkungen von Inflation ignoriert. Zwischen 2019 - dem Jahr vor der Covid-19-Pandemie - und 2023 errechnet sich so ein Umsatz-Plus des Buchmarktes von 1,6 Prozent. Im gleichen Zeitraum aber gab es eine in dieser Rechnung nicht berücksichtigte Inflation um 16,9 Prozent. Real betrachtet ist der Buchmarkt in Deutschland also ganz erheblich geschrumpft."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 07.10.2024 - Kulturmarkt

"Wir sind keineswegs in einer finanziell desaströsen Lage. Suhrkamp ist nicht in Not," erklärt der Suhrkamp-Chef Jonathan Landgrebe im Zeit-Online-Interview mit Thomas E. Schmidt und Adam Soboczynski in Hinblick auf den Eigentümer-Wechsel des Verlags, dessen Aktien jetzt zu hundert Prozent Dirk Möhrle gehören (unsere Resümees). Der Verlag will sich weiterhin verbessern. Zwar versammelt der Verlag einige Bestseller-Autoren in seinen Reihen, "aber der Verlag lebt in der Breite nicht nur von Bestsellern, sondern insbesondere von der Midlist, Büchern, die sich zwischen 5.000 und 15.000 Mal verkaufen. Wir wollen in beiden Bereichen mehr erreichen. Titel mit hohem Verkaufspotential werden wir in Zukunft auf einer starken finanziellen Basis einfacher akquirieren können, Dirk Möhrle hat hierfür Investitionen zugesagt. (...) Dirk Möhrle ist genau der richtige Investor für den Verlag und ich bin froh, dass es zu dieser Lösung gekommen ist." 

In der Welt gibt Marc Reichwein dem Suhrkamp-Verlag Tipps, nachdem er dort eine große wirtschaftliche Krise ausgemacht hat. "Aktuell hat Suhrkamp nur zwei Titel des Soziologen Steffen Mau auf der Spiegel-Bestsellerliste, und man wüsste jenseits von Elena Ferrante und Isabel Allende wenig, was richtig Umsatz bringt. (...) Also: Ohne baldige neue Superseller und etwas Neuerfindung dürfte der träge gewordene Tanker Suhrkamp immer weniger manövrierfähig sein." In der SZ schreibt Nils Minkmar zum Thema.

9punkt - Die Debattenrundschau vom 05.10.2024 - Kulturmarkt

Vor Redaktionsschluss der SZ war es noch nicht bestätigt, nun ist klar: Der Suhrkamp-Verlag hat einen neuen Eigentümer. Der Unternehmer Dirk Möhrle, der von 1997 bis 2005 die familieneigene Baumarktkette Max Bahr leitete und zuletzt 39 Prozent der Suhrkamp-Anteile hielt, übernimmt zum 1. November die Aktien von Ulla Unseld-Berkéwicz und der Familie Ströher sowie den Anteil von Verleger und Geschäftsführer Jonathan Landgrebe. Zeit Online meldet: "Sein volles Vertrauen gelte dem Verleger Jonathan Landgrebe und der Geschäftsleitung mit Tanja Postpischil, wird Möhrle … zitiert. Ihnen, den Mitarbeitenden des Verlags und den Autorinnen und Autoren verspreche er, 'langfristig und mit vollem Engagement meine Ressourcen einzubringen, damit in diesem einzigartigen Verlag auch künftig in verlegerisch unabhängiger Arbeit, gute, schöne und bedeutende Bücher entstehen können'."

In der FAZ kommentiert Sandra Kegel: "Möhrle hat sich als Fachfremder in den vergangenen zehn Jahren in die Belange des Verlags eingearbeitet. Er weiß also, was auf ihn zukommt und dass Bücher als Ware mit Gartenstühlen nicht gleichzusetzen sind." Daran meldet Roman Bucheli in der NZZ zumindest leise Zweifel an: "In der Medienmitteilung des Verlags lässt sich Dirk Möhrle mit einer kuriosen Aussage zitieren: 'In den vergangenen zehn Jahren meines Engagements für den Suhrkamp-Verlag habe ich entdecken dürfen, welche Bedeutung diesem Verlag und seinen Autoren zu eigen ist.' Es ist schon fast ein Kunststück, dass Möhrle erst Eigentümer dieses Verlags werden musste, um zu verstehen, dass er es mit einem kulturellen Monument zu tun hat."

Mit "Suhrkamp in Not" eröffnet die SZ heute ihr Feuilleton. Ein vierköpfiges Autorenteam blickt hinter die Kulissen und berichtet, dass die Lage bei Suhrkamp schon spätestens seit dem Frühjahr beunruhigend war: "Im Jahr 2022 rutschte er dann in die roten Zahlen, Jahresfehlbetrag fast 270 000 Euro. Befürchtungen aus dem Jahr 2022, dass es im Jahr 2023 noch schlimmer kommen werde, bestätigten sich nach SZ-Informationen inzwischen deutlich. Im Frühjahr 2024 wurde es dann offenbar richtig heikel. Aus Verlagskreisen ist zu hören: Ohne den zügigen Verkauf des Hauses an der Klettenbergstraße hätte für Suhrkamp im August viel auf dem Spiel gestanden." Es "fehlen die ganz großen Namen für den Umsatz bei Suhrkamp. Die Helden der viel zitierten Suhrkamp-Kultur sind tot oder weit in den Neunzigern: Adorno, Marcuse, Kluge, Habermas", schreiben die Autoren und zitieren aus dem Jahresabschlussbericht 2022: "'Tendenzen zu leichter, barrierearmer und in vielen Teilen rein eskapistischer Lektüre' seien allerorten sichtbar. Ein bisschen klingt es so: Wir sind toll, aber die Leute draußen sind zu doof."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 24.09.2024 - Kulturmarkt

Jörg Seewald liest für die FAZ den "German Entertainment & Media Outlook" der Unternehmensberater von PwC (hier als pdf-Dokument). Demnach wird immer noch munter Geld gemacht: "Der Markt für Bücher, Zeitungen und Zeitschriften erreichte 2023 einen Gesamtumsatz von 16,9 Milliarden Euro und bleibe damit der stärkste Markt in Europa. Den größten Anteil an diesem Markt halten die Buchverlage mit 45,9 Prozent, es folgen die Zeitungen mit 39 und die Zeitschriften mit 15,1 Prozent."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 03.08.2024 - Kulturmarkt

Für die Literarische Welt haben sich die Buchwissenschaftlerin Erika Thomalla und die Medienwissenschaftlerin Lea Kubeneck die Spiegel-Bestsellerlisten seit 2000 angeschaut, um Trend-Veränderungen im Buchmarkt abzulesen. Dazu ist es wichtig zu wissen, dass sich das Verfahren zur Erhebung immer wieder änderte, schreiben sie: Wurden anfangs Buchhandlungen befragt, werden die Absatzzahlen seit 2000 elektronisch erfasst - und erst seit 2016 werden auch Amazon-Verkaufszahlen berücksichtigt. Abzulesen ist, dass seit dem Erfolg von "Harry Potter" fast 70 Prozent aller Titel, den Genres Krimi und Thriller, Fantasy, Romance oder Historischer Roman angehören, in der Belletristik ist auch der Frauenanteil inzwischen überdurchschnittlich hoch, während das Sachbuch nach wie vor die "Gattung weißer Männer" ist, so die Autorinnen. Interessant ist auch eine weitere Beobachtung: Die Marktkonzentration, also die Übernahme unabhängiger Verlage durch große Konzerne, scheint seit den 1990er Jahren "dazu geführt zu haben, dass es kleine Verlage zunehmend seltener auf die Liste schafften. Im Zeitraum von 2000 bis 2023 verstärkte sich diese Tendenz. (...) Insgesamt ist nur etwa knapp ein Fünftel der erfolgreichsten Verlage auf den Jahresbestsellerlisten unabhängig, der Rest verteilt sich auf große Verlagsgruppen wie Penguin Random House, Bonnier und Holtzbrinck."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 26.07.2024 - Kulturmarkt

Vor acht Jahren war J. D. Vance' "Hillbilly Elegy" ein Erfolg, auch bei der Kritik, Netflix verfilmte den Stoff. Bei Ullstein wird das Buch nicht mehr angeboten, was allerdings weniger mit Zensur als mit der Tatsache zu tun hat, dass nach acht Jahren meist Lizenzverträge zwischen Verlagen und Agenturen auslaufen und sich das Buch laut Verlag nicht mehr besonders verkaufte, meint Felix Stephan in der SZ. Etwas anderes wäre es gewesen, hätte sich Ullstein die Rechte weiterhin gesichert - und das Buch vom Markt genommen, fährt Stephan fort: "Auf diese Weise sind die Rechte jetzt bei dem weitgehend unbekannten jungen Münchner Verlag Yes Publishing gelandet, der das Buch am 15. August neu herausgeben will. Wer es von da an bei den üblichen Stellen ordert, wird keinen Unterschied merken." Davon abgesehen hätte sich der Verlag "an der Meinungsfreiheit in Deutschland nicht vergangen, wenn sie das Buch eines Autors nicht veröffentlichen wollten, der sich im amerikanischen Wahlkampf zwar in aussichtsreicher Position befindet, inhaltlich aber in vielerlei Hinsicht rechts von der AfD."

Gegenüber dem Spiegel hatte Ullstein die Entscheidung allerdings nicht mit geringen Verkaufszahlen, sondern mit Vance' "aggressiv-demagogischer, ausgrenzender Politik" begründet. Zu einem anderen Schluss als Stephan kommt denn auch Mara Delius in der Welt, die es "bedenklich" findet, dass ein "großer Verlag wie Ullstein nicht an die innere Überzeugungskraft eines Buches glaubt": "Traut man im Ullstein Verlag den Lesern nicht zu, diese Differenzleistung zu erbringen, zwischen dem Autor, der heute Politiker ist, und seinem vor sieben Jahren auf Deutsch erschienenen Werk zu unterscheiden? Möchte der Verlag nicht dazu beitragen, Vances wirtschaftlichen Erfolg zu mehren oder einfach das eigene Image möglichst kontroversenfrei halten und nicht in Kontaktschuld-Verdacht geraten, weil man das Buch eines erzkonservativen Republikaners verlegt? Ist es undenkbar, dass ein populistischer Politiker ein aufschlussreiches Buch geschrieben hat?" Auch Simon Strauss meint in der FAZ: "Wer etwas liest, wird dadurch nicht gut oder böse, sondern im besten Falle erfahrener."

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In der taz sieht es Jörg Sundermeier, Verleger des Verbrecher Verlags, ähnlich wie Stephan in der SZ: "Wo genau ist also ein Problem? Das Problem ist: Viele Journalist:innen wie Social-Media-Powerposter:innen wittern einen Skandal, raunen von 'Zensur', sehen Vance gecancelt. Aber ist dem so? Ullstein will das Buch nicht mehr machen, Yes sagt Ja. Niemand wird also sterben müssen, ohne Vances Buch kaufen zu können." Bei den Ruhrbaronen schrieb Stefan Laurin bereits gestern: "Das Buch hat zwar nicht die Qualität von Arlie Hochschilds 'Fremd im eigenen Land', das, bei aller Empathie, wesentlich analytischer den Niedergang der weißen Arbeiterklasse in den USA beschreibt, ist aber als Lebensgeschichte eines Jungen, der in Ohio und Kentucky aufwuchs, trotzdem eine wichtige Quelle, um die heutigen USA und die Wähler Trumps zu verstehen." Wer das Buch auf englisch lesen will bekommt es übrigens für 6,99 Euro als Ebook.

9punkt - Die Debattenrundschau vom 10.07.2024 - Kulturmarkt

Rosa Budde unterhält sich für die taz mit Klaus Farin und Annette Staib vom kleinen Hirnkost-Verlag, der gerade durch eine Soli-Aktion eine Pleite abwenden konnte. Sie klagen über den Zustand der Branche. 300 von 4.000 unabhängigen Buchhandlungen haben in den letzten drei Jahren geschlossen, so Staib. "Das ist eine Katastrophe. Ich bin ursprünglich Buchhändlerin und habe lange in Buchhandlungen gearbeitet. Aber es ist so schwierig geworden. Das liegt nicht nur an Corona und dem Krieg in der Ukraine. Der Buchhandel in Deutschland befindet sich in der Misere. Jede Buchhandlung muss jetzt mit dem Internet konkurrieren. Die Kunden kommen und bestellen viele Bücher zur Ansicht. Am Ende kaufen sie die Bücher dann bei Amazon, dabei kosten die ja überall das Gleiche. Die Buchhandlung muss die ganzen Bücher zurückschicken und bezahlt dafür."
Stichwörter: Buchhandel

9punkt - Die Debattenrundschau vom 05.07.2024 - Kulturmarkt

Überall werden die neuesten Zahlen des Börsenvereins des deutschen Buchhandels zitiert. Die Zahl der Menschen, die Bücher kaufen, nahm in Deutschland im vergangenen Jahr zwar erneut etwas ab, aber dafür steigen die Umsätze weiter, so dass die Zahlen des letzten Höchststands von 2010 wieder erreicht wurden - so das Fazit (hier die wichtigsten Zahlen in einer FAZ-Meldung). Dabei ist ein Trend ganz besonders erstaunlich, schreibt Felix Stephan in der SZ: "Deutsche Teenager kaufen in erheblichem Umfang Bücher und schultern die Wachstumsraten in der Branche nahezu allein." Und wiederum TikTok ist hier mit seinen Dynamiken der zentrale Anschubmotor: "Während die Rundfunkanstalten eine Literatursendung nach der anderen absetzen, richten die Buchläden ganze Regalwände danach aus, was auf Tiktok gerade am dringlichsten empfohlen wird" - spezifische Schmonzetten aus dem "Young Adult"-Genre nämlich. Mehr in der FR.
Stichwörter: Buchhandel, Börsenverein, Tiktok