J. D. Vance

Hillbilly-Elegie

Die Geschichte meiner Familie und einer Gesellschaft in der Krise
Cover: Hillbilly-Elegie
Ullstein Verlag, Berlin 2017
ISBN 9783550050084
Gebunden, 304 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Gregor Hens. Seine Großeltern versuchten, mit Fleiß und Mobilität der Armut zu entkommen und sich in der Mitte der Gesellschaft zu etablieren. Doch letztlich war alles vergeblich. J. D. Vance erzählt die Geschichte seiner Familie - eine Geschichte vom gescheiterten Aufstieg und von der Resignation einer ganzen Bevölkerungssschicht. Sein Buch bewegte Millionen von Lesern in den USA und erklärt nicht zuletzt den Wahltriumph eines Donald Trump.

Rezensionsnotiz zu Die Welt, 15.04.2017

Rezensentin Mara Delius hat J. D. Vance' im amerikanischen Original bereits vor einem Jahr erschienene "Hillbilly Elegie" nicht ohne Anteilnahme gelesen. Der 33-jährige Investor, der in der Unterschicht von Ohio aufgewachsen ist, erzählt ihr hier seine Familiengeschichte zwischen "chaotischer Arbeitslosigkeit, alkoholisierter Armut und aggressiver Verzweiflung", verzichtet dabei glücklicherweise auf Pathos und jegliche Klischees und liefert stattdessen ein vielschichtiges "Psychogramm" jener Abgehängten, die in ihrer Frustration feststecken, so Delius. Wie Vance in dieser Mischung aus Memoir, Kulturgeschichte und "erzählendem Sachbuch" mit "offenem" Blick von den kulturellen, religiösen und familiären Eindrücken schreibt - ohne dabei zu politisieren -, hat die Kritikerin beeindruckt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.04.2017

So sieht sie also aus, die Lebenswelt der Iroschotten in den USA, meint Michael Hochgeschwender. Die Autobiografie des Unternehmensberaters und Aufsteigers J. D. Vance, der mit diesem Buch seine Migrantenwurzeln freilegt und dem Leser zugleich eine ganze Gemeinde eingefleischter Landeier und Trumpwähler vorstellt, scheint ihm lebensvoll und nicht ohne Ironie gezeichnet. Der Rezensent lernt eine traditionelle, ethnokulturell, regional und sozial definierte Gemeinschaft kennen, die der Autor mit Sympathie und auch mit einer gewissen Distanz zeichnet. Die Schwäche des Buches liegt für den Rezensenten in der Ausschließlichkeit der intimen Perspektive. Die Reflexion der eigenen auktorialen Position hätte dem Ganzen gut getan, findet Hochgeschwender.
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