Efeu - Die Kulturrundschau - Archiv

Kunst, Ausstellungen, Architektur

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Efeu - Die Kulturrundschau vom 01.03.2025 - Kunst

In der FAS fragt sich Hito Steyerl: Wie kriegt man die Kunstfreiheit in die Kunst zurück, in einer Welt, in der Autokraten "performativ Amok" laufen und sich "wie besoffene Malerfürsten über Vernunft und Vorschriften hinwegsetzen", die Kunst sich hingegen vor allem durch Konformismus auszeichnet und ihren Glaube an Multipolarität. Letzteres war ein großer Fehler, meint Steyerl, denn der Multiversalismus ist "wechselseitig ausschließend, das heißt: alle gegen alle. Eine multipolare Welt mit multipolaren Werten sowie standardisierten und streng regulierten algorithmischen Blasen ist heute Realität. ... Der einzig überzeugende Kontrapunkt ist, der Idee einer Welt aus proprietären Blasen überhaupt zu widersprechen. Eine andere Welt ist heute kein Problem; man poppt einfach die nächste parallele Info-Blase, die nächste gated community. Eine einzige Welt ist hingegen unvorstellbar - vor allem wenn sie niemand gehört. Die disruptiven Tabuzersäger lenken mit viel Lärm von diesem Denkverbot ab."

Leiko Ikemura, Usagi Kannon, 2012/18, patinated bronze, installation view, Kunstmuseum Basel 2019, Basel, Switzerland
Leiko Ikemura, Hasentempel, 2012/15, patinated bronze, installation view, Europaplatz, Recklinghausen, 10. Sparda-Kunstpreis NRW
Leiko Ikemura, Usagi Kannon II, 2013/18, patinated bronze, installation view, Frieze Sculpture 2019, London, UK, Alle Bilder Leiko Ikemura


Boris Pofalla geht für die Welt mit der japanisch-schweizerischen Künstlerin Leiko Ikemura in die Düsseldorfer Kunstgießerei Kayser, wo "Usagi Kannon", eine große Häsin gegossen wird. Ikemura erfährt "nach vier Jahrzehnten unermüdlicher künstlerischer Arbeit einen erstaunlichen Karriereschub", freut er sich. "Dabei hat sie es nie darauf angelegt, im Rampenlicht zu stehen. Im Köln der 80er standen andere in der ersten Reihe. Auch im Berlin der 90er war um Leiko Ikemura kein Hype. Er hätte auch nicht zu ihr gepasst. 'Kunst', sagt Ikemura, 'entsteht immer wieder zur falschen Zeit am falschen Ort. In sich wachsen und mutig zu werden - das ist doch viel interessanter.' ... Mit dem Inhaber der Gießerei, Rolf Kayser, bespricht Ikemura die Patinierung bereits gegossener Arbeiten. Eine Patina, lernen wir, kann verschiedene Farbtöne annehmen, allerdings nicht beliebig viele, da die Bronze nicht angestrichen wird, sondern mit der Patina chemisch reagiert. Um bestimmte Farbtöne zu erzielen, muss man mal mit mehr und mal mit weniger Hitze arbeiten und also mehrmals brennen. Dementsprechend aufwendig sind Ikemuras mehrfarbig patinierte Bronzen."

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Weitere Artikel: Ein angeregter Matthias Alexander blättert für "Bilder und Zeiten" (FAZ) durch einen "Prachtband", der dem Werk des Schweizer Fotografen Peter Heman gewidmet ist: "Er beherrschte die unterschiedlichsten Genres der Bildkunst. Ebenfalls in "Bilder und Zeiten" stellt Bernd Stiegler die britische Fotopionierin Julia Margaret Cameron (1815-1879)  vor (mehr über sie auch bei kwerfeldein, Fotos von ihr findet man im Met Museum, dem V&A und dem Moma).

Besprochen werden außerdem die Ausstellungen "Radical Software" in der Kunsthalle Wien, die Pionierinnen der Computerkunst zeigt (Standard), "Der Schlüssel der Träume - surrealistische Meisterwerke der Collection Hersaint" in der Basler Fondation Beyeler (NZZ), Claire Tabourets "Moonlight Shadow" in der Night Gallery in Los Angeles (Tabouret soll übrigens einige der neuen Fenster in Notre Dame bemalen, erzählt Frauke Steffens in der FAS) und Berlinde De Bruyckeres Soloschau "Korós" im Bozar in Brüssel (FAZ).

Hier spricht De Bruyckere über ihre Ideen zu der Ausstellung:

Efeu - Die Kulturrundschau vom 28.02.2025 - Kunst

Dass sich Minister vor ihrem Parlament entschuldigen, ist selten, hält Nicola Kuhn im Tagesspiegel bezüglich des Raubkunstskandals (unsere Resümees) fest, dass die Entschuldigung des bayrischen Kulturministers Marcus Blume eher halbherzig klingt, ist hingegen wenig überraschend. Die Rede ist von "Raum für Fehlinterpretationen", den die Liste der 200 Gemälde aufgemacht habe, die aufdeckende SZ wird für den "Reputationsschaden" verantwortlich gemacht, den die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen erlitten hätten. Blume kündigt "Tempo" und eine "Taskforce" für rechtssichere Restitutionsentscheidungen an, Kuhn urteilt: "Die Betonung von Minister Blume, dass mit ihnen endlich Rechtssicherheit für die Erben herbeigeführt werde, lässt nicht unbedingt Gutes ahnen. Im Zweifel für die Nachfahren galt bisher bei strittigen Fällen. Aus diesem Grund dürfte sich das Ministerium einer Verhandlung über das Picasso-Bildnis 'Madame Soler' und die einstigen Werke des Kunsthändlers Alfred Flechtheim bisher verweigert haben. Die künftigen Schiedsgerichte werden strenger urteilen, steht zu befürchten." Auch die Welt berichtet weiter über den Raubkunstskandal.

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Der European Month of Photography steht vor der Tür, die Akademie der Künste feiert die Eröffnung mit der Ausstellung "Ein Dorf 1950-2022." Ute und Werner Mahler und Ludwig Schirmer, Vater der erstgenannten, haben das Dorf Berka in der Generationenfolge über mehr als siebzig Jahre fotografisch begleitet. Tagesspiegel-Autorin Gunda Bartels kann nun beim Betrachten dieser 120 Schwarz-Weiß-Fotos die DDR-Ästhetik wieder zum Leben erwecken lassen: "Zur Jugendweihe gibt es Eierlikör, vor einer Betondatsche klafft ein Minipool, und die Schürzen der Bäuerinnen und Mütter sind aus wild geblümten Dederon. Schlachtefest und Kartoffelernte im Handbetrieb haben die Zeitläufte überdauert." Ein Langzeitprojekt, das auch für die Fragen der Gegenwart relevant ist: "Sollte die ärmliche Vergangenheit Berkas etwa atmosphärischer und fotografisch interessanter als die materiell begütertere Gegenwart sein? Durch den Kamerablick der drei Fotografinnen betrachtet, ist das so. Was das Leben in der thüringischen Provinz angeht, können das nur die Dörfler, die 'Berkschen', sagen." Vergangenes Jahr war bereits ein Bildband zum Projekt erschienen.

Weiteres: Das Archiv des im vergangenen Jahr verstorbenen Fotografen Ulrich Mack wird von der Bayerischen Staatsbibliothek übernommen, weiß die FR. Ingeborg Ruthe fragt in der Berliner Zeitung anlässlich des Europäischen Monats der Fotografie, was Fotografie noch bewirken kann in diesen unsteten Zeiten. Und wir müssen über Armut in der Kunst sprechen, findet Larissa Kikol bei Monopol.

Efeu - Die Kulturrundschau vom 27.02.2025 - Kunst

Bild: Maria Martins: L'impossible, Guß nach dem Original von 1946, Fundação Itaú, São Paulo © Estate Maria Martins, Foto: Vicente de Mello

Nein, auch der Surrealismus war keine reine Männerdomäne, erkennt Nicola Kuhn (Tagesspiegel) im Bucerius Kunstforum in Hamburg, das der Dänin Sonja Ferlov Mancoba, der Brasilianerin Maria Martins und der Schweizerin Isabelle Waldberg derzeit die Ausstellung "In Her Hands. Bildhauerinnen des Surrealismus" widmet. Alle drei bislang vergessenen Künstlerinnen eint der "Mut zu Größe, schwierigem Material und sexueller Offenheit", so Kuhn: "Wie viele Künstler in Europa zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren alle drei stark an außereuropäischer Kunst interessiert. Für Sonja Ferlov, die später in Paris den schwarzen südafrikanischen Maler Ernest Mancoba heiratete und Rassismus erlebte, traf dies besonders seit ihrer Jugend in Kopenhagen zu. Die der Künstlergruppe CoBrA verbundene Bildhauerin schuf halb-abstrakte Wesen, Kriegerfiguren und Masken aus Ton, Gips und Bronze. Mancoba lebte sehr zurückgezogen. Die Diplomatengattin Maria Martens trat hingegen extravagant und weltläufig auf. … In der Washingtoner Botschaft ihres Mannes richtete sie sich ein Atelier und einen Brennofen für ihre lebensgroßen Terrakotta-Figuren ein. Ihre Göttinnen, Ungeheuer und Amazonas-Mythen signierte sie selbstbewusst nur mit ihrem Vornamen 'Maria'."

Es tut sich was in Bayern und so einig waren sich Grüne, Freie Wähler und CSU selten: Nach dem NS-Raubkunstskandal in den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen fordert der Landtag eilig von der Regierung eine "Neuausrichtung von Provenienzforschung und Restitution in Bayern", meldet Jörg Häntzschel in der SZ: "Anders als bisher, als Erkenntnisse über die Herkunft der Bilder oft wie Staatsgeheimnisse behandelt wurden, sei in Zukunft alles 'klar und transparent' und nach den Vorgaben der Washingtoner Prinzipien zu veröffentlichen. Andernfalls werde den Museen, wie von den Grünen beantragt, keine staatliche Förderung für die Provenienzforschung mehr gewährt." Zudem wurde eine "Taskforce Provenienz" in den Staatsgemäldesammlungen verkündet: "Offen blieb wie man sich deren Arbeit vorzustellen hat. Zu den Staatsgemäldesammlungen gehören in München fünf Museen, im übrigen Bayern weitere 13. Wie soll eine hastig zusammengestellte Expertengruppe da durchdringen? Und wie sollen externe Provenienzforscher verbeamtete Museumschefs kontrollieren?"

Derweil wirft Bernhard Maaz, Generaldirektor der Sammlungen in einer Stellungnahme gegenüber der FAZ der SZ "Falschbehauptung" vor, es "handele sich 'nur' um 97 Bilder, deren Provenienz- und Restitutionsumstände noch ungeklärt seien", so Stefan Trinks ebenda: "'Die entscheidende Falschbehauptung der Süddeutschen Zeitung, die letztlich die Grundlage des gesamten Artikels ist, ist daher die, dass eine interne Prüfung bereits längst die in der Liste als rot markierten Werke eindeutig als Raubkunst ermittelt hat', so die Mitteilung der BStGS. Ebenso falsch sei, dass große Teile der Liste und die dort festgestellten Erkenntnisse nicht öffentlich gemacht worden sind. 53 der in der Liste aufgeführten Kunstwerke seien bereits bei Lost Art gemeldet und 82 der Bilder mit ihren Provenienzketten in der Onlinesammlung der BStGS für die Öffentlichkeit zugänglich." Zudem hätten "die BStGS bereits 25 Restitutionen vorgenommen, neun weitere Werke stünden aktuell zur Restitution an, vier davon wurden im Dezember 2024 positiv beschieden. Die Gegenseite jedoch wirft den BStGS vor, bis heute nur marginale Kunst restituiert, die großen, millionenschweren Fälle aber bewusst verschleppt zu haben."

Besprochen werden die Ausstellung "Jugendstil. Made in Munich" in der Kunsthalle München (Welt) und die Installation "We Felt a Star Dying" der französischen Künstlerin Laure Prouvost im Kraftwerk Mitte (Tsp).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 26.02.2025 - Kunst

Ull Hohn, Untitled, 1993. Öl auf Leinwand, 45,5 x 61 cm.
Quelle: Haus am Waldsee

In der SZ glaubt Peter Richter bereits die Ausstellung des Jahres ausfindig gemacht zu haben. Gewidmet ist sie dem 1995 im Alter von nur 35 Jahren verstorbenen Ull Hohn. Richter begeistert sich unter anderem für den großzügigen Farbauftrag, der viele Arbeiten Hohns prägt, die nun im Berliner Haus am Waldsee ausgestellt werden: "The Joy of Squeegeeing, Spaß am Rakeln. Was formal ohnehin immer reizvoll ist, trifft sich bei ihm oft mit Landschaftsmalereien, die teilweise direkt aus den Bildern der Hudson River School entnommen sind, sodass die Bilder hier nun einerseits aussehen wie reumütig vom zweifelnden Maler wieder ausgewischt. Und andererseits wie durch die schlierigen Scheiben eines am Hudson River entlangrasenden Amtrak-Zugs fotografiert. Oft ist die darübergewischte Farbe extra so gelblich, als wäre es der Zahnbelag der Zeit, der chemische Ausfall von Nostalgie auf vergilbendem Fotopapier."

Für die FAZ bespricht Georg Imdahl eine Ausstellung, die das Düsseldorfer K21 Bracha Lichtenberg Ettinger widmet, einer Künstlerin, die sich in ihren Ölgemälden mit Bilddokumenten der Judenverfolgung im Dritten Reich und des nationalsozialistischen Massenmordes auseinander setzt. Auf Schockwirkung setzt sie freilich keineswegs: "Nichts liegt Lichtenberg Ettinger in ihren durchgehend kleinen, meist unspektakulär quadratischen Formaten ferner als der Gestus einer genialischen, gar heroischen Malerei. Tritt man nahe an ihre Bilder heran, erkennt man oft nicht mehr als flüssige Schemen und vage Umrisse. Von Ferne betrachtet zeigen sich umso deutlicher geisterhafte Grimassen, hohle Augen und geöffnete Münder von Totenköpfen, hier und da eine schwebende, isolierte Brust."

Im Restitutionsstreit rund um die Bayerische Staatsgemäldesammlungen verschärft sich der Ton. Der SZ war ein Datenbank-Auszug mit 200 als Raubkunst klassifizierten Werken zugespielt worden, die größtenteils nicht nur nicht restituiert worden sind; in den meisten Fallen hatte das Museum nicht einmal Schritte unternommen, um die Erben zu kontaktieren (unsere Resümees). Jörg Häntzschel gibt, wieder in der SZ, ein Update: Bayerns Kulturminister Markus Blume verschickt eine abwiegelnde Pressemitteilung, die gleichzeitig Fehler einräumt und die Staatsgemäldesammlungen in Schutz nimmt. Immerhin soll es mehr Geld für die Provenienzforschung geben. Der Generaldirektor der Sammlungen, Bernhard Maaz, erhebt intern Vorwürfe gegen Mitarbeiter, die Informationen an die Presse weitergeben. Die SZ, deren Quelle offenbar noch nicht versiegt ist, zitiert aus seiner Email, sowie aus der Antwortmail eines anonymen Mitarbeiters, der Maaz schwere Vorwürfe macht: "Dass Sie Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in dieser Situation, durch die die Pinakotheken und das Ministerium weltweit massiven Schaden nehmen (...) wissentlich die Unwahrheit sagen ist bemerkenswert". Restitutionsanwalt Hannes Hartung traut dem Museum in Restitutionsfragen inzwischen nicht mehr über den Weg: "Wenn die Staatsgemäldesammlungen Raubkunst haben, sagen sie einfach: Schön, hoffentlich meldet sich keiner."

Außerdem: Annegret Erhard besucht für die Welt das PoMo Trondheim, ein Kunstmuseum in privater Trägerschaft. In der Berliner Zeitung stellt Ida Luise Krenzlin das fünf Jahre umfassende Festprogramm zum 200-jährigen Jubiläum der Berliner Museumsinsel vor. Silke Hohmann unterhält sich auf monopol mit der Städel-Direktorin Barbara Clausen. Außerdem stellt monopol eine Liste der bereits feststehenden Künstler und Künstlerinnen zusammen, die auf der kommenden Kunstbiennale Länderpavillons bespielen.

Besprochen werden die Schau "An die Arbeit! Vom Schaffen und Schuften der Frauen" im Kupferstichkabinett der Berliner Gemäldegalerie (Tagesspiegel) und Leonard Freeds Fotoausstellung "Deutsche Juden heute" im Berliner Jüdischen Museum (taz).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 25.02.2025 - Kunst

Sujatro Ghosh, The Cow Mask Project, 2017-ongoing. Photo: Sujatro Ghosh

Die Ausstellung "Once We Were Trees, Now We Are Birds" in der ifa-Galerie Berlin zeigt zum ersten Mal Werke von in ihren Herkunftsländern verfolgten KünstlerInnen, die Teil des Schutzprogramms der Martin Roth-Initiative sind - Tagesspiegel-Kritikerin Elke Linda Buchholz ist beeindruckt von den Plakaten, die hier gezeigt werden: "Der brasilianische Performer Maikon K. steht nackt inmitten einer riesigen, durchsichtigen Plastikblase, die ihn wie ein aufgeblähter Kokon umfängt: isoliert, aber sichtbar in seiner ganzen Verletzlichkeit. Wie eine Schlange wird er sich im Laufe seiner Performance häuten und das Abgestorbene abwerfen, das seinen Körper umhüllt. Er landete dafür in seiner Heimat im Gefängnis. Die Filmemacherin Shahrbanoo Sadat dagegen hockt im Inneren eines riesigen, leeren Militärflugzeugs. In solch einer deutschen Maschine floh sie nach der Machtübernahme der Taliban aus Afghanistan."

Das Aktionshaus Christie's versteigert mittlerweile Kunst, die von KI geschaffen wurde, der Fotograf Boris Eldagsen gewann mit einem KI-generierten Doppelporträt den Sony Award (unser Resümee). Im SZ-Gespräch mit Christian Weber erklärt die Philosophin Catrin Misselhorn, warum sie trotzdem nicht denkt, dass KI echte Kunst schaffen kann: "KI kann aus vorhandenen Daten neue Resultate erzeugen. Aber ich glaube nicht, dass KI ganz neue Kunstformen und Stile schaffen kann. Aber das machen auch viele menschliche Künstler nicht, deshalb taugt das Kriterium der Originalität nicht zur Unterscheidung. Es gibt auch epigonale Künstler, dennoch bleiben sie die Urheber und tragen ästhetische Verantwortung für ihre Werke. Das tut KI nicht. Das ist für mich der entscheidende Unterschied."

Weiteres: Louis Pienkowski besucht für die FAZ eine Kunstaktion vor der russischen Botschaft in Berlin zum dreijährigen Jahrestag des Überfalls auf die Ukraine - der Künstler Volker-Johannes Trieb stellt dort ein von russischen Kugeln durchsiebtes Autowrack aus der Ukraine auf. Bernhard Schulz reist für die taz zur Biennale für Islamische Kunst in Saudi Arabien. Besprochen wird die Ausstellung "Der Kiosk - Die Insel" in der Galerie Eigen+Art Berlin (FR) und die Ausstellung "Postcards from the Future" im PoMo im norwegischen Trondheim (tsp).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 24.02.2025 - Kunst

in der NZZ erklärt Minh An Szabó de Bucs den Unterschied zwischen Fälschung und Nachschöpfung am Beispiel eines Stadtviertels von Shenzhen, wo zwischen 5000 und 10 000 Maler aus ganz China im Akkord westliche Kunst nachmalen: "Nach der fernöstlichen Philosophie ist Schöpfung kein singulärer Akt, sondern ein Prozess, der einer permanenten Transformation unterliegt. Der Unterschied zwischen den Denkweisen zeigt sich bereits deutlich in der Sprache. Auf Chinesisch heißt Original 'zhenji' (真跡), wörtlich übersetzt die 'authentische Spur'. Dem Begriff der Spur, die etwas hinterlässt, sind ein Prozess und ein Wandel inhärent. Jedes Original ist stetigen Veränderungen unterworfen. Die Zeit nagt daran, je älter, desto blasser werden die Farben, der Bildträger wird brüchig. Nicht nur das: Je berühmter das Bild ist, desto mehr wird es aktiv verändert. Chinesische Sammler der klassischen Rollbilder lieben es, Gedichte oder Kommentare auf die Original-Bildrolle zu schreiben und daneben ihr rotes Namenssiegel zu hinterlassen. ... Man stelle sich vor, die jeweiligen Besitzer von Cézannes 'Die Kartenspieler' hätten über die Jahrhunderte ihre Kommentare und Gedanken auf die Vorderseite des Bildes gekritzelt - undenkbar in Europa!"

Weiteres: Die in Deutschland lebende iranische Künstlerin Parastou Forouhar erhält den Gabriele Münter-Preis, der mit 20 000 Euro dotiert ist, meldet die Berliner Zeitung.

Efeu - Die Kulturrundschau vom 22.02.2025 - Kunst

Nicht nur der Zentralrat der Juden und die Jewish Claims Conference äußerten ihr Entsetzen nach dem SZ-Leak zum bayerischen Umgang mit NS-Raubkunst (unsere Resümees), auch der ehemalige deutsche Kulturstaatsminister Michael Naumann ist wütend: "Es handelt sich um ein museumspolitisches Gesindel. Sie sind absolut schamlos. Denen ist es ganz egal, ob Blut an ihren Sammlungen klebt oder nicht." So resümiert es Jörg Häntzschel heute in der SZ, inzwischen hat sich der SZ gegenüber auch der bayerische Minister für Kunst und Wissenschaft Markus Blume (CSU) geäußert, der "lückenlose" Aufklärung von den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen fordert, so Häntzschel: "Er erwähnte dabei nicht, dass die Entscheidungen über Restitutionen von ihm selbst oder den Beamten seines Ministeriums getroffen werden. Im Fall von zwei Klee-Werken und einer Picasso-Bronze hatten die Chefs der Staatsgemäldesammlungen die Restitution beziehungsweise den Gang vor die Beratende Kommission empfohlen. Er hatte dagegen entschieden." In einem zweiten Text kommentiert Häntzschel das Statement der Gemäldesammlungen, die unter anderem schrieben, "sämtliche" Werke mit Raubkunstverdacht seien seit 2022 in der Online-Sammlung der Museen verzeichnet: "Tatsächlich fehlt aber in der Online-Sammlung mit wenigen Ausnahmen die Provenienzgeschichte oder sie ist verkürzt dargestellt."

Derweil berichtet Nicola Kuhn im Tagesspiegel von der von Susanne Kurz, Sprecherin der Grünen für Kultur und Medien im bayerischen Landtag, und den Anwälten der Erben eilig anberaumten Pressekonferenz, die der online zugeschaltete Generaldirektor der Staatsgemäldesammlungen Bernhard Maaz nach wenigen Minuten verließ. Dabei gilt die Kritik nicht den Museen, zitiert Kuhn Kurz: "Sie würden ihre Arbeit machen und Provenienzforschung betreiben. Die Kritik gilt der Politik. Die letzte Entscheidung über eine Restitution liegt beim Minister, er trägt die Verantwortung. (…) Den Museen sind die Hände gebunden, sie dürfen nur recherchieren. Die Bewertung der gewonnenen Erkenntnisse übernimmt eine übergeordnete Stelle, um sie dann dem Minister weiterzugeben, der entscheidet. Die kürzliche Empfehlung des Generaldirektors der Gemäldesammlungen, die Picasso-Büste an die Flechtheim-Erben zurückzugeben, wurde prompt von höherer Warte wieder kassiert." Auf Zeit Online schreibt Tobias Timm.

Andrew Testa, Allercombe tree village, on the route of the proposed A30 Honiton Bypass, Devon, December 1996. © Andrew Testa

Auf einhundert Jahre Widerstand, gebannt in Fotografien, blickt Adrian Searle (Guardian) in der Turner Contemporary in Margate in der von Steve McQueen kuratierten Ausstellung "Resistance" zurück. Erinnert wird Searle hier an "bekannte Proteste wie der Grunwick Dispute in den Jahren 1976-78, bei dem eine Gruppe meist indischer Arbeiterinnen aus Ostafrika die Filmverarbeitungsfabrik im Westen Londons verließ, wo sie unter niedrigen Löhnen, Einschüchterung und Ausbeutung litten, oder die Demonstration gegen die Wahlsteuer 1990, die Kämpfe für die Befreiung der Homosexuellen und gegen Section 28, treffen hier auch auf weitgehend vergessene Proteste; Mitglieder der Royal Society for the Protection of Birds protestieren 1911 bei einer Demonstration in London 'gegen die Verwendung von Reiherfedern in Hüten', und blinde Menschen marschieren 1920 aus Städten in ganz England und Wales nach London, um 'Gerechtigkeit statt Wohltätigkeit' zu fordern."

Weitere Artikel: Auf den Bilder und Zeiten-Seiten der FAZ erinnert Andreas Platthaus an den vor hundert Jahren geborenen amerikanischen Illustrator Edward Gorey. Für die Welt trifft sich Mara Delius mit Isolde Ohlbaum in deren Atelier. Minh An Szabó de Bucs blickt in der NZZ ins Gewerbe chinesischer Kunstfälscher.

Besprochen werden die Schau "Gustav Klimt - Pigment & Pixel" im Wiener Belvedere (Standard), die Ausstellung "Anselm Kiefer - Early Works" im Ashmolean Museum in Oxford (FAZ), die Art Karlsruhe (Tsp), eine Ausstellung mit Werken der DDR-Künsterin Christa Jeitner in der Berliner Galerie Volker Diehl (Tsp), die Ausstellung "An die Arbeit! Vom Schaffen und Schuften der Frauen" im Berliner Kupferstichkabinett (Tsp) und eine Schau mit Werken aus der Sammlung des niederländischen Grafikdesigners Richard Niessen im Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt (FR).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 21.02.2025 - Kunst

Elias Sime: Veiled Whispers. Bild: Kunstpalast Düsseldorf.


"Geduld, Disziplin und Liebe zum Detail" ist für den äthiopischen Künstler Elias Sime die beste Medizin gegen die Zivilisationserkrankungen der Moderne, hält Alexandra Wach anlässlich seiner Ausstellung "Echo የገደል ማሚቶ" im Düsseldorfer Kunstpalast für Monopol fest. Seine "dreidimensionalen Mosaike, deren Zusammensetzung gemeinsam mit dem Team bis zu 20 Jahre dauern kann, bestehen aus Hunderten von Tasten, stehengebliebenen Armbanduhren oder Elektrokabeln, sind verwirbelt und in Farbfelder unterteilt, die man mit genug Distanz sogleich als Ackerland oder Pflanzenmotive identifizieren möchte. Andere funkeln wie eine Großstadt bei Nacht. 'Der Mensch ist die Brücke zwischen der natürlichen und der gebauten Umwelt. Wir können von keinem von beiden getrennt werden', sagt Sime." "Die ökologischen Auswirkungen der über den Globus wuchernden Technologie sind verheerend, der fatale Kreislauf durch Weiterverwertung im Kunstkontext natürlich nicht zu durchbrechen."

Das geleakte Dokument zu NS-Raubkunst in den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, über das die SZ gestern berichtet hat (unser Resümee), wird von weiteren Medien aufgegriffen. Laut Tagesspiegel versucht sich der Münchner Museumverband aus der Schlinge zu ziehen: "Der geleakte Bericht legt nahe, dass die Staatsgemäldesammlungen das Gegenteil praktiziert und Informationen zurückhält, um nicht restituieren zu müssen. Dagegen verwahrt sich der Münchner Museumsverband und gibt an, der Bericht sei veraltet und habe nur als 'Arbeitsmittel' gedient. Er gebe lediglich einen 'Work-in-Progress-Stand' wieder. Gleichwohl entschuldigt dies nicht die Ungeheuerlichkeit des Vorgangs." Für die immer noch nicht restituierten Teile der Sammlung des Kunsthändlers Alfred Flechtheim, die von der Gestapo konfisziert wurde, finden die Anwälte seiner Nachfahren deutliche Worte: "'Bayern hätte Hinterbliebenen von Opfern informieren, die Werke an öffentliche Datenbanken melden und Restitutionsverfahren einleiten müssen', so Markus H. Stötzel. 'Tatsächlich zeigt sich, dass Bayern sich von Anfang an nicht an diese Regeln halten wollte und die Ahnungslosigkeit vieler möglicher Anspruchsteller schamlos ausgenutzt hat. Hier wird ein massives Unrecht der Nazis auch mehr als 80 Jahre später aufrechterhalten.'" FR, NZZ, Standard und taz berichten ebenfalls.

Weiteres: Die vietnamesische Künstlerin Thuy Tien Nguyen erhält den ersten Young Generation Art Award, der mit 10.000 Euro dotiert ist, meldet die Berliner Zeitung. Ausgelobt wurde der Preis von Monopol und Degussa, in deren Berliner Niederlassung ihre Kunst nun ausgestellt wird.

Besprochen wird: Die Ausstellung "Radikal! Künstlerinnen und Moderne 1910-1950" in der Modernen Galerie Saarbrücken (FAZ).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 20.02.2025 - Kunst

Max Beckmann: "Chinesisches Feuerwerk", 1927. Bayerische Staatsgemäldesammlungen; CC BY-SA4.0

Nur für den internen Gebrauch gedacht ist eine 900 Seiten lange Liste geleakt worden, auf der die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen knapp 200 Werke zählen, die als NS-Raubkunst eingestuft werden, darunter Werke von Picasso, Beckmann und Klee, berichtet in der SZ Jörg Häntzschel, der hier Einblicke in die Restitutionspolitik des bayerischen Staates erhält, die der Staat nie beabsichtigt hatte. Jahrzehntelange Debatten um Raubkunst in Bayern erscheinen nun in ganz neuem Licht, so Häntzschel: "Viele der Provenienzgeschichten enthalten Details, denen der spröde Fachjargon kaum gerecht wird. Die Rede ist von Gestapo-'Sicherstellungen', von arisierten Kunsthandelsunternehmen, von Notverkäufen und bei der Flucht zurückgelassenen Sammlungen. Es wird aus verzweifelten Briefen ebenso zitiert wie aus nüchternen Auktionsberichten. Etliche der fraglichen Kunstwerke stammen aus dem einstigen Besitz von NSDAP-Granden wie Herrman Göring, Martin Bormann oder Heinrich Hoffmann." Zudem offenbare die Liste, dass der Freistaat seit Jahren ein doppeltes Spiel spiele, so werde nach außen auf unbedenkliche Herkunftsverhältnisse verwiesen, "intern aber haben die eigenen Provenienzforscher, wie die Liste offenbart, längst definitive Urteile gefällt".

Mit Ausbruch des Jom-Kippur-Krieges beschloss die israelische Choreografin Noa Eshkol: Dies ist keine Zeit zum Tanzen". Von nun an nähte sie aus Stoffresten Wandteppiche von "dynamischer, knallfarbiger Ornamentik", erinnert Gesine Borcherdt, die in der Welt umso glücklicher ist, einige dieser Arbeiten nun in der Berliner Galerie Neugerriemschneider zu sehen. Sie erkennt hier, wie sehr Eshkol, deren "Vater Levi Eshkol 1914 aus der Ukraine in das damalige Völkerbundsmandat für Palästina emigrierte, dort den Kibbuz mitbegründete, in dem sie aufwuchs und ab 1963 Israels dritter Ministerpräsident war", und ihr Werk mit der Historie ihrer Heimat verbunden ist: "Man sieht es auch an den Stoffresten, die sie ihren Wandteppichen einschreibt: Sie sind eine liebevolle Hommage an die Häuser und Menschen ihrer Umgebung. Eshkol beließ die Fundstücke unverändert und entwarf daraus Bilder voller Bäume, Pflanzen, Wälder, Wirbel und Abstraktionen, die eine Art textile Bestandsaufnahme des Alltags in Israel sind, zugleich aber auch die Ornamentik der islamischen Kultur anklingen lassen."

Weitere Artikel: In der NZZ feiert auch Ulf Meyer das neu eröffnete PoMo in Trondheim (unser Resümee) - und stellt fest, dass "männliche zeitgenössische Künstler in der Sammlung und auch in der Ausstellung stark unterrepräsentiert sind": "Das PoMo-Haus hat sich selbst eine umgekehrte Geschlechterdiskriminierung zugunsten von Künstlerinnen zur Vorgabe gemacht." In der taz wundert sich Ingo Arend, dass Katar einen eigenen Biennale-Pavillon in den Giardini bekommt. Die 650.000 Euro, die der Berliner Senat den 37 kommunalen Galerien für Ausstellungshonorare zur Verfügung stellt, werden dieses Jahr ausgesetzt, berichtet Ingeborg Ruthe in der Berliner Zeitung. In der FAZ freut sich Peter Kropmanns, dass das Pariser Musee d'Orsay mit dem Werk "Projet d'observatoire astronomique" des Architekten Ferdinand Chanut, der die Kuppel der Pariser Galeries Lafayette entwarf, nun eine Ikone des Futurismus besitzt. Peter Richter schreibt in der SZ zum Tod des amerikanischen Konzeptkünstlers Mel Bochner.

Besprochen werden die Ausstellungen "Alexandraplatz" mit Werken von Alex Müller im ZAK in der Zitadelle Spandau (taz) und "Wasser. Gestaltung für die Zukunft" im Zürcher Museum für Gestaltung (NZZ).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 19.02.2025 - Kunst

Matt Copson, Age of Coming, 2020. Courtesy the artist and Lodovico Corsini, Brussels, Photo: Benjamin Baltus.

Das KW Institute of Contemporary Art, Berlin, hat eine neue Leiterin: Emma Enderby, die sich nun mit vier parallel laufenden Ausstellungen vorstellt, die Werke von jungen Gegenwartskünstlern präsentieren. Unter anderem ist, berichtet Sophie Jung in der taz, eine "laseranimierte Oper" namens "Coming of Age. Age of Coming. Of Coming Age" des Briten Matt Copson zu sehen: "Nur ein Baby taucht auf Copsons sonst schwarzer Bühne auf. Der Kopf überzeichnet groß, süße Knopfaugen, räsoniert das Kleinkind singend im gläsernen Ton eines tatsächlichen Knabensoprans über die menschliche Existenz, Schaffen und Geschaffensein; 'Ich schaffe Großes / Ich bin eine große Schöpfung' singt das Kind auf Englisch, schwankt auf Copsons zitternden Lichtumrissen in einfachen Farben zwischen der Weisheit und dem Größenwahn kindlicher Unwissenheit hin und her, spielt mit einem Streichholz, brennt alles nieder, weint, pinkelt. Man wird hineingezogen in diesen drolligen Existenzialismus, das Laser-Anime ist Immersion in totaler Reduktion."

Auch Thomas Wochnik macht sich auf ins KW. Er begeistert sich, wie wir im Tagesspiegel lesen, vor allem für Jessica Ekomanes Klanginstallation "Antechamber". Wobei er klarstellt: "Voraussetzung ist, dass man sich in der Installation Zeit lässt. Es ist ein wenig so, als wären die neun Lautsprecher einzelne, im Warteraum Wartende. Und als hätte, wie etwa im Wartesaal beim Arzt, jeder seinen eigenen inneren Rhythmus. Nur, dass diese Rhythmen hier hörbar sind, einander überlagern, den Raum akustisch ausloten. Bewegt man sich durch dieses polyrhythmische Meer hindurch, verschieben sich unentwegt die Akzente und Richtungen - und mit ihnen auch die eigene Wahrnehmung von Dauer."

Peter Richter spaziert für die SZ durch die die Schau "Il Tempo del Futurismo" in der Galleria Nazionale d'Arte Moderna e Contemporanea in Rom, die bereits vor der Eröffnung für Schlagzeilen sorgte, weil Teile des Kuratoriums gefeuert wurden und auch zahlreiche ursprünglich eingeplante Ausstellungsstücke aus verschiedenen Gründen nicht den Weg in den Ausstellungssaal fanden (siehe hier). Ziel war eine Re-Italienisierung des Futurismus, erläutert Richter, außerdem sollten die intellektuellen Verbindungen zwischen futuristischen Künstlern und dem Faschismus möglichst wenig thematisiert werden. Das Ergebnis ist dementsprechend: "Wer sich an andere Ausstellungen zu dem Thema erinnert, reibt sich die Augen über so viel gut gelaunte Unbeschwertheit", meint Richter. Wo in anderen Futurismus-Ausstellungen "die Wolken von Faschismus, Krieg, Gewalt und Tod über allem hängen", läuft in der aktuellen Römischen alles "auf bemerkenswerten Katholikentagskitsch hinaus."

Besprochen werden die Schau "Kosmos Kandinsky" im Potsdamer Museum Barberini (FAZ), "Precious Okoyomon. One Either Loves Oneself or Knows Oneself" im Kunsthaus Bregenz (Welt), die Ausstellung "Illusion - Traum-Identität-Wirklichkeit" in der Hamburger Kunsthalle (taz), Nicole Heinzels Einzelausstellung "frgmntd lmnts / lmntl frgmnts" in der Berliner Galerie kajetan (taz) und die Liliane Lijn gewidmete Schau "Arise Alive" im Wiener Mumok (Tagesspiegel).