Klaus Behling hat einen Krimi verfasst, der sich vom üblichen Thriller nur in einem einzigen Punkt unterscheidet: Alle handelnden Personen sind echt, und ihre oftmals abenteuerlichen Geschichten von Lüge und Verrat, von Liebe und Hoffnung sind nicht erfunden. Es geht um die letzten Wochen der DDR. Wie gelang es der legendären "Hauptverwaltung Aufklärung" von Markus Wolf, in der Wendezeit ihre Spuren zu verwischen? Warum gab es in Erich Mielkes Elitetruppe "Verräter" und was haben sie beim westdeutschen Bundesnachrichtendienst ausgesagt? Weshalb wanderten die Topspione der Stasi im Westen ins Gefängnis, die Schreibtischtäter im Osten aber nur in den Ruhestand? Klaus Behling analysiert dieses Stück deutsch-deutscher Geschichte mit großer Sachlichkeit.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 02.02.2004
Annette Weinke lobt dieses Buch von Klaus und Andrea Behling für den guten Überblick, den es über das Dickicht der Spionagegeschichte der DDR bietet. Besonders den Lesern, die durch die verschiedensten Meldungen der Tagespresse den "roten Fanden verloren" haben, wird der Band nützen, so die Rezensentin angetan. Sie preist das Werk als "faktenreich" und dabei "klar strukturiert" und betont, dass es sowohl die geschichtliche Entwicklung der DDR-Spionage als auch deren Auswirkungen auf Politik und Wirtschaft nachgeht. Warum die Rezensentin allerdings ungeachtet der beiden Autorennamen auf dem Titel konsequent nur Klaus Behling als Autor würdigt, bleibt ihr Geheimnis.
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