Außer Atem: Das Berlinale Blog
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Außer Atem: Das Berlinale Blog 17.02.2018
Das hat der arme Sergei Dowlatow nicht verdient: sein Leben als Fernsehfilm, in schlechten Kostümen und zu grellem Winterlicht, damit man die Realität von heute jenseits der Fenster nicht erkennt. Wir sehen dem Schriftsteller und seinen Freunden einige Tage im November 1971 beim Überleben zu. Alle versuchen etwas zu veröffentlichen, ihre Bilder zu zeigen, ihre Musik zu spielen. Doch immer sitzen an den entscheidenden Stellen Apparatschiks - viele Frauen darunter - die Bedingungen stellen: Schreiben Sie das um. Zeigen Sie etwas Positives. Die Geschichte braucht einen Helden. Von Anja Seeliger
Außer Atem: Das Berlinale Blog 17.02.2018
Er werde diesen Tag nie vergessen, an dem er in Berlin angekommen ist, erzählt der Syrer Ibrahim.
Es war im Winter, überall in der Stadt strahlte die Weihnachtsbeleuchtung. Von Thekla Dannenberg
Außer Atem: Das Berlinale Blog 17.02.2018 Der ulkige Meta-Western "Damsel" der Zellner-Brüder fällt bei der Kritik durch. Christian Petzold, dessen "Transit" heute Premiere feiert, erklärt die Flucht zum Normalzustand - der zweite Tag der Berlinale im Überblick. Von Thomas Groh
Außer Atem: Das Berlinale Blog 17.02.2018
Der Umgang mit Saatgut ist ein Thema von "Wild Relatives", einem Forumsfilm der amerikanisch-palästinensischen Künstlerin Jumana Manna. Zu diesem Zweck reist sie in das Bekaa-Tal im Libanon, wo syrische Flüchtlinge für das Icarda-Institut Pflanzen hochpäpeln, deren Gene in einer Datenbank in Aleppo gesammelt wurden, die das Ircada wegen des Kriegs aufgeben musste. Das Saatgut für die neuen Pflanzen wurde aus den gesammelten Saatgutbeständen im "Global Seed Vault" in Longyearbyen auf der Insel Svalbard im Nordpolarmeer geborgt und werden jetzt langsam zurückgegeben. Manna besucht auch Svalbard, wo Saatgut aus der ganzen Welt gesammelt wird, bevor die Sorten aussterben - eine riesige Gendatenbank für Pflanzensamen. Im Laufe des Films wird leider immer unklarer, worum es Manna eigentlich geht. Von Anja Seeliger
Außer Atem: Das Berlinale Blog 17.02.2018
Drei Filme hat der koreanische Regisseur Hong Sangsoo im vorigen Jahr herausgebracht.
Mit "Nachts allein am Strand" war er auf der Berlinale im Wettbewerb vertreten, seine Partnerin Kim Minhee bekam den Silbernen Bären für ihre Rolle einer jungen Frau, die nach ihrer Affäre mit einem verheirateten Mann neue Kraft schöpfen muss. Von Thekla Dannenberg
Außer Atem: Das Berlinale Blog 16.02.2018
Chela und Chiquita führen zusammen ein Leben, das sie sich schon lange nicht mehr leisten können, in einem alten Haus mit Garten in einem noblen Viertel vermutlich in Asunción. Sie sind beide um die sechzig, haben nie gearbeitet und das geerbte Geld aufgebraucht. Sie beginnen schon, Bilder und Mobiliar zu Geld zu machen. Tag für Tag zählen sie die Kristallgläser, die Messer und Gabeln ihres Silberbestecks. Es ist die Inventur eines Erbes, aber auch die Inventur eines gemeinsamen Lebens. "Was haben wir eigentlich von Deiner Familie verkauft?", fragt Chela, mit dem Willen zu verletzen, die weniger vornehme Chiquita. Von Thekla Dannenberg
Außer Atem: Das Berlinale Blog 16.02.2018 Corneliu Porumboiu ist einer der intelligentesten Filmemacher Rumäniens, er gehört zu jener Nouvelle Vague, die in den Nuller Jahren so viel Lust auf die Entdeckung des bis dahin oft geschmähten Landes machten. Mit seinem Film "12 Uhr 8 östlich von Bukarest" gewann er die Goldene Kamera, den Preis für das beste Debüt: In einer Fernseh-Debatte streiten ein Historiker und ein Weihnachtsmann über die revolutionären Ereignisse in ihrem Dorf. Der Film war eine so kluge wie komische Parabel auf die Wende von 1989, auf das Fernsehen, die Unzuverlässigkeit der Erinnerung und den Opportunismus. Von Thekla Dannenberg
Außer Atem: Das Berlinale Blog 16.02.2018 Die Spiele sind eröffnet: Die Kritiker jubeln - mit wenigen Ausnahmen - über Wes Andersons Animationsfilm "Isle of Dogs". Von Thomas Groh
Außer Atem: Das Berlinale Blog 15.02.2018
Als Wes Anderson vor vier Jahren mit seinem "Grand Hotel Budapest" die Berlinale eröffnete, bestäubte er das Festival mit Sternenstaub wie ein Zuckerbäcker die Geburtstagstorte. Selten herrschte so heitere Stimmung am Potsdamer Platz. Das dürfte ihm diesmal nicht so leicht gelingen. Die Zeiten sind andere. Und auch Andersons neuer Film "Isle of Dogs" ist politischer, düsterer, sein Humor grimmiger, die Welt dystopischer. Von Thekla Dannenberg
Außer Atem: Das Berlinale Blog 15.02.2018 Heute abend eröffnet Wes Andersons Animationsfilm "Isle of Dogs" die Berlinale 2018. Über 300 Filme werden in den verschiedenen Sektionen über zehn Tage hinweg gezeigt. Hat der einzelne Film da überhaupt noch eine Chance? Ein Blick ins übervolle Programm. Von Anja Seeliger