Buchautor

Siegfried Mattl

Siegfried Mattl, geboren 26. Februar 1954 in Mürzzuschlag, gestorben 25. April 2015 in Wien, war ein österreichischer Historiker und Leiter des Ludwig Boltzmann Instituts für Geschichte und Gesellschaft. Mattl studierte von 1972 bis 1980 an der Universität Wien Geschichte und Politikwissenschaft. Während seines Studiums war Mattl Mitglied der Gruppe Revolutionäre Marxisten bzw. der Sozialistischen Alternative und galt auch später als der Arbeiterbewegung und der Linken nahestehend. 1980 wurde er bei Erika Weinzierl mit der Dissertation Agrarstruktur, Bauernbewegung und Agrarpolitik in Österreich 1919-1929 zum Dr. phil. promoviert. Danach war er u. a. als Ausstellungskurator aktiv. 1983 wurde er Wissenschaftlicher Sekretär des Projektteams Zeitgeschichte beim Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung und 1984 wissenschaftlicher Mitarbeiter des Ludwig-Boltzmann-Instituts (LBI) für Geschichte und Gesellschaft in Wien. Seit 1986 wirkte er zunächst als Lektor und ab seiner Habilitation 1996 als Dozent für Neuere Geschichte mit besonderer Berücksichtigung der Zeitgeschichte am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien sowie als wissenschaftlicher Mitarbeiter. Überdies wurde er Redakteur der Fachzeitschrift Zeitgeschichte und wissenschaftlicher Leiter des LBI für Geschichte und Gesellschaft. Er forschte u. a. über Kultur-, Stadt- und Mediengeschichte. Filmkunst und Kino nahmen in seinen wissenschaftlichen Arbeiten breiten Raum ein.

Siegfried Mattl: Die Strahlkraft der Stadt . Schriften zu Film und Geschichte

Cover
Synema Verlag, Wien 2016
ISBN 9783901644665, Taschenbuch, 272 Seiten, 22.00 EUR
Filme sind Formen von Erfahrung. In ihrer Vielfalt vermitteln sie uns einen Sinn für die Veränderlichkeit von Lebensweisen: für Geschichte. Sie projizieren Vorstellungen von Freiheit und Festgelegtem,…