Peter Schwiefert

Peter Schwiefert, geboren 1917 in Berlin, war der einzige Sohn von Else Schrobsdorff, geb. Kirschner. Sein Vater war der Bühnen- und Filmautor Fritz Schwiefert. Die ersten Jahre lebte er bei seiner Mutter, später bei den Großeltern mütterlicherseits. Zeitweilig besuchte er, die Mutter hatte sich inzwischen neu verheiratet, ein Internat. Von den Nazis als "Halbjude" klassifiziert, erklärte er sich 1938 als Jude und ging, einundzwanzigjährig, in der Hoffnung nach Lateinamerika emigrieren zu können, zunächst nach Portugal - die erste Station einer Odyssee, die ihn in den Kriegsjahren über Griechenland, Ägypten, Syrien, Libyen, Tunesien und Italien schließlich nach Frankreich führte. 1940 hatte Peter Schwiefert sich als "fremder Volontär" in der französischen Freiheitsbewegung General de Gaulles verpflichtet, den Forces Francaises Libres, die später Seite an Seite mit der berühmten englischen 8. Armee kämpfte. Er fiel, wenige Monate vor der Kapitulation, zwei Tage nach seinem siebenundzwanzigsten Geburtstag, am 7. Januar 1945 im Elsass.

Peter Schwiefert: Der Vogel hat keine Flügel mehr. Briefe meines Bruders Peter Schwiefert an unsere Mutter

Cover: Peter Schwiefert. Der Vogel hat keine Flügel mehr - Briefe meines Bruders Peter Schwiefert an unsere Mutter. dtv, München, 2012.
dtv, München 2012
Mit Kommentaren von Angelika Schrobsdorff und Claude Lanzmann. Die Briefe Peter Schwieferts an die Mutter, die mit den Töchtern Angelika und Bettina im bulgarischen Exil lebt, sind ein einzigartiges Dokument:…