Peter Schwiefert

Der Vogel hat keine Flügel mehr

Briefe meines Bruders Peter Schwiefert an unsere Mutter

Klappentext

Mit Kommentaren von Angelika Schrobsdorff und Claude Lanzmann. Die Briefe Peter Schwieferts an die Mutter, die mit den Töchtern Angelika und Bettina im bulgarischen Exil lebt, sind ein einzigartiges Dokument: Es sind die Briefe eines jungen Mannes, der mit zärtlicher Sehnsucht an seiner Mutter hängt und nichts mehr erhofft als ein Wiedersehen, während der Krieg die beiden für immer trennt. Peter, der junge einundzwanzigjährige Sohn aus bürgerlichem, assimiliertem Haus, verlässt Deutschland 1938. Er, der "Halbjude", erklärt sich als Jude und begibt sich auf eine Odyssee durch halb Europa und den Nahen Osten, bevor er schließlich mit den Truppen des Freien Frankreich gegen Hitler kämpft. Ein politischer Kampf, aber auch ein persönlicher für das, was für ihn größte Bedeutung hat: neben Kunst und Schönheit, Freiheit und Würde.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.04.2013

Tief bewegt scheint Wiebke Porombka durch die Briefe des jungen Peter Schwiefert an seine Mutter. Für Porombka liegt mit dem von Schwieferts Schwester Angelika Schrobsdorff herausgegebenen, mit Bildmaterial versehenen Buch ein Stück bewegender Literatur und Zeitgeschichte vor. Emphase, Ungeschütztheit, das "Muttilein" der Anrede ebenso wie die Momente des Aufbegehrens gegen den Nationalsozialismus berühren die Rezensentin beim Lesen. Zu dem Drama der Mutter-Sohn-Beziehung, meint Porombka, gesellt sich das Drama der politischen Unmstände.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 05.03.2013

Bewegend, erhellend, wahr, findet Thomas Medicus diese Briefedition, betreut von Angelika Schrobsdorff, der Schwester des Briefeschreibers Peter Schwiefert. Dass Schrobsdorff mit diesem Band ein Familiengeheimnis preisgibt, erfüllt Medicus mit tiefem Respekt. Die Briefe liest er als absolut privates, herzerschütterndes Dokument eines verzweifelten jungen Juden im Exil, als Realbild einer zwischen einander widerstrebenden Gefühlen und Selbstbildern zerrissenen Familie auch (die Mutter konvertiert zum Christentum), schließlich als faszinierendes Zeitdokument.
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