Nathalie Sarraute

Die französische Romanschriftstellerin Nathalie Sarraute wurde 1900 in Rußland geboren. Sie studierte Literaturwissenschaft und Jura in Frankreich und Oxford und arbeite als Rechtsanwältin in Paris. 1939 heiratete sie und widmete sich fortan ausschließlich ihrer Familie und der Literatur. Nathalie Sarraute gilt einerseits, neben Alain Robbe-Grillet und Michel Butor, als eine der Wegbereiterinnen für den `Nouveau Roman`. Andererseits ist ihr persönlicher Stil jedoch auch sehr stark geprägt von literarischen Vorbildern, wie Marcel Proust, James Joyce und Virgina Woolf. Mit dem "Portrait d`un Inconnu" schuf sie zum ersten Mal den Typ des Anti-Romans, eine Art Entwicklungsroman, der ohne eine zusammenhängende Fabel, ohne namentlich benannte Helden und ohne auktorialen Erzähler auskommt und sich allein durch die Beschreibung sogenannter "tropismes", also unterbewußte Empfindungen, entwickelt und somit ein differenziertes Bild von der Befindlichkeit eines durchschnittlichen Zeitgenossen zeichnet. Nathalie Sarraute starb am 19. Oktober 1999 in Paris.

Nathalie Sarraute: Aufmachen. Roman

Cover: Nathalie Sarraute. Aufmachen - Roman. Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln, 2000.
Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2000
Aus dem Französischen von Erika Tophoven. "Wörter, durch und durch eigenständige lebendige Wesen, sind die Akteure der folgenden Szenen. Sobald Wörter von außen kommen, entsteht eine Wand. Auf dem Plan…