Johann Georg August Wirth

Johann Georg August Wirth, 1798 in Hof geboren, war ein politischer Schriftsteller des Vormärz. Er studierte Jura Erlangen und war dort Mitglied im Corps Franconia. Nach dem Scheitern seiner Karriere als Jurist zog er 1831 nach München, wo er als Redakteur der regierungstreuen Zeitschrift "Das Inland" arbeitete. Wegen seiner kritischen Texte musste der Verleger Cotta ihr Erscheinen einstellen, und Wirth gründete seinen eigene Zeitschrift, die "Deutsche Tribüne", deren kritische Texte immer wieder die politische Zensur auf den Plan riefen. Schon 1832 wurde seine Zeitschrift vom Bundestag verboten, im Mai desselben Jahres organisierte Wirth das Hambacher Fest mit. Er wurde zusammen mit Philipp Jakob Siebenpfeiffer verhaftet und in einem Hochverratsprozess jedoch freigesprochen. Kurz darauf wurden Wirth und Siebenpfeiffer allerdings wegen Behördenbeleidigung zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Während Siebenpfeiffer in die Schweiz entkam, musste Wirth seine Haft in Kaiserslautern absitzen. Nach seiner Freilassung wurde er unter Polizeiaufsicht gestellt, floh aber 1836 nach Frankreich und von dort in die thurgauische Schweiz. 1840 gab er die in Konstanz erscheinende "Deutsche Volkshalle" heraus und verfasste eine "Geschichte der Deutschen". 1847 zog er nach Karlsruhe. Als Abgeordneter des Fürstentums Schleiz-Lobenstein wurde Johann Georg August Wirth in die deutsche Nationalversammlung gewählt, starb jedoch am 26. Juli 1848, kurz nach ihrer Eröffnung in der Frankfurter Paulskirche.

Johann Georg August Wirth: Deutsche Tribüne (1831 - 1832).

Cover: Johann Georg August Wirth (Hg.). Deutsche Tribüne (1831 - 1832). K. G. Saur Verlag, München, 2007.
K. G. Saur Verlag, München 2007
Neu herausgegeben von Christof Müller-Wirth und Wolfram Siemann. Die von Johann Georg August Wirth herausgegebene "Deutsche Tribüne" ist eine der wichtigsten liberaldemokratischen Zeitungen des deutschen…