Henrik Ibsen

Henrik Ibsen, geboren 1828 in Skien als Sohn einer angesehenen, nach dem Bankrott des Vaters jedoch mittellosen Familie, ist wohl der wichtigste und berühmteste skandinavische Dramatiker. Nach einer Apothekerlehre und Dramaturgentätigkeit verschrieb er sich ab 1854 ganz dem Theater.
Trotz seines Durchbruchs als Dramatiker fühlte sich Ibsen 1864 zunehmend eingeengt und verließ seine Heimat, um die nächsten 27 Jahre in Rom, später Dresden und München zu verbringen. 1867, während seines Aufenthalts in Italien, vollendete er "Peer Gynt". Das Stück erschien zuerst nur in Buchform, war aber dennoch ein Erfolg. Die Uraufführung fand 1876 statt. Mit seinem Umzug nach München 1875 fiel auch die Veröffentlichung von "Ein Puppenheim" zusammen, dass in seiner scharfen Gesellschaftkritik einen vollkommen neuen Weg in seinem Werk öffnet, den Ibsen von nun an weiter verfolgt. 1884, nachdem "Gespenster" nur stark zensiert veröffentlicht werden konnte, wandte sich Ibsen mit "Ein Volksfeind" noch stärker der Kritik an Zeit und Gesellschaft zu.
1891 kehrte Ibsen nach Norwegen zurück und erfuhr zu seinem 70. Geburtstag zahlreiche Ehrungen. 1906, nachdem er mehrere Schlaganfälle erlitten hatte, starb Henrik Ibsen in Oslo.

Henrik Ibsen: Henrik Ibsen: Dramen in einem Band.

Cover: Henrik Ibsen. Henrik Ibsen: Dramen in einem Band. Verlag der Autoren, Frankfurt am Main, 2006.
Verlag der Autoren, Frankfurt am Main 2006
Übersetzt und herausgegeben von Heinrich Gimmler. Alle Dramen: "Peer Gynt", "Stützen der Gesellschaft", "Ein Puppenheim" (Nora), "Gespenster", "Ein Volksfeind", "Die Wildente", "Rosmersholm", "Die Frau…